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Medienschau : Europäisches Nutzfahrzeuggeschäft bleibt schwach

  • Aktualisiert am

Milliardenverlust bei Hypo Real Estate, Oracle erfüllt die Erwartungen, LBBW fährt wieder Milliardenverlust ein, VW will 4,1 Milliarden Euro einsammeln, Wacker Neuson will keine Dividende zahlen, Hawesko hebt Dividende an, Koenig & Bauer will auch 2010 Gewinn schreiben, SKW Stahl-Metallurgie will in die Gewinnzone zurück, Medigene verbrennt weiter Geld - wechselt Finanzvorstand, Telekom will angeblich Milliarden Amerika investieren, Südkoreas Wirtschaft wächst nur langsam, Europäisches Nutzfahrzeuggeschäft bleibt schwach, Frankreich: Verbrauchervertrauen trübt sich ein, Japans Verbraucherpreise gesunken, Insee senkt französische Wachstumsprognose

          10 Min.

          Unternehmen

          Milliardenverlust bei Hypo Real Estate

          Der verstaatlichte Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 2,2 Milliarden Euro angehäuft. Unter anderem habe die weitere Vorsorge für den möglichen Ausfall von Krediten das Ergebnis belastet, teilte das Unternehmen am Freitag nach dem überraschenden Rücktritt von HRE- Vorstandschef Axel Wieandt in München mit. Auch Zahlungen an den Bund von insgesamt 229 Millionen Euro für die finanzielle Unterstützung des Konzerns drückten auf den Ertrag. Im Jahr 2008, in dem der Konzern mit staatlicher Hilfe knapp vor der Pleite bewahrt wurde, war der Verlust mit fast 5,5 Milliarden Euro aber mehr als doppelt so hoch. Am Donnerstag hatte HRE-Chef Wieandt überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Seine Nachfolgerin Manuela Better, die die HRE übergangsweise leitet, sieht den Konzern auf einem guten Weg. Es sei gelungen, die HRE zu stabilisieren und die Verluste zu reduzieren. Im laufenden Jahr würden vor allem die Kosten für die Einrichtung einer Abwicklungsanstalt (Bad Bank) das Ergebnis belasten. „So lange über Umfang und Ausgestaltung der geplanten Abwicklungsanstalt nicht entschieden ist, müssen wir weiter davon ausgehen, dass der Konzern nicht vor dem Jahr 2012 in die Gewinnzone zurückkehren kann.“ (dpa-AFX)

          Oracle erfüllt im dritten Quartal Erwartungen der Analysten

          Der amerikanische Softwarekonzern Oracle hat trotz eines um 17 Prozent höheren Umsatzes im dritten Quartal einen Rückgang des Nettogewinns verzeichnet, die Erwartungen der Analysten allerdings erfüllt. Das Nettoergebnis sank nach Angaben der Gesellschaft aus Redwood City vom späten Donnerstag vor allem wegen höherer Betriebs- und Neuordnungskosten um 11 Prozent. Für die drei Monate per Ende Februar meldete die Oracle Corp einen Nettogewinn von 1,19 Milliarden oder 0,23 Dollar je Aktie nach 1,33 Milliarden oder 0,26 Dollar je Anteil im Jahr zuvor. Vor Sonderposten sei allerdings wie am Markt erwartet ein Gewinnanstieg erreicht worden, und zwar auf 0,38 (0,35) Dollar je Aktie. Umgesetzt wurden 6,4 Milliarden Dollar. Währungsbereinigt belief sich der Erlösanstieg auf 12 Prozent. Die Umsatzzunahme war zum Teil der Einbeziehung der Sun Microsystems Inc zu verdanken. Die Übernahme im Volumen von 7,4 Milliarden Dollar hatte Oracle Ende Januar abgeschlossen. Die Lizenzeinnahmen von Oracle, die als Stimmungsbarometer für die Softwarebranche gelten, legten um 13 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar zu. Das Unternehmen habe dem deutschen Wettbewerber SAP wieder einen „großen Brocken“ Marktanteil abgejagt, sagte CEO Larry Ellison. Für das vierte Quartal rechnet Oracle mit einem Gewinn je Aktie vor Sonderposten von 0,52 bis 0,56 Dollar. Die Einnahmen sollen um 35 Prozent bis 40 Prozent zulegen. (Dow Jones Newswires)

          LBBW fährt wieder Milliardenverlust ein

          Die angeschlagene Landesbank LBBW hat im vergangenen Jahr einen Milliardenverlust eingefahren. Mit 1,48 Milliarden Euro sei das Minus nicht so groß ausgefallen wie 2008, als das Institut einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro gemacht hatte, teilte die LBBW am Freitagmorgen in Stuttgart mit. Das Ergebnis liege auch im Rahmen des von Brüssel angeordneten genehmigten Restrukturierungsplans. Neben den Kosten für den Umbau belasteten auch eine hohe Kreditvorsorge und weitere Abschreibungen. Die LBBW hatte sich in der Finanzkrise massiv verspekuliert und musste von ihren Eignern - Land, Sparkassen und Stadt Stuttgart - mit Milliarden gestützt werden. Die EU-Kommission billigte die Hilfen. Im Gegenzug muss die Landesbank ihre Rechtsform in eine Aktiengesellschaft ändern, sich auf das Kerngeschäft konzentrieren und einen scharfen Sparkurs fahren. (dpa)

          VW will 4,1 Milliarden Euro frisches Kapital einsammeln

          Die Kapitalerhöhung von Volkswagen wird die größte in Deutschland seit Jahren. Am späten Donnerstagabend legte Europas größter Automobilhersteller den Bezugspreis auf 65 Euro je Aktie fest. Zur Finanzierung der Porsche-Übernahme und zur Absicherung der Kreditratings sammelt der Dax-Konzern damit rund 4,1 Milliarden Euro frisches Geld am Kapitalmarkt ein. Sämtliche neuen, stimmrechtslosen Vorzugsaktien wurden nach Unternehmensangaben im Rahmen der Vorabplatzierung platziert. 27,2 Prozent der Zuteilung an die institutionellen Anleger stünden jedoch unter dem Vorbehalt, dass jene Aktionäre, die ihre Bezugsrechte nicht an die Globalen Koordinatoren abgetreten hatten, nicht noch davon Gebrauch machen. Die Bezugsfrist für die neuen Aktien wurde für den Zeitraum zwischen dem 31. März und dem 13. April festgelegt. (Dow Jones Newswires)

          Wacker Neuson will keine Dividende für 2009 zahlen

          Angesichts des ersten Jahresverlusts in der Unternehmensgeschichte will die Wacker Neuson SE für 2009 keine Dividende zahlen. Auch wegen der noch unsicheren Marktentwicklung 2010 werde der Hauptversammlung ein entsprechender Vorschlag unterbreitet, teilte das Münchener Unternehmen in der Nacht zum Freitag mit. Für 2008 hatte der Baumaschinenhersteller noch 0,19 Euro je Aktie gezahlt. Über die genaue Höhe des bereits angekündigten Jahresverlusts 2009 schwieg sich Wacker Neuson weiterhin aus. Die Gründe für den Jahresverlust waren vor allem die Verluste im ersten Quartal 2009 und die im vierten Quartal vorgenommene Abschreibung, vornehmlich auf den Firmenwert des Neuson Kramer Teilkonzerns. Ferner teilte Wacker Neuson mit, Hans Neunteufel sei weiterhin Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft. Die in den Auseinandersetzungen über diese Frage zum Ausdruck gekommenen Streitigkeiten seien einvernehmlich beigelegt worden. Neunteufel war zwischenzeitlich von seinem Amt im Kontrollgremium abberufen worden, hatte sich gerichtlich aber erfolgreich per einstweiliger Verfügung dagegen gewehrt. Ihren Jahresfinanzbericht will Wacker Neuson mit dem Konzernabschluss am 26. März 2010 veröffentlichen. (Dow Jones Newswires)

          Hawesko hebt Dividende um 12,5 Prozent an

          Die Weinhandelsgruppe Hawesko Holding wird voraussichtlich die Dividende von Euro 1,20 im Vorjahr auf Euro 1,35 pro Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 erhöhen. In seiner gestrigen Sitzung hat sich der Aufsichtsrat des Unternehmens einem entsprechenden Vorschlag des Vorstands angeschlossen, über den die Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Juni 2010 abstimmen wird. Die vorgeschlagene Erhöhung der Dividende entspricht einem Zuwachs von 12,5 Prozent: Insgesamt sollen Euro 11,9 Millionen aus dem steuerlichen Einlagekonto an die Aktionäre ausgeschüttet werden (Vorjahr: Euro 10,6 Millionen), für die meisten Privatanleger bleibt die Ausschüttung zudem steuerfrei. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 geprüft, beraten und gebilligt; der Jahresabschluss wurde damit festgestellt. Wie bereits mitgeteilt, blieb der Konzernumsatz 2009 (1. Januar bis 31. Dezember) trotz Finanzkrise mit Euro 338,5 Millionen auf dem Vorjahresniveau (Euro 338,8 Millionen). Der endgültige Konzernabschluss weist das Betriebsergebnis (Ebit) mit Euro 22,4 Millionen (Vorjahr: Euro 25,5 Millionen) aus. Damit wurde das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern und Minderheitsanteilen beträgt 2009 Euro 13,1 Millionen oder. Euro 1,48 pro Aktie; bereinigt um einen Einmalaufwand im Finanzergebnis hätte er das Vorjahresniveau (Euro 14,6 Millionen oder. Euro 1,67 pro Aktie) erreicht. Die Konzernbilanzsumme beträgt Euro 173,6 Millionen, die Eigenkapitalquote ist auf 47 Prozent gestiegen (Vorjahr: Euro 170,1 Millionen oder. 45 Prozent). Der Free-Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen und gezahlter Zinsen) verzeichnet 2009 eine Steigerung auf Euro 20,8 Millionen (Vorjahr: Euro 17,5 Millionen), den bisher höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. (Ad-hoc)

          Koenig & Bauer will auch 2010 Gewinn schreiben

          Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer will auch in diesem Jahr schwarze Zahlen schreiben. Das Ziel sei es, trotz des schwierigen Branchen- und Wirtschaftsumfelds sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis auf Konzernebene zu steigern, sagte Helge Hansen, Vorstandsvorsitzender des SDax-Konzerns, am Freitag. „Dabei unterstellen wir, dass der Markt mitspielt und es angesichts des labilen Umfelds nicht wieder zu neuen Rückschlägen kommt.“ Eine genauere Prognose werde es erst im weiteren Jahresverlauf geben, sagte der Manager. 2009 sind die Augsburger im Gegensatz zu den Konkurrenten Heidelberger Druckmaschinen und MAN-Roland aus der Verlustzone gekommen und schrieben auf allen Ertragsebenen schwarze Zahlen. Dabei half vor allem ein striktes Sparprogramm. Aufgrund der anhaltenden Investitionsflaute müssen die Aktionäre allerdings wie auch im Vorjahr auf eine Dividende verzichten. (Dow Jones Newswires)

          SKW Stahl-Metallurgie will wieder in die Gewinnzone zurück

          Der Spezialchemiekonzern SKW Stahl-Metallurgie erwartet nach dem Verlustjahr 2009 für 2010 und 2011 wieder ein profitables Wachstum. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wies der SDax-Konzern am Freitag wegen der weltweiten Rezession und des massiven Nachfrageeinbruchs der Stahlindustrie einen Umsatzrückgang auf 220,6 (377,8) Millionen Euro aus. Das Ebitda fiel unter anderem wegen Sonderbelastungen in Höhe von 9,9 Millionen Euro auf minus 0,5 Millionen Euro, nachdem SKW im Vorjahr noch 26 Millionen Euro verdient hatte. Bereinigt um Sonderaufwendungen berichtete das Unternehmen ein Ebitda von 9,4 (32,3) Millionen Euro. Der Konzernfehlbetrag lag 2009 bei 5,1 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG einen Jahresgewinn von 9,9 Millionen Euro erzielt. Aufgrund des Fehlbetrags und der 2010 geplanten Investitionen will der Konzern für 2009 keine Dividende zahlen. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich SKW Metallurgie aber wieder optimistisch. Der bisherige Geschäftsverlauf des ersten Quartals sei „sehr erfreulich“ gewesen, hieß es von dem Unternehmen. Angesichts einer für 2010 erwarteten stark anziehenden Stahlkonjunktur, signifikanter Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Neuerwerbung Tecnosulfur in Brasilien sowie des Wegfalls außerordentlicher Sondereinflüsse sollen Konzernumsatz und Ebitda 2010 „deutlich zulegen“. Beim Ebitda rechnet das Unternehmen mit Sitz in Unterneukirchen mit einem Ergebnis von „mindestens“ 20 Millionen Euro und dann auch wieder mit einer Zahlung einer „angemessenen“ Dividende. Für 2008 hatte SKW eine Dividende von 0,50 Euro ausgeschüttet. Im laufenden Jahr erwartet der Konzern die Fertigstellung seines Kalziumsilizium- und Fülldrahtwerkes in Bhutan sowie seines Fülldrahtwerkes in Russland. „Diese neuen Werke in Wachstumsmärkten verstärken auch für 2011 die Hoffnung auf ein erfolgreiches Wachstumsjahr“, so SKW Metallurgie weiter und bekräftigt die Zielvorgabe für das kommende Jahr. Der Umsatz soll 360 Millionen Euro erreichen und die operative Ebitda-Marge 9 Prozent. (Dow Jones Newswires)

          Medigene verbrennt weiter Geld

          Das Biotechnologie-Unternehmen Medigene hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei den Forschungskosten den Rotstift angesetzt und den Verlust weiter gesenkt. Der Nettoverlust sei nach 30,8 Millionen Euro im Vorjahr nun auf 22,0 Millionen Euro gesunken, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Freitag mit. Der Umsatz stagnierte mit 39,5 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (VJ: 39,6). Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) reduzierte sich auf 18,8 Millionen Euro. Im Vorjahr stand noch ein Minus von 24,6 Millionen Euro in der Bilanz. 2010 geht Medigene von wachsenden Umsätzen aus und plant den Abschluss einer oder mehrere Partnerschaften, die das Ergebnis des laufenden Jahres voraussichtlich stark beeinflussen werden. „Unser Hauptziel für 2010 ist die Verpartnerung von EndoTag-1 in Europa und den Vereinigten Staaten , um diesen Medikamentenkandidaten zügig weiterzuentwickeln“, wird Unternehmenschef Frank Mathias in der Mitteilung zitiert. Das Krebsmittel EndoTag-1 befindet sich derzeit noch in der Entwicklung.(dpa-AFX)

          Medigene wechselt Finanzvorstand

          Beim Biotechnologie-Unternehmen Medigene gibt es einen Wechsel im Vorstand. Finanzvorstand Thomas Klaue werde das Unternehmen aufgrund unterschiedlicher strategischer Auffassungen im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat im Mai verlassen, teilte die im TecDax notierte Gesellschaft am Freitag mit. Klaue werde nach der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 sein Mandat niederlegen. Sein Vertrag laufe im Juni 2010 aus. Zu seinem Nachfolger werde mit Arnd Christ ein Finanzexperte zum Chief Financial Officer (CFO) bestellt, der auf langjährige Erfahrung in der Biotech- und Pharmaindustrie zurückblicken könne, teilte Medigene weiter mit. Ernst-Ludwig Winnacker, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft danke Klaue für seinen Einsatz und seine Verdienste, die er für Medigene in den vergangenen drei Jahren erbracht habe.(dpa-AFX)

          Telekom will angeblich Milliarden in Amerika investieren

          Die Deutsche Telekom will ihr schwächelndes amerikanische Geschäft mit milliardenschweren Investitionen wieder in die Spur bringen. „Um die Chancen im mobilen Internetgeschäft nutzen zu können, werden wir in den nächsten Jahren in den Vereinigten Staaten weiter signifikant investieren - wir sehen große Umsatzchancen beim mobilen Internet, die diese Investitionen rechtfertigen“, sagte Telekom-Chef Rene Obermann der „Financial Times Deutschland“ (Freitagausgabe). 2010 lägen die Investitionen bei rund drei Milliarden Dollar, mit denen die Netze ausgebaut werden sollen. Die amerikanische Tochter T-Mobile hat in vergangenen Jahren Boden auf die amerikanische Rivalen wie AT&T verloren. (Reuters)


          Wirtschaftsnachrichten

          Europäisches Nutzfahrzeuggeschäft bleibt im Februar schwach

          Der europäische Nutzfahrzeugmarkt hat sich auch im Februar weiter rückläufig entwickelt. Die Neuzulassungen sanken im zweiten Monat des Jahres um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 121.510 Stück, wie der Verband der europäischen Automobilhersteller ACEA am Freitag in Brüssel mitteilte. Schwach blieb das Geschäft mit schweren Lastwagen, das noch einmal um über 31 Prozent nachgab. Bei den Transportern gab es erstmals seit April 2008 wieder einen leichten Zuwachs. Aufwärts ging es im Vergleich zum ebenfalls schwachen Vorjahresmonat unter anderem in den Ländern Spanien, Portugal und Italien. Der deutsche Markt ging im Februar im gleichen Maße wie in ganz Europa zurück. Die Neuzulassungen lagen in Deutschland bei 16.411 Lastwagen, Transportern und Bussen. (dpa-AFX)

          Frankreich: Verbrauchervertrauen trübt sich überraschend ein

          In Frankreich hat sich das Verbrauchervertrauen im März überraschend eingetrübt. Der entsprechende Indikator sei von minus 33 Punkten im Vormonat auf minus 34 Punkte gesunken, teilte die Statistikbehörde Insee am Freitag in Paris mit. Ökonomen hatten hingegen im Schnitt mit einem leichten Anstieg auf minus 32 Punkte gerechnet.

          Südkoreas Wirtschaft wächst im vierten Quartal nur langsam

          Die südkoreanische Wirtschaft hat im vierten Quartal 2009 ein nur langsames Wachstum verzeichnet. Wie die Bank of Korea (BoK) am Freitag mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die erste Schätzung wurde damit bestätigt. Im dritten Quartal war die viertgrößte Volkswirtschaft in Asien noch um 3,2 Prozent expandiert. Binnen Jahresfrist wuchs das BIP im vierten Quartal um 6,0 Prozent, nachdem im dritten Jahresviertel ein Plus von 1,0 Prozent verzeichnet worden war. Auch hier wurde die vorläufige Schätzung bestätigt. Für das Gesamtjahr 2009 wies die BoK ein BIP-Wachstum von 0,2 Prozent aus. Für 2008 wurde das Wachstum auf 2,3 Prozent leicht nach oben revidiert; zunächst war ein Plus von 2,2 Prozent gemeldet worden. Für das laufende Quartal rechnet die BoK mit einer Beschleunigung des Wachstums. Die jüngsten Indikatoren wiesen zwar auf eine Verlangsamung der Erholung, doch die Zahlen für das erste Quartal 2010 würden nicht schlechter ausfallen als an den Märkten erwartet, erklärte der Chefstatistiker der BoK. (Dow Jones Newswires)

          Japans Verbraucherpreise auch im Februar gesunken

          Die Lebenshaltungskosten für die japanischen Verbraucher sind im Februar den zwölften Monat in Folge gesunken. Die Verbraucherpreise gingen in der Kernberechnung um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, wie das Statistikbüro der Regierung am Freitag berichtete. Volkswirte hatten ein Minus von 1,1 Prozent erwartet. Im Januar waren die Preise in der Kernberechnung um 1,3 Prozent gefallen. Die Bank of Japan (BoJ) achtet für die Bestimmung ihrer Geldpolitik besonders auf die Kernrate. Der Gesamtindex der Verbraucherpreise in Japan sank im Februar auf Jahressicht um 1,1 Prozent. Die Daten zeigten nach Ansicht von Beobachtern, dass die Deflation in Japan unvermindert anhält. Der anhaltende Rückgang der Verbraucherpreise laste auf der Wirtschaft und könnte die beginnende Erholung der Konjunktur abwürgen, sagten Experten. Damit könnte die BoJ, die ihre Geldpolitik bereits gelockert hat, zu weiteren Schritten gezwungen sein. Auf Basis vorläufiger Berechnungen teilte die Statistikbehörde zudem mit, dass die Verbraucherpreise im Großraum Tokio im März in der Kernrate um 1,8 Prozent niedriger lagen als im Vorjahresmonat. Volkswirte hatten ein Minus von 1,7 Prozent prognostiziert. Im Februar war der Index in der Kernrate im Großraum Tokio um 1,8 Prozent gefallen. Die Daten aus Tokio, die einen Monat Vorlaufzeit vor den nationalen Zahlen haben, werden als Indikator für die künftige Entwicklung angesehen. (Dow Jones Newswires)

          Insee senkt französische Wachstumsprognose für erstes Quartal

          Die französische Wirtschaft wird nach Einschätzung der nationalen Statistikbehörde Insee im ersten Halbjahr 2010 nicht so stark wachsen wie bislang angenommen. Für das erste Quartal rechnet Insee nun nur noch mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Zuvor war eine Zuwachsrate von 0,4 Prozent prognostiziert worden. Im zweiten Vierteljahr wird weiterhin ein BIP-Plus von 0,3 Prozent erwartet. Im Schlussquartal 2009 war die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone kräftig um 0,6 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Die Statistikbehörde begründete die erwartete Abschwächung mit einer voraussichtlichen Stagnation des privaten Konsums, der bislang als Hauptwachstumstreiber für die Wirtschaft gewirkt hat. (Dow Jones Newswires)

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