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Medienschau : Eurogruppe will bei Umschuldung Griechenlands Kreditereignis ausschließen

  • Aktualisiert am

Dell verzeichnet einen Gewinnsprung, Takeda übernimmt Nycomed, Delphi bereitet seine Börsengang vor, die Deutsche Bank präzisiert ihr Gewinnziel für 2012 und 2013 und die amerikanische Notenbank will jährliche Stresstests für Banken.

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          Unternehmensnachrichten

          Dell verzeichnet Gewinnsprung

          Der Computerkonzern Dell ist in sein neues Geschäftsjahr mit einem Gewinnsprung gestartet. Der texanische PC-Hersteller verdiente in dem Ende April abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal 945 Millionen Dollar. Das war ein Plus von 177 Prozent im Jahresvergleich. Der Umsatz legte um ein Prozent auf gut 15 Milliarden Dollar zu, wie Dell am Dienstag nach amerikanischen Börsenschluss mitteilte. Der Konzern erklärte den Gewinnschub unter anderem mit einem lukrativeren Produkt-Portfolio und gutem Kosten-Management. Schon im Quartal davor hatte Dell den Gewinn fast verdreifacht. (dpa-AFX)

          Takeda übernimmt Nycomed

          Japans größter Pharmakonzern Takeda steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor der Übernahme des Schweizer Arzneimittelherstellers Nycomed. Das Unternehmen wolle noch am Mittwoch mitteilen, dass es den Rivalen für eine Billion Yen (rund 8,6 Milliarden Euro) kaufen werde, schrieb die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“. Dies wäre die zweitgrößte Auslandsübernahme eines japanischen Unternehmens. Reuters hatte zuletzt von eingeweihten Personen erfahren, dass die Verhandlungen zwischen beiden Unternehmen in der Endphase seien und Takeda bereits an japanische Banken zur Finanzierung einer Übernahme herangetreten sei. Ein Sprecher von Takeda wollte sich zu dem Zeitungsbericht nicht äußern. (Reuters)

          Delphi bereitet Börsengang vor

          Zwei Jahre nach seiner Insolvenz arbeitet der einst größte amerikanische Autozulieferer Delphi mit Hochdruck an einem Börsengang. Im Raum stehe eine Erstnotiz noch im dritten Quartal, hieß es in mit den Plänen vertrauten Kreisen am Dienstag. Wie viele Anteile plaziert würden, sei noch nicht entschieden. Insgesamt dürfte Delphi aber mit rund zehn Milliarden Dollar bewertet werden, sagte ein Eingeweihter. (Reuters)

          Deutsche Bank präzisiert Gewinnziel für 2012 und 2013

          Die Deutsche Bank hat ihre Gewinnprognose für die kommenden Jahre präzisiert. Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann hält ein operatives Vorsteuerergebnis von 11 Milliarden bis 12 Milliarden Euro in zwei bis drei Jahren für möglich, so Analysten, die bei einem Treffen mit dem Manager anwesend waren. Zudem hat Ackermann das Ziel eines Vorsteuergewinns von 10 Milliarden Euro bekräftigt. (FAZ)

          Wirtschaftsnachrichten

          Amerikanische Notenbank will jährliche Stresstests für Banken

          Die Federal Reserve will einem Pressebericht zufolge die amerikanischen Banken jährlichen Stresstests unterziehen und für den Fall, dass Institute durch die Prüfung fallen, die Auszahlung von Dividenden untersagen. Ein Entwurf für die neue Regel solle demnächst vom Rat der amerikanischen Notenbank verabschiedet werden und innerhalb von einigen Wochen zur öffentlichen Diskussion gestellt werden, berichtet die „Financial Times“ (FT) unter Berufung auf Bankmanager am Mittwoch in ihrer Internetausgabe. Hochrangige Mitarbeiter der Banken hätten begonnen, den Vorschlag mit Vertretern der amerikanischen Notenbank zu diskutieren. (Dow Jones)

          Eurogruppe will bei Umschuldung Griechenlands Kreditereignis ausschließen

          Eine mögliche „sanfte Umschuldung“ Griechenlands soll auf keinen Fall ein so genanntes „Kreditereignis“ auslösen. Das haben die Finanzminister der Eurozone bei ihrem Treffen am Montagabend vereinbart, berichtet die „Financial Times Deutschland“ (FTD - Mittwochausgabe). Bei einem „credit event“, etwa einer Restrukturierung von Schulden oder einem Moratorium bei der Rückzahlung, werden Credit Default Swaps (Kreditversicherungen) auf die Anleihen fällig.

          Diskutiert werde, dass Griechenland laufende Staatsanleihen in Anleihen mit längerer Laufzeit umtausche, hieß es. Um das für die Anleger attraktiv zu machen, könnten die neuen Anleihen einen Vorrang gegenüber den alten Anleihen erhalten. Falls es später doch noch zu einem Zahlungsausfall kommt, wären diese Anleihen sicherer als die alten.

          Griechenland lehnt nach den Worten von Ministerpräsident Giorgos Papandreou eine Umschuldung weiter ab. Seine Regierung sowie europäische Institutionen und andere Mitglieder der Eurogruppe seien der Meinung, dass die Kosten einer Restrukturierung den potentiellen Nutzen bei weitem übertreffen würden. (Dow Jones, Reuters)

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