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Medienschau : EZB nutzt Bernankes Helikopter

  • Aktualisiert am

Bilfinger Berger steigert den Gewinn, ElringKlinger mit gutem Jahresauftakt, Dialog Semiconductor: Starkes und profitables Wachstum, QSC mit Gewinnsprung - Umsatz stabil, Delticom wächst stark, DIC Asset erhöht Gewinn leicht, Smartrac mit deutlichem Umsatzwachstum, Sony erhöht Prognosen, BT will weitere Stellen streichen - Sunday Telegraph, EU spannt beispiellosen Rettungsschirm, Zentralbanken reaktivieren Dollar-Swap-Geschäfte, Deutschland: Handelsbilanzüberschuss deutlich gestiegen, China wieder mit Handelsbilanzüberschuss - Xinhua, Bank of Japan lässt Leitzins unverändert

          10 Min.

          Unternehmen

          Bilfinger Berger steigert den Gewinn

          Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger hat nach einem robusten ersten Quartal seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Trotz des strengen Winters kletterte der Gewinn von Januar bis März auf 48 (Vorjahr: 23) Millionen Euro, wie der MDax-Konzern am Montag mitteilte. Die Mannheimer profitierten auch von der erstmaligen Einbeziehung des Industrie- und Kraftwerksdienstleisters MCE. Gleichzeitig änderte der Konzern seine Berichterstattung grundlegend in fünf Segmente. Zudem gilt das zum Verkauf gestellte Australien-Geschäft als nicht fortzuführendes Geschäft. Deshalb ergibt sich bei der Leistung ein leichter Rückgang auf 1,773 (1,777) Milliarden Euro. Inklusive Australien lag die Leistung bei 2,450 (2,418) Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr sei weiter eine Leistungszunahme im fortgeführten Geschäft und eine überproportionale Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie des Gewinns zu erwarten. (dpa-AFX)

          ElringKlinger mit gutem Jahresauftakt

          Der Automobilzulieferer ElringKlinger ist gut in das laufende Jahr gestartet. In den ersten drei Monaten 2010 stiegen die Erlöse im Vergleich zum schwachen Vorjahreswert um 41 Prozent auf 182,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit übertraf es die Erwartungen des Marktes. Unter dem Strich verdiente der Hersteller von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen sowie Abschirmteilen 13,6 Millionen Euro, nach zwei Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs von 3,7 auf 23,4 Millionen Euro. (dpa-AFX)

          Dialog Semiconductor: Starkes, profitables Wachstum

          Dialog Semiconductor konnte den Umsatz im ersten Quartal 2010 im Vergleich mit dem Vorjahr um 70 Prozent auf 61,1 Millionen steigern. Die Zahlungsmittel konnten gegenüber dem Vorquartal (Q4 2009) um 15,1 Millionen auf 138,2 Millionen Dollar erhöht werden. Dialog ist nach wie vor schuldenfrei. Das Unternehmen verzeichnete das zehnte profitable Quartal in Folge mit einem Betriebsergebnis von 6,6 Millionen Dollar oder 10,8 Prozent des Umsatzes gegenüber 0,9 Millionen Dollar oder 2,6 Prozent des Umsatzes im Vorjahr. Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei von 8 amerikanischen Cent. (Ad-hoc)

          QSC mit Gewinnsprung - Umsatz stabil

          Der auf Geschäftskunden spezialisierte Telekomanbieter QSChat dank seines anhaltenden Sparkurses den Gewinn im ersten Quartal deutlich steigern können. Unterm Strich verdiente QSC mit 3,2 Millionen Euro mehr als doppelt so viel als im Vorjahr (1,4 Millionen Euro), teilte das Unternehmen am Montagmorgen in Köln mit. Damit übertraf das im TecDax notierte Unternehmen die Erwartungen von Analysten. Ein striktes Kostenmanagement und die Konzentration auf Produkte mit höheren Margen habe zu dem Gewinnanstieg beigetragen. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieb trotz eines leichten Umsatzrückgangs gegenüber dem Vorjahr mit 19,6 Millionen Euro stabil (Vorjahr. 19,5 Millionen Euro). Der Umsatz belief sich auf 105,9 Millionen Euro nach 107,6 Millionen im Vorjahr. Im ersten Jahresviertel 2009 hatte QSC seine Erlöse durch einen einmaligen Auftrag steigern können. Auf das Gesamtjahr gesehen will das Kölner Unternehmen neben Nettoergebnis und Ebitda auch den Umsatz steigern. (dpa-AFX)

          Delticom wächst stark

          Die Delticom AG (WKN 514680, ISIN DE0005146807, Börsenkürzel DEX), Europas führenden Internet-Reifenhändler, veröffentlicht heute den 3-Monatsbericht 2010. Im Berichtszeitraum steigerte die Gesellschaft ihre Umsatzerlöse um 45,9 Prozent auf 74,5 Millionen Euro (Q1´09: 51,0 Millionen Euro). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ebit) erhöhte sich von 2,6 Millionen Euro in Q1´09 auf 5,9 Millionen Euro. Die Ebit-Marge bezogen auf den Umsatz für das erste Quartal beträgt 7,9 Prozent. Gleichzeitig stieg der Konzernüberschuss in der Periode auf 4,0 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 1,9 Millionen Euro. (Ad-hoc)

          DIC Asset erhöht Gewinn leicht

          Das Immobilienunternehmen DIC Asset hat im ersten Quartal den Konzernüberschuss auf 2,8 (Vorjahr: 2,6) Millionen Euro erhöht. Hierzu trugen die Mieteinnahmen sowie Erträge aus Investitionen bei. Zwar bestätigte Vorstandsvorsitzender Ulrich Höller bei Bekanntgabe der Zahlen am Montag seine Prognose für das Gesamtjahr, er warnte aber auch vor einem anhaltend schwierigen Marktumfeld. Das im SDax notierte Unternehmen investiert in Gewerbeimmobilien, die im Zuge der Finanz- und Immobilienkrise besonders stark unter Druck stehen und sich weniger gut behaupten konnten als Wohnimmobilien. Der Funds From Operations (FFO), der die operative Ertragskraft widerspiegelt betrug 10,9 Millionen Euro gegenüber 10,2 Millionen Euro im Vorjahr. Auf Basis des Immobilienbestands rechnet das Unternehmen für 2010 unverändert mit Mieteinnahmen von rund 126 Millionen Euro und einem FFO zwischen 39 und 41 Millionen Euro. Die Gesamterträge gingen um 12 Prozent auf 38,4 Millionen Euro zurück. Grund für den Rückgang sei das geringere Verkaufsvolumen, das mit 1,5 Millionen Euro um rund 3 Millionen Euro unter dem Vorjahresquartal lag, erklärte das Unternehmen. Die Vermietungsleistung im ersten Quartal 2010 entspricht annualisierten Mieterlösen von 3,2 Millionen Euro (6,0 Millionen Euro). Die Finanzschulden von 1,6 Milliarden Euro sind zu 84 Prozent langfristig zinsgesichert, 53 Prozent weisen eine Laufzeit von mehr als vier Jahren aus. In den kommenden zwölf Monaten werden rund 4 Prozent der Finanzschulden fällig. Um die Kosten unter Kontrolle zu halten, senkte DIC Asset den Verwaltungsaufwand um 0,6 Millionen Euro auf 2,0 Millionen Euro. Allerdings erhöhte sich der Personalaufwand um 0,2 Millionen Euro auf 2,3 Millionen Euro. (Dow Jones Newswires)

          Smartrac mit deutlichem Umsatzwachstum

          Der niederländische Funktechnik-Anbieter Smartrac hat auch im ersten Quartal einen Umsatz- und Gewinnschub verzeichnet und für 2010 weitere Steigerungen angekündigt. Vorstandschef Christian Fischer zeigte sich am Montag in Amsterdam optimistisch. „Der weiterhin hohe Auftragseingang und die weiter steigende Visibilität zu Beginn des zweiten Quartals lassen eine erfreuliche Auslastung unserer Produktionskapazitäten in den kommenden Monaten erwarten.“ Im ersten Quartal stieg der Umsatz von 29,4 auf 36,8 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich von 3,52 auf 5,0 Millionen Euro, der Überschuss von 1,58 auf 2,6 Millionen Euro. Mit den Quartalszahlen gelang es Smartrac, die Erwartungen am Markt teilweise zu übertreffen. (dpa-AFX)

          Sony erhöht Prognosen für 2009/10

          Der japanische Elektronikkonzern Sony hat seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2009/10 erhöht. Die Japaner rechnen nun nach Angaben vom Montag mit einem Nettoverlust von 41 Milliarden Yen. Auf operativer Basis soll sogar ein Gewinn von 32 Milliarden Yen geschrieben werden. Den Konzernumsatz schätzen die Japaner auf 7,214 Billionen Yen. Im Februar bei Vorlage der Drittquartalszahlen hatte die Sony Corp einen Nettoverlust von 70 Milliarden Yen bei einem operativen Verlust von 30 Milliarden Yen in Aussicht gestellt. Die Umsatzerwartung lag bei 7,300 Billionen Yen. Das Geschäftsjahr 2009/10 ging bei Sony Ende März zu Ende. Am kommenden Donnerstag will das Unternehmen mit Sitz in Tokio über den Geschäftsverlauf im vierten Quartal und Gesamtgeschäftsjahr berichten. Als Gründe für die bessere Entwicklung führte Sony Kosteneinsparungen und die Preisentwicklung an. Die Preise für LCD-Fernseher und weiterer Elektronikprodukte seien weniger stark gefallen als ursprünglich angenommen. Auch das Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson Mobile Communications habe einen Beitrag geleistet, teilte Sony mit. Sony arbeitet sich noch immer aus dem Tief der Rezession heraus. In Zuge dessen hat der Konzern bereits 18 Prozent seiner Werke geschlossen, 20.000 Stellen gestrichen und seine Zulieferkette überholt, um die Kosten um 330 Milliarden Yen zu senken. Gleichzeitig versucht Sony, ihre Produkte zu erneuern, indem sie sie mit Online-Schnittstellen ausrüstet. „Wir denken, wir haben die Talsohle erreicht“, sagte Sony-CFO Nobuyuki Oneda in Februar. (Dow Jones Newswires)

          BT will weitere Stellen streichen - Sunday Telegraph

          Der britische Telekommunikationskonzern BT will laut einem Pressebericht nach dem Abbau von 35.000 Stellen in den vergangenen zwei Jahren weitere Arbeitsplätze abbauen. Geplant sei der Abbau von weiteren mindestens 5.000 Stellen in diesem Jahr. Verbleiben soll demnach noch eine Belegschaft von 122.000 Mitarbeitern. Die BT Group plc, London, werde am Donnerstag über die Maßnahmen zur Profitabiltätsteigerung berichten, schreibt die Zeitung „Sunday Telegraph“ ohne Nennung von Quellen. Der ehemals staatseigene Konzern werde Investoren darüber informieren, dass er sein Personalabbauziel um rund 5.000 Mitarbeiter übertroffen habe. BT hatte einen Abbau von 15.000 Stellen per Ende April 2010 zusätzlich zu den bereits 2008 gestrichenen 15.000 Stellen angekündigt. Der Großteil der Arbeitsplätze sei in Großbritannien weggefallen. Allerdings habe es sich eher um Zeitarbeiter als um Festangestellte gehandelt, so das Blatt. Das Unternehmen dürfte für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Vorsteuergewinn von 1 Milliarden bis 1,1 Milliarden Pfund ausweisen nach einem Verlust von 134 Millionen Pfund im Vorjahr, schreibt die Zeitung weiter. Bei BT war zunächst niemand für einen Kommentar zu erreichen. (Dow Jones Newswires)


          Wirtschaftsnachrichten

          EZB nutzt Bernankes Helikopter

          Die Europäische Zentralbank (EZB) und die nationalen Notenbanken der Euro-Zone sind unter dem Eindruck der schweren Krise des Gemeinschaftsgeldes erstmals seit Gründung der Währungsunion zum Ankauf von Staatsanleihen bereit. Wie die EZB in der Nacht zum Montag nach Verabschiedung eines gigantischen, viele hundert Milliarden Euro schweren Rettungsschirms der Euro-Länder mitteilte, wird sie am öffentlichen und privaten Anleihemarkt in großem Stil aktiv werden. Über den Umfang der Interventionen, zu denen noch umfangreiche Stützungsmaßnahmen für den Geldmarkt und das Bankensystem kommen, werde der EZB-Rat noch entscheiden, hieß es weiter. Die Notenbank gibt damit ihren Widerstand gegen den Ankauf von Staatsanleihen der Euro-Ländern auf. Gemäß der Bestimmungen des EU-Vertrages kann sie nur am Sekundärmarkt kaufen und nicht direkt bei den Regierungen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die G7-Finanzminister begrüßten die Kehrtwende der Frankfurter Währungshüter. Mit dem Ankauf von Staatstiteln finanziert die EZB de facto einen Teil der Schulden unter denen Griechenland, aber auch andere Problemländer der Euro-Zone ächzen. Damit nutzt die EZB Bernankes Helikopter (siehe auch: Geld aus dem Hubschrauber). Die Notenbanker machten klar, dass sie mit Gegengeschäften, die nicht näher spezifiziert wurden, dafür Sorge tragen wollen, dass sich durch das beschlossene Ankaufprogramm nichts am zinspolitischen Kurs ändert. Die EZB hat sich lange gegen einen Eingriff dieser Art gewehrt, da er in vielen Euro-Ländern und vor allem in Deutschland wegen der daraus resultierenden Inflationsrisiken höchst umstritten ist. Am Finanzmarkt war in den vergangenen Tagen massiv auf einen solchen Schritt der EZB spekuliert worden. Die EZB stützt darüber hinaus den zuletzt wieder mit großen Problemen kämpfenden Geldmarkt und das Bankensystem in der Euro-Zone. Schon in den nächsten Tagen will sie ein sechs Monate lang laufendes und an den künftigen Leitzins gekoppeltes Repo-Geschäft wieder einführen. Zudem sollen Dreimonatstender für genügend Liquidität am Interbankenmarkt sorgen und ein Austrocknen der Finanzströme zwischen den Banken verhindern. Die EZB geht damit in ihrem Ausstieg aus dem Maßnahmen gegen die Finanzkrise wieder einen Schritt zurück. Sie hatte damals zahlreiche Geldmarktoperationen mit bis zu einem Jahr Laufzeit eingeführt, um den Geldmarkt zu stützen. Einige dieser so genannten Tender wurden in jüngster Zeit bereits nicht mehr aufgelegt. (Reuters)

          Beispielloser Rettungsschirm: 750 Milliarden zum Schutz des Euro

          Mit einem Rettungsprogramm ungekannten Ausmaßes will die Europäische Union in die Krise geratenen Ländern beistehen: Insgesamt 750 Milliarden Euro stellt die EU bereit. 250 Milliarden kommen vom Internationalen Währungsfonds.

          Zentralbanken reaktivieren Dollar-Swap-Geschäfte

          Die wichtigsten Zentralbanken der Welt und die amerikanische Notenbank haben in der Nacht zum Montag wegen der wiedergekehrten Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Dollar-Liquidität die Reaktivierung von Dollar-Swap-Geschäften angekündigt. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Morgen mitteilte, will sie liquiditätszuführende Repo-Geschäfte in Dollar mit Laufzeiten von sieben und 84 Tagen anbieten. Die Geschäfte werden mit den im Euroraum üblichen Sicherheiten und als Festzinstender mit Vollzuteilung abgewickelt. Das erste dieser Geschäfte soll am 11. Mai 2010 durchgeführt werden. Beteiligt sind an dem Swap-Programm neben der Federal Reserve die Bank of England, die Bank of Canada, die Schweizerische Nationalbank und die Bank of Japan. (Dow Jones Newswires)

          Deutschland: Handelsbilanzüberschuss im März überraschend deutlich gestiegen

          Der Überschuss der deutschen Handelsbilanz hat im März zum Vormonat vor allem wegen gestiegener Exporte überraschend deutlich zugelegt. Der Saldo habe 17,2 Milliarden Euro betragen, nach revidiert 12,7 (zuvor 12,6) Milliarden Euro im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Volkswirte hatten zuvor mit einem Anstieg auf 14,0 Milliarden Euro gerechnet. Auf Jahressicht stieg der Überschuss ebenfalls: Im März 2009 hatte er bei 11,6 Milliarden Euro gelegen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss im März 2010 bei 13,3 Milliarden Euro. Der höhere Saldo der Handelsbilanz ist den Angaben zufolge auf deutlich gestiegene Exporte zurückzuführen. Die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 10,7 Prozent. Die Einfuhren nahmen ebenfalls zu. Hier ermittelten die Statistiker für den März kalender- und saisonbereinig einen Zuwachs um 11,0 Prozent. (dpa-AFX)

          China erzielt im April wieder Handelsbilanzüberschuss - Xinhua

          China hat im April unerwartet wieder einen Handelsbilanzüberschuss verzeichnet. Der Überschuss betrug 1,68 Milliarden Dollar nach einem Defizit von 7,24 Milliarden Dollar im Vormonat, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete. Im März hatte China erstmals seit sechs Jahren ein Handelsbilanzdefizit ausgewiesen. Ökonomen hatten im Median für April ein weiteres Minus von 1,44 Milliarden Dollar prognostiziert. Die Exporte stiegen im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 30,5 Prozent. Ökonomen hatten ein Wachstum von 29,1 Prozent prognostiziert. Die Importe legten 49,7 Prozent zu, während Ökonomen ein Plus von 52,3 Prozent erwartet hatten. Der Handelsbilanzüberschuss im April lag 87 Prozent unter dem Vorjahreswert, so Xinhua weiter. Die Importe betrugen 118,24 Milliarden Dollar und die Exporte lagen bei 119,92 Milliarden Dollar. Die Rückkehr zu einem Handelsbilanzüberschuss erhöht den Druck auf China, eine Aufwertung des Yuan zuzulassen. Chinas Handelsministerium hatte im März mit dem Defizit gegen die Notwendigkeit einer Wertberichtigung der Landeswährung argumentiert. Die Schuldenkrise der Europäischen Union führt jedoch zu Unsicherheiten Handelsausblick. So meint Brian Jackson, Ökonom bei der Royal Bank of Canada, die jüngste Eskalation der Krise könne in den kommenden Monaten zu einer rückläufigen Nachfrage nach chinesischen Exporten in Europa führen. (Dow Jones Newswires)

          Bank of Japan lässt Leitzins unverändert bei 0,10 Prozent

          Die Bank of Japan (BoJ) hat am Montag bei einer außerplanmäßigen Ratssitzung beschlossen, den Leitzins unverändert bei 0,10 Prozent zu belassen. Zugleich wurde eine Dollar-Liquiditätslinie mit der amerikanische Notenbank wieder eingeführt, um die Verspannungen an Finanzmärkten, die wegen der Schuldenkrise in Europa entstanden waren, zu lösen. Das Abkommen mit der Federal Reserve bleibe bis zum 31. Januar 2001 in Kraft, hieß es. Auch mit anderen Notenbank, darunter die Bank of England, die Europäische Zentralbank, die Schweizerische Nationalbank und die Bank of Canada wurden solche Dollar-Liquiditätslinie wieder eingeführt. (Dow Jones Newswires)

          Amerikanische Aufsichtsbehörde bestellt Börsenbetreiber zu Sondertreffen

          Nach dem drastischen Kursrutsch des amerikanische Leitindex Dow Jones in der vergangenen Woche hat die amerikanische Aufsichtsbehörde SEC die Chefs der größten Börsenbetreiber zu einer Krisensitzung einbestellt. Eine mit den Untersuchungen zu dem Markteinbruch vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, bei dem Treffen gehe es um die Frage, ob zusätzliche Schwellen im Handelssystem nötig seien, um plötzliche Abstürze von Einzelwerten zu stoppen. Stattfinden soll das Zusammenkommen demnach am Montag um 16.00 Uhr (MESZ). Teilnehmen würden unter anderen NYSE Euronext-Chef Duncan Niederauer und Nasdaq OMX Group-Chef Robert Greifeld. Sie sollten auch bei den für Dienstag zu diesem Vorfall angesetzten Anhörungen im Kongress Stellung beziehen, hieß es weiter. Der Dow-Jones-Index war am Donnerstag binnen kurzer Zeit um zeitweise 1000 Punkte abgerutscht. Wie dies an den wegen der griechischen Schuldenkrise mehr als nervösen Märkten geschehen konnte, wird derzeit geprüft. (Reuters)

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