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Medienschau : Euro-Länder besorgt über Haushaltsklemme Griechenlands

  • Aktualisiert am

EADS könnte angeblich aus dem A400M aussteigen, dementiert aber. Daimler zieht die C-Klasse-Produktion aus Sindelfingen ab. Siemens einigt sich mit von Pierer, Pfleiderer sich mit den Banken und die Optionenbörse CBOE erwägt einen Börsengang.

          Unternehmen

          Daimler zieht C-Klasse-Produktion aus Sindelfingen ab

          Der Autobauer Daimler verlagert einen Teil der Produktion von Mercedes-Benz in die Vereinigten Staaten. Auch im Bremer Werk wird die Produktion der Mercedes-Benz C-Klasse ab dem Jahr 2014 aufgestockt, wie Daimler am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Das Werk Sindelfingen werde künftig keine C-Klasse-Modelle mehr bauen, sondern erhalte im Gegenzug den Luxus-Roadster SL aus dem Werk Bremen.

          Die Beschäftigten in Sindelfingen, dem größten Pkw-Werk des Konzerns, hatten in den vergangenen Tagen für den Erhalt von rund 5000 Arbeitsplätzen demonstriert, deren Bestand im Zuge der seit Monaten diskutierten Verlagerung der Montage der C-Klasse nach Gewerkschaftsangaben auf dem Spiel stand. Die Beschäftigung der Sindelfinger Mitarbeiter aus der C-Klasse-Produktion könne durch die Produktionsverlagerung des Mercedes-Benz SL und andere Maßnahmen erhalten werden, teilte Daimler mit. (Reuters)

          Optionenbörse CBOE erwägt Börsengang bis Mai 2010

          Die Optionenbörse Chicago Board Options Exchange (CBOE) zieht einen Börsengang in Betracht. Dieser könnte bis Mai 2010 stattfinden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Börse würde nach Beilegung eines Rechtsstreits mit 5 Milliarden Dollar bewertet, hieß es weiter. Die CBOE ist die größte amerikanischen Optionsbörse gemessen am Handelsvolumen und eine der letzten Börsen, bei denen die Mitglieder die Anteilseigner sind. Das Board des CBOE wolle das weitere Vorgehen auf einer Sitzung am 10. Dezember erörtern, hieß es ferner.

          Die CBOE hatte am späten Montag dieser Woche angekündigt, 4,2 Milliarden Dollar zu zahlen, um mehrere Rechtsstreitigkeiten in einem vierjährigen Verfahren im Zusammenhang mit Eigentumsrechten beizulegen. Diese Beilegung ermöglicht es der CBOE nun, die Eigentümerstruktur zu ändern und einen Börsengang oder eine Fusion anzustreben. (Dow Jones)

          Spekulationen um Ausstieg aus A400M

          Der europäische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern EADS droht Medienberichten zufolge Deutschland und anderen Bestellerländern mit einem Stopp des verzögerten Militärtransportflugzeugs A400M. EADS dementierte die Meldungen umgehend. „Über einen möglichen Ausstieg ist mir nichts bekannt“, sagte ein Sprecher des Konzerns am Dienstag. Die „Wirtschaftswoche“ berichtete unter Berufung auf Rüstungskreise, dass die EADS-Tochter Airbus den Druck auf die Bundesregierung bezüglich finanzieller Konzessionen erhöht und Airbus-Chef Tom Enders mit der Einstellung des Projektes gedroht habe.

          „Enders hat zu verstehen gegeben, dass er ohne ein Entgegenkommen im Wert von mindestens fünf Milliarden Euro das Projekt kippen wird und den Regierungen die bereits gezahlten Gelder in Höhe von sechs Milliarden zurückzahlt“, zitierte das Magazin aus den Kreisen. Andernfalls binde das A400M-Programm zu viele Ressourcen und schränke die Handlungsfähigkeit des Flugzeugbauers bei der neuen A350 und dem Nachfolgemodell der A320 zu sehr ein.

          Neben der „Wirtschaftswoche“ bezog sich auch „Focus Online“ auf ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers, dem zufolge die Kosten für das Projekt deutlich höher ausfielen als geplant. Zudem sei die Einstellung des Projekts billiger als das Flugzeug ohne finanzielle Zugeständnisse der Auftraggeber weiterzubauen. (Reuters)

          Siemens einigt sich überraschend mit Pierer

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