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Medienschau : EZB lehnt griechische Anleihen nur bei einhelligem Rating ab

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Nach Regierungsplänen könnte die Solar-Förderung in Italien gekürzt werden, doch diese dementiert. Fitch gibt Rumänien eine bessere Bonitätsnote. Jeder zehnte Versicherer scheitert in europäischem Stresstest und ACS will bei Hochtief weiter zukaufen.

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          Unternehmensnachrichten

          Verwirrung über Solar-Kürzungen in Italien

          In Italien herrscht Verwirrung über mögliche Kürzungen von Subventionen für die Solarbranche. Auf die Energiekonzerne könnten Kürzungen von 30 Prozent zukommen, geht aus dem Sparplan der Regierung hervor, der Reuters am Montag vorlag. Allerdings dementierten sowohl das Umwelt- wie das Industrieministerium eine Billigung derartiger Einschnitte durch das Kabinett. In der endgültigen Version des Plans gebe es keine Kürzungen bei den Anreizen für Erneuerbare Energien, teilte Industrieminister Paolo Romani mit. (Reuters)

          Fitch stuft Bonität Rumäniens hoch

          Die Ratingagentur Fitch hat Rumäniens Sparkurs honoriert und die Kreditwürdigkeit des Landes hochgestuft. Die Bonitätsnote sei um eine Stufe auf „BBB-“ von „BB+“ angehoben worden, erklärte die Agentur am Montag. Die Regierung in Bukarest sei beim Schuldenabbau auf dem richtigen Weg. Dadurch habe sich die Ausfallwahrscheinlichkeit rumänischer Anleihen verringert. Rumänien habe die Finanzkrise überwunden, und die Wirtschaft wachse wieder. Auch das Haushaltsdefizit werde abgebaut.

          Rumänien hatte in der Krise die Beamtengehälter um ein Viertel gekürzt, die Umsatzsteuer um fünf Prozentpunkte angehoben sowie eine Arbeitsmarkt- und Rentenreform durchgesetzt. Experten rechnen für dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von zwei Prozent. Nach der Hochstufung stieg die Landeswährung Leu zum Euro auf ein Drei-Wochen-Hoch. (Reuters)

          Jeder zehnte Versicherer scheitert in europäischem Stresstest

          Die europäischen Versicherer sind den Ergebnissen eines Stresstests zufolge überwiegend gut auf mögliche Finanz- und Wirtschaftskrisen vorbereitet. Wie die europäische Aufsichtsbehörde EIOPA für die Versicherungsbranche am Montag in Frankfurt mitteilte, fielen bei den verschiedenen Tests jedoch bis zu 10 Prozent der teilnehmenden Institute durch. Gut 90 Prozent der Versicherer zeigten sich dagegen im Krisenfall robust. Anders als bei den bereits im vergangenen Jahr durchgeführten Stresstests wurden diesmal bereits die erst ab 2013 geltenden Kapitalerfordernisse unter Solvency II zugrunde gelegt.

          In dem Test wurden drei verschiedene Szenarien mit wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen simuliert: ein Basis-Szenario, ein adverses Szenario und ein Inflationsschock. Unter dem adversen Szenario erfüllten 13 Versicherer (10 Prozent der Teilnehmer) nicht mehr die nötigen Kapitalerfordernisse. Am Inflations-Szenario scheiterten 10 Versicherer (8 Prozent der Teilnehmer).

          Neben den drei Szenarios untersuchte die EIOPA auch eine Staatsanleihenkrise. Zugrunde gelegt wurde ein „Schock bei den Staatsanleiherenditen“, so etwa ein Rendite-Anstieg bei griechischen Staatsanleihen um 255 Basispunkte (Bp), bei irischen um 258 Bp, bei portugiesischen Papieren um 246 Bp und bei spanischen um 165 Bp. Hier erreichten sechs Versicherer (5 Prozent der Teilnehmer) nicht mehr die Kapitalerfordernisse unter Solvency II. (Dow Jones)

          ACS will bei Hochtief weiter zukaufen

          Die Actividades de Construcción y Servicios SA (ACS) will weitere Anteile am Essener Baukonzern Hochtief kaufen. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pflichtmitteilung hervorgeht, beabsichtigt der Großaktionär den Erwerb weiterer Aktien in den kommenden 12 Monaten. Damit soll die Beteiligung „auf etwas mehr“ als 50 Prozent der Stimmrechte erhöht werden, und zwar ohne Berücksichtigung des von Hochtief selbst gehaltenen Anteils eigener Aktien.

          Wie ACS weiter mitteilte, behält sich der spanische Konzern vor, im Falle günstiger Marktbedingungen weitere Stimmrechte an Hochtief zu kaufen.

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