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Medienschau : EZB nutzt Bernankes Helikopter

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Deutschland: Handelsbilanzüberschuss im März überraschend deutlich gestiegen

Der Überschuss der deutschen Handelsbilanz hat im März zum Vormonat vor allem wegen gestiegener Exporte überraschend deutlich zugelegt. Der Saldo habe 17,2 Milliarden Euro betragen, nach revidiert 12,7 (zuvor 12,6) Milliarden Euro im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Volkswirte hatten zuvor mit einem Anstieg auf 14,0 Milliarden Euro gerechnet. Auf Jahressicht stieg der Überschuss ebenfalls: Im März 2009 hatte er bei 11,6 Milliarden Euro gelegen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss im März 2010 bei 13,3 Milliarden Euro. Der höhere Saldo der Handelsbilanz ist den Angaben zufolge auf deutlich gestiegene Exporte zurückzuführen. Die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 10,7 Prozent. Die Einfuhren nahmen ebenfalls zu. Hier ermittelten die Statistiker für den März kalender- und saisonbereinig einen Zuwachs um 11,0 Prozent. (dpa-AFX)

China erzielt im April wieder Handelsbilanzüberschuss - Xinhua

China hat im April unerwartet wieder einen Handelsbilanzüberschuss verzeichnet. Der Überschuss betrug 1,68 Milliarden Dollar nach einem Defizit von 7,24 Milliarden Dollar im Vormonat, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete. Im März hatte China erstmals seit sechs Jahren ein Handelsbilanzdefizit ausgewiesen. Ökonomen hatten im Median für April ein weiteres Minus von 1,44 Milliarden Dollar prognostiziert. Die Exporte stiegen im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 30,5 Prozent. Ökonomen hatten ein Wachstum von 29,1 Prozent prognostiziert. Die Importe legten 49,7 Prozent zu, während Ökonomen ein Plus von 52,3 Prozent erwartet hatten. Der Handelsbilanzüberschuss im April lag 87 Prozent unter dem Vorjahreswert, so Xinhua weiter. Die Importe betrugen 118,24 Milliarden Dollar und die Exporte lagen bei 119,92 Milliarden Dollar. Die Rückkehr zu einem Handelsbilanzüberschuss erhöht den Druck auf China, eine Aufwertung des Yuan zuzulassen. Chinas Handelsministerium hatte im März mit dem Defizit gegen die Notwendigkeit einer Wertberichtigung der Landeswährung argumentiert. Die Schuldenkrise der Europäischen Union führt jedoch zu Unsicherheiten Handelsausblick. So meint Brian Jackson, Ökonom bei der Royal Bank of Canada, die jüngste Eskalation der Krise könne in den kommenden Monaten zu einer rückläufigen Nachfrage nach chinesischen Exporten in Europa führen. (Dow Jones Newswires)

Bank of Japan lässt Leitzins unverändert bei 0,10 Prozent

Die Bank of Japan (BoJ) hat am Montag bei einer außerplanmäßigen Ratssitzung beschlossen, den Leitzins unverändert bei 0,10 Prozent zu belassen. Zugleich wurde eine Dollar-Liquiditätslinie mit der amerikanische Notenbank wieder eingeführt, um die Verspannungen an Finanzmärkten, die wegen der Schuldenkrise in Europa entstanden waren, zu lösen. Das Abkommen mit der Federal Reserve bleibe bis zum 31. Januar 2001 in Kraft, hieß es. Auch mit anderen Notenbank, darunter die Bank of England, die Europäische Zentralbank, die Schweizerische Nationalbank und die Bank of Canada wurden solche Dollar-Liquiditätslinie wieder eingeführt. (Dow Jones Newswires)

Amerikanische Aufsichtsbehörde bestellt Börsenbetreiber zu Sondertreffen

Nach dem drastischen Kursrutsch des amerikanische Leitindex Dow Jones in der vergangenen Woche hat die amerikanische Aufsichtsbehörde SEC die Chefs der größten Börsenbetreiber zu einer Krisensitzung einbestellt. Eine mit den Untersuchungen zu dem Markteinbruch vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, bei dem Treffen gehe es um die Frage, ob zusätzliche Schwellen im Handelssystem nötig seien, um plötzliche Abstürze von Einzelwerten zu stoppen. Stattfinden soll das Zusammenkommen demnach am Montag um 16.00 Uhr (MESZ). Teilnehmen würden unter anderen NYSE Euronext-Chef Duncan Niederauer und Nasdaq OMX Group-Chef Robert Greifeld. Sie sollten auch bei den für Dienstag zu diesem Vorfall angesetzten Anhörungen im Kongress Stellung beziehen, hieß es weiter. Der Dow-Jones-Index war am Donnerstag binnen kurzer Zeit um zeitweise 1000 Punkte abgerutscht. Wie dies an den wegen der griechischen Schuldenkrise mehr als nervösen Märkten geschehen konnte, wird derzeit geprüft. (Reuters)

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