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Medienschau : EZB-Rat uneins über weitere Ausstiegs-Schritte

  • Aktualisiert am

Hochtief will eine mögliche Übernahme durch ACS deutlich verteuern, Grammer erhöht die Prognose und Thyssen-Krupp beziffert den Jahresgewinn vor Steuern auf mindestens eine Milliarde Euro. Bund und Länder können sich weiter nicht auf eine Regulierung des Pfandbriefsegments einigen.

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          Unternehmensnachrichten

          Hochtief will Übernahme für ACS deutlich verteuern

          Hochtief will den spanischen Baukonzern ACS zu einem Übernahmeangebot auch für seine Australien-Tochter zwingen. Das würde die von Hochtief als feindlich erachtete Übernahme des größten deutschen Bauunternehmens durch die Spanier deutlich verteuern. Hochtief kündigte am Dienstagabend einen entsprechenden Antrag an die australische Börsenaufsicht an. Nach dem Willen von Hochtief sollte ACS nach dem Übernahmeangebot für den Essener Konzern auch den freien Aktionären seiner australischen Ertragsperle Leighton anbieten, deren Aktien zu erwerben. Die Entscheidung liege aber bei der Wertpapierbehörde. ACS hat ein Angebot für Leighton bisher abgelehnt. (Reuters)

          Grammer erhöht Prognose

          Der Automobilzulieferer Grammer hat seine Erwartungen für das laufende Jahr abermals angehoben. Der Umsatz von zuletzt 727,4 Millionen Euro dürfte in diesem Jahr um rund 20 Prozent zulegen. Bisher hatte Grammer ein Umsatzplus von 10 Prozent in Aussicht gestellt. Das Unternehmen erwartet bei stabiler Währungs- und Marktentwicklung jetzt eine operative Rendite zwischen 3,2 und 3,5 Prozent statt wie bisher von rund 3 Prozent.

          Grund für den wachsenden Optimismus sei die gute Entwicklung in den Sommermonaten, die besser als erwartet verlaufen sei, und eine gute Auftragslage in beiden Unternehmensbereichen, hieß es. (dpa-AFX)

          Elringklinger erhöht Kapital

          Der Automobilzulieferer Elringklinger will knapp institutionellen Investoren über ein sogenanntes beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren 5,6 Millionen neue Aktien anbieten. Damit könnte der Automobilzulieferer rund 130 Millionen Euro erlösen. Das Unternehmen will mit dem Kapital unter anderem den jüngsten Zukauf des Geschäfts mit statischen Metalldichtungen von der Freudenberg Gruppe finanzieren. Der Kaufpreis wurde damals zwischen 30-40 Millionen Euro taxiert. Zudem soll Geld der Kapitalerhöhung in den Ausbau des neuen Geschäftsbereiches E-Mobility sowie weitere „externe Wachstumsopportunitäten“ fließen. Die Großaktionäre, die Familien Walter Herwarth Lechler und der Nachlass Klaus Lechler, tragen die Kapitalerhöhung mit. (dpa-AFX)

          Thyssen-Krupp beziffert Jahresgewinn vor Steuern auf mindestens eine Milliarde Euro

          Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mindestens eine Milliarde Euro verdient. „Beim Vorsteuerertrag geht es Richtung eine Milliarde oder sogar ein Stück besser“, sagte Vorstandschef Ekkehard Schulz dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. Im vergangenen Geschäftsjahr musste der Essener Konzern noch einen Vorsteuerverlust (Ebt) von 2,4 Milliarden Euro verbuchen. Für die Ergebnissteigerung in dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr machte Schulz vor allem Einsparungen verantwortlich.

          Den Umsatz bezifferte Schulz auf rund 42 Milliarden Euro nach 40,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Im kommenden Geschäftsjahr dürften Umsatz und Gewinn deutlich zulegen, sagte Schulz dem „Handelsblatt“ zufolge. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass der Start des neuen Hochofens in Brasilien und einer Weiterverarbeitungsanlage im amerikanischen Bundesstaat Alabama ThyssenKrupp zunächst mit 500 Millionen Euro belasteten. (Reuters)

          Enel setzt Preisspanne für Green Power auf 1,90 bis 2,40 Euro

          Der italienische Versorger Enel dürfte die Preisspanne für den Börsengang seiner Erneuerbare-Energien-Sparte laut Kreisen zwischen 1,90 und 2,40 Euro je Aktie festlegen. „Das ist die Preisspanne vor dem Beginn der Vermarktung“, hieß es am Dienstag aus Bankenkreisen. Demnach haben die Analysten der mit dem Börsengang betrauten Banken ihre Studien am Montag fertig gestellt und damit die nächste Phase auf dem Weg zum Börsengangs eingeleitet. Den Informationen zufolge dürfte die zuständige Regulierungsbehörde ihr Einverständnis Mitte des laufenden Monats geben, so dass ein Start am 18. Oktober möglich wäre.

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