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Medienschau : Euro-Rettungsschirm-Chef: Eurozone hält

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Einige Unions-Länder drohen mit einem Nein zur Brennelementesteuer. In den Vereinigten Staaten gibt es die erste Festnahme im Zuge der Insiderhandel-Ermittlungen. Der Madoff-Treuhänder will Milliarden von der UBS und anderen Banken.

          Unternehmensnachrichten

          Unions-Länder drohen mit Nein zur Brennelementesteuer

          Mehrere unionsregierte Bundesländer wollen einem Zeitungsbericht zufolge der Einführung einer Brennelementesteuer nicht zustimmen. Kurz vor der Sitzung des Bundesrates zu den Atomgesetzen forderten die Länder vom Bund einen dreistelligen Millionenbetrag als Kompensation für befürchtete Einnahmeausfälle, berichtet die „Frankfurter Rundschau“ (FR - Donnerstagausgabe). (Dow Jones)

          Erste Festnahme in Vereinigten Staaten bei großen Insiderhandel-Ermittlungen

          Bei den Ermittlungen gegen amerikanische Börsenhändler und Finanzmanager wegen Insiderhandels hat es die erste Festnahme gegeben. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ nahmen Fahnder einen Manager eines kalifornischen Unternehmens in Gewahrsam. Bei dem Mann handele es sich um den Chef eines sogenannten „Experten-Netzwerkes“, das relevante Hinweise über Firmen verbotenerweise an Hedgefonds verkauft haben soll.

          Nach den rund dreijährigen Ermittlungen könnte es Medienberichten zufolge in Kürze zu zahlreichen Anklagen gegen Finanzfirmen und -manager in verschiedenen Teilen der Vereinigten Staaten kommen. (dpa-AFX)

          Britische Großbanken schließen Pakt zur Bonus-Begrenzung

          Britische Großbanken arbeiten einem Zeitungsbericht zufolge an einem gemeinsamen Plan, um die Bonuszahlungen in diesem Jahr zu begrenzen und die Kreditvergabe an kleine Unternehmen 2011 zu fördern. Die „Times“ berichtet in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf einen Insider, dass sich die Führungsgremien von Barclays, HSBC, Standard Chartered und Royal Bank of Scotland in der vergangenen Woche getroffen hätten. Die Kredithäuser strebten an, vor Weihnachten eine gemeinsame Pressemitteilung zu veröffentlichen. Sie böten darin an, die Höhe der Boni insgesamt zu beschneiden. Das Vorhaben sei mit der britischen Finanzaufsicht FSA abgestimmt. (Reuters)

          Madoff-Treuhänder will Milliarden von UBS und anderen Banken

          Der Insolvenz-Verwalter des amerikanischen Finanzbetrügers Bernard Madoff überzieht die schweizerische Großbank UBS und weitere Geldinstitute mit Milliardenklagen. Der zum Treuhänder bestellte Irving Picard habe mehrere Finanzunternehmen auf Schadenersatz verklagt, meldete die Fachagentur Bloomberg am Mittwoch. Seiner Einschätzung nach treffe sie eine erhebliche Mitschuld an dem Megabetrug des einstiegen Wall-Street-Moguls.

          Die von Picard beschuldigten Banken hätten manche Fonds von Madoff bewusst legal erscheinen lassen, sich selbst aber gegen jegliche Haftung geschützt. Nur weil die Banken das Treiben geduldet hätten, habe der Betrug sein gewaltiges Ausmaß erreichen können, heißt es der Agentur zufolge in der Klageschrift, die bereits am Dienstag bei einem New Yorker Insolvenzgericht eingegangen sei.

          Die UBS wies in einer Stellungnahme die Verantwortung gegenüber den Geschädigten zurück. Für die Anschuldigungen gebe es keinerlei Grundlage.(dpa)

          Sportwettenmonopol nur bei Suchtbekämpfung zulässig

          Das staatliche Sportwettenmonopol darf in Deutschland nur weiterbestehen, wenn es ausschließlich die Bekämpfung von Spielsucht zum Ziel hat. Diese Regelung muss auch für andere Arten des Glücksspiels gelten, wie das Bundesverwaltungsgericht am Mittwochabend in Leipzig entschied. Nur dann sei das Monopol mit europäischem Recht vereinbar. Ob in Deutschland die verschiedenen Glücksspielarten unterschiedlich behandelt werden, muss jetzt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof prüfen. Dorthin verwiesen die Leipziger Richter zwei der drei Klagen von privaten Wettbüro-Betreibern zurück. Die dritte Klage wurde abgewiesen.

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