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Medienschau : Experten warnen vor Lieferengpässen im Aufschwung

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Gute Nachrichten fast überall: Lyondell-Basell erhält ein Übernahmeangebot, Solon hat wohl Chancen auf eine Bürgschaft, Thailands und Mexikos Wirtschaft wachsen. Die Zukunft von Sky-Chef Williams ist ungewiss und Japan Airlines will um einen Notkredit bitten.

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          Unternehmen

          Cadbury sorgt für wilde Spekulationen

          Im Poker um den britischen Süßwarenhersteller Cadbury überschlagen sich die Ereignisse und Spekulationen. Der amerikanische Schokoladenkonzern Hershey wolle 17 Milliarden Dollar für Cadbury bieten und damit mehr als die konkurrierende Kraft Foods, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Wochenende der Zeitung „Wall Street Journal“. Zudem wolle Hershey ihre Offerte mit einem größeren Baranteil ausstatten als Kraft.

          Der Hershey Trust stehe hinter dem Plan. In der Vergangenheit hatte dieser Übernahmepläne durchkreuzt, da er befürchtete, an Einfluss zu verlieren. Die Stiftung stoße beim Hershey-Management jedoch noch auf Widerstand, sagte eine Person, die mit den Überlegungen des Hershey Trust vertraut ist.

          Vorstandschef West hat auch mit dem italienischen Süßwarenhersteller Ferrero über ein mögliches gemeinsames Gebot für Cadbury gesprochen. Doch bei den Verhandlungen seien keine Fortschritte erzielt worden

          Am Sonntag meldete dann die die Nachrichtenagentur Bloomberg, auch der schweizerische Lebensmittelkonzern Nestle habe Interesse signalisiert. Der „Sunday Telegraph“ schrieb, Cadbury würde ein Zusammengehen mit Hershey einer Fusion mit Kraft vorziehen. (Dow Jones)

          Microsoft und News Corp prüfen Internet-Bündnis

          Der Softwarekonzern Microsoft und die Mediengruppe News Corp verhandeln Kreisen zufolge über ein Internet-Bündnis. Dabei gehe es unter anderem darum, dass News Corp dafür bezahlt werde, dass es seine Nachrichtenseiten im Internet von den Google-Seiten entferne, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag. Die von News Corp initiierten Gespräche befänden sich noch in einem frühen Stadium.

          Der „Financial Times“ zufolge hat Microsoft auch mit anderen Internet-Verlegern über ein Entfernen ihrer Seiten von Google verhandelt. Der Softwarekonzern hat mit seiner neuen Suchmaschine Bing in diesem Jahr zur Aufholjagd auf den Marktführer
          Google angesetzt. (Reuters)

          Lyondell-Basell erhält Übernahmeangebot von indischem Reliance-Konzern

          Der indische Energiekonzerns Reliance will den insolventen amerikanisch-niederländischen Chemieriesen Lyondell-Basell retten. Die Inder hätten ein unverbindliches Bar-Angebot zur Übernahme der Mehrheit abgegeben, teilte Lyondell-Basell am Samstag in Houston mit. Damit habe das Unternehmen nun eine Alternative zu den ursprünglichen Sanierungsplänen, um das Insolvenzverfahren (Chapter 11) wieder zu verlassen. Details der Offerte wurden nicht bekanntgegeben.

          Reliance hatte zuletzt angekündigt, sich weltweit nach Wachstumsmöglichkeiten umzuschauen. Die indischen Zeitung „Economic Times“ hatte zuvor berichtet, das Unternehmen bereite eine sechs Milliarden Dollar schwere Übernahme im Ausland vor.
          Lyondell-Basell hatte Anfang Januar Gläubigerschutz beantragt. Das Unternehmen litt unter einem enormen Schuldenberg von rund 25 Milliarden Dollar.

          Entstanden waren die Verbindlichkeiten Experten zufolge durch die größtenteils kreditfinanzierte Fusion der niederländischen Basell-Gruppe und des amerikanischen Wettbewerbers Lyondell mit Sitz in Houston (Texas). Zusätzlich zum Schuldenberg machte dem Unternehmen die wirtschaftliche Talfahrt besonders auch in der Autobranche zu schaffen. Das Unternehmen zählt zu den weltgrößten Petrochemie-Konzernen und stellt unter anderem Kunststoffe her. (dpa-AFX)

          Solon mit Chancen auf Bürgschaft

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