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Medienschau : EU zweifelt an Gesundheit der Commerzbank

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Wacker Chemie erwartet 2009 einen Gewinnrückgang, ebenso wie Adobe. Lanxess erreichte 2008 seine Ziele, Phoenix Solar erzielte ein Rekordergebnis. Der Gewinn von Baloise-Gewinn schrumpft, Graphit Kropfmühl streicht die Dividende und die Finanzkrise drückt die Hypovereinsbank tief in die roten Zahlen. Japans Zentralbank belässt den Leitzins bei 0,1 Prozent.

          11 Min.

          Unternehmen

          EU zweifelt an Gesundheit der Commerzbank

          Bundesregierung und EU-Kommission streiten einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge erneut über die Bedingungen des Staatseinstiegs bei der Commerzbank. Nach Informationen hat die Brüsseler Wettbewerbsaufsicht - im Gegensatz zur Bundesregierung - Zweifel, ob die Bank „grundsätzlich gesund“ ist. Von dieser Bewertung hänge ab, ob die Commerzbank einen Umstrukturierungsplan einreichen und mit Auflagen der EU-Kommission rechnen muss.

          Der endgültige Staatseinstieg bei der Commerzbank verzögert sich der „FTD“ zufolge auch aus einem anderen Grund: So plane die Bundesregierung, auf der Hauptversammlung der Commerzbank am 15. Mai die ordentliche Zustimmung der Aktionäre einzuholen. Dafür benötigte der Bund die Zustimmung von dreiviertel der Aktionäre. Der Grund für diesen Schritt ist nach „FTD“-Informationen die Furcht vor Klagen. (dpa-AFX)

          Wacker Chemie erwartet 2009 Rückgang von Umsatz und Ergebnis

          Der Chemiekonzern Wacker Chemie stellt sich nach dem Rekordjahr 2008 für 2009 auf einen Abschwung ein. Aus heutiger Sicht würden im laufenden Geschäftsjahr sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis die Vorjahreswerte nicht erreichen. Wie stark der Rückgang ausfallen werde, könne noch nicht genau prognostiziert werden. Wacker reagierte bereits auf den Nachfrageeinbruch im vierten Quartal 2008 mit Maßnahmen wie Kurzarbeit und Kosteneinsparungen.

          Die Dividende für 2008 kürzten die Münchener auf 1,80 Euro je Aktie. Ein Jahr zuvor hatte Wacker eine Dividende von 2,25 Euro und eine Bonuszahlung von 0,75 Euro je Aktie an seine Aktionäre ausgeschüttet.

          Trotz des schwachen vierten Quartals schloss Wacker Chemie das Gesamtjahr 2008 mit Rekorden ab und erfüllte damit die eigenen Prognosen. Der Umsatz kletterte 2008 den Angaben zufolge nach vorläufigen Zahlen um 14 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Das Ebitda betrug 1,06 (1,00) Milliarden Euro. (dpa)

          Lanxess erfüllt 2008 trotz Krise selbst gesteckte Ziele und Erwartungen

          Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat trotz des Konjunktureinbruchs Ende 2008 seine Ziele im vergangenen Jahr erfüllt. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereinflüssen sei um 0,3 Prozent auf 721 Millionen Euro geklettert, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Mittwoch in Düsseldorf mit. Der Umsatz sank leicht auf 6,576 (6,61) Milliarden Euro.

          Währungs- und portfoliobereinigt ergab sich ein Plus von 5,9 Prozent. Unter dem Strich kletterte der Gewinn dank eines starken ersten Halbjahrs auf 171 (112) Millionen Euro. Im vierten Quartal sorgte die Krise aber für einen Verlust von 41 Millionen Euro. Der Konzern übertraf damit gleichwohl die Ertragserwartungen der Experten. (dpa-AFX)

          Phoenix Solar mit Rekordergebnis

          Das Photovoltaik-Unternehmen Phoenix Solar hat im vergangenen Jahr trotz der Wirtschaftskrise ein Rekordergebnis erzielt. Der Umsatz stieg um 55 Prozent auf 402 Millionen Euro, wie die Gesellschaft am Mittwoch in Sulzemoos (Bayern) mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 393,27 Millionen Euro gerechnet.

          Das operative Ergebnis stieg um 52 Prozent auf 33,8 Millionen Euro und lag damit über den Schätzungen der Experten von 32,69 Millionen Euro. Der Überschuss wuchs den vorläufigen Zahlen zufolge um 63 Prozent auf 23,7 Millionen Euro, erwartet wurden 23,4 Millionen.

          Das Unternehmen hatte bereits in der vergangenen Woche eine Dividendenerhöhung um 10 auf 30 Cent je Aktie angekündigt. Laut Prognose vom Januar soll der Umsatz in diesem Jahr auf 520 Millionen Euro steigen. Das operative Ergebnis soll auf 31 Millionen Euro sinken. Bis 2013 peilt das Unternehmen einen Erlös von 1,5 Milliarden Euro an. (dpa-AFX)

          Heidelberg-Cement streicht Dividende zusammen

          Der hochverschuldete Baustoffkonzern Heidelberg-Cement will seine Dividende zusammenstreichen. Der Hauptversammlung solle eine Ausschüttung für das abgelaufene Jahr von 0,12 Euro je Anteilsschein vorgeschlagen werden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Heidelberg mit. 2007 hatten die Aktionäre noch 1,30 Euro erhalten. Im diesem Jahr hatte Heidelberg-Cement den britischen Konkurrenten Hanson übernommen und sich dabei hoch verschuldet.

          Die Übernahme belastet auch den Jahresabschluss 2008. Wegen Sondereinflüssen von rund 400 Millionen Euro sei der Überschuss von 2,02 auf 1,81 Milliarden Euro gefallen, ließ das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen wissen. Das operative Ergebnis verbesserte sich indes von 1,85 auf 2,15 Milliarden Euro, der Umsatz von 10,86 auf 14,187 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

          Wertberichtigungen lassen Baloise-Gewinn einbrechen

          Beim Schweizer Versicherer Baloise hat die Finanzkrise im Jahr 2008 mit nahezu einer Milliarde Franken Abschreibungen tiefe Spuren hinterlassen. Der Reingewinn hat sich auf 387 Millionen Franken (252 Millionen Euro) mehr als halbiert. Das Unternehmen verdiente damit weniger als von Analysten erwartet, die im Schnitt mit 419 Millionen Franken Gewinn gerechnet hatten.

          Baloise bestätigte am Mittwoch seine mittelfristigen Ertragsziele und lanciert ein Programm, das bis 2012 nachhaltig um 200 Millionen Franken zum Reingewinn beitragen soll. Dazu gehört auch, dass in Deutschland 230 Vollzeitstellen oder 13 Prozent des Personals gestrichen werden.

          Baloise bekam 2008 zu spüren, dass der Konzern eine der höchsten Aktienquoten in der Branche fuhr, und musste 925 Millionen Franken Wertberichtigungen auf seinen Anlagen vornehmen. Im Laufe des Jahres wurde die Aktienquote auf 7,4 Prozent
          zurückgefahren von 13,1 Prozent Ende 2007. (Reuters)

          Komatsu - Geschäfte in Europa laufen unerwartet schlecht

          Die Geschäfte des weltweit zweitgrößten Baumaschinenherstellers Komatsu laufen in Europa schlechter als erwartet. Die Nachfrage dort sei ebenso wie in den Vereinigten Staaten zwischen Januar und März schneller gesunken als gedacht, sagte Firmenchef Kunio Noja am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Nachfrage in China sei indes solide und deutlich stärker als erwartet. Ingesamt gehe der japanische Konzern für 2009/2010 weltweit von einem Rückgang der Nachfrage um 20 Prozent aus. (Reuters)

          Graphit Kropfmühl streicht trotz Gewinnsprungs Dividende

          Die bayerische Graphit Kropfmühl (GK) lässt ihre Aktionäre trotz eines Gewinnschubs 2008 leer ausgehen. Der Gewinn des Spezialmetallherstellers stieg nach Angaben vom Mittwoch um rund 84 Prozent auf 3,5 Millionen Euro, der Umsatz um rund neun Prozent auf 90,5 Millionen Euro. „Es muss das Ziel aller Gesellschafter sein, das Eigenkapital der Gesellschaft weiter zu stärken. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die durch das wirtschaftliche Umfeld geprägte unsichere Geschäftsentwicklung 2009“, teilte GK mit.

          Im laufenden Jahr würden sowohl Umsatz als auch Gewinn schrumpfen, ergänzte der Konzern. Als Reaktion auf die Krise reduziert GK Kapazitäten, streicht Stellen und stutzt die Investitionen auf das „absolut notwendiges Maß“ zurück. GK gehört zu rund 80 Prozent der niederländischen AMG. (Reuters)

          SGL macht Gewinnsprung

          Der Grafitspezialist SGL hat das vergangene Jahr mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. Der Betriebsgewinn (Ebit) erhöhte sich binnen Jahresfrist um gut 18 Prozent auf 305,8 Millionen Euro, wie das Wiesbadener Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Damit traf der Konzern die Erwartungen der Analysten punktgenau. SGL setzte 1,61 Milliarden Euro um, ein Plus von mehr als 17 Prozent.

          Für das laufende Jahr geht der Vorstand von einem Rückgang bei Umsatz und Betriebsgewinn aus. Die Mittelfristziele bleiben aber unverändert: Demnach wird ein organisches jährliches Umsatzwachstum von fünf bis zehn Prozent und eine Umsatzrendite von über zwölf Prozent erwartet. (Reuters)

          Finanzkrise drückt Hypovereinsbank tief in die roten Zahlen

          Die weltweite Finanzkrise hat tiefe Spuren in der Bilanz der Münchner Hypovereinsbank (HVB) hinterlassen. 2008 sei ein Verlust von 671 Millionen Euro angefallen nach einem Gewinn von zwei Milliarden im Jahr zuvor, teilte die Tochter der italienischen Großbank Unicredit am Mittwoch mit. Hauptproblem, wie bei anderen Banken auch, war das Investmentbanking. In der wichtigsten HVB-Sparte betrug das Minus 2008 zwei Milliarden Euro, allein im Schlussquartal waren es
          1,18 Milliarden.

          Mit ihrem Ergebnis hat sich die HVB im Vergleich zu vielen anderen Banken, die mit Milliardenverlusten oder gar um die Existenz kämpfen, aber noch halbwegs wacker geschlagen. Die Kernkapitalquote lag Ende 2008 bei im Branchenvergleich hohen 14,3 Prozent. Dies spricht dafür, dass die Münchner auch künftig ohne staatliche Hilfen durch die Krise kommen.

          Im vierten Quartal, als die Auswirkungen der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers Banken rund um den Globus in Mitleidenschaft zogen, summierte sich der HVB-Verlust im Handel auf 1,1 Milliarden Euro. Immer stärker wirkt sich auch die Rezession aus. Die Risikovorsorge für faule Kredite stieg im Gesamtjahr um 42 Prozent auf 760 Millionen Euro. (Reuters)

          Übernahme von chinesischem Safthersteller durch Coca-Cola abgelehnt

          Chinas Behörden haben die Übernahme des führenden chinesischen Saftproduzenten Huiyuan durch den weltweit größten Getränkehersteller Coca-Cola abgelehnt. Es werde ein negativer Einfluss auf den Wettbewerb befürchtet, teilte das Handelsministerium in Peking laut Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch mit. Mit 2,4 Milliarden amerikanischen Dollar (heute 1,84 Milliarden Euro) wäre es die bisher größte Übernahme eines chinesischen Unternehmens durch einen ausländischen Konzern geworden. Das Angebot von Coca-Cola lag deutlich über dem Aktienpreis von Huiyuan in Hongkong. Nach eigenen Angaben hatte der amerikanischen Getränkehersteller schon die feste Zusage der drei größten Teilhaber mit 66 Prozent der Aktien, darunter mit einem Anteil von 23 Prozent auch die französische Danone Gruppe. (dpa)

          Cewe Color schließt Umbau ab

          Der Fotoentwickler Cewe Color schließt seinen Umbau früher ab als geplant. Ein Standort in Paris werde bereits im Mai dichtgemacht, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Es sei nun davon auszugehen, dass sich das operative Ergebnis der französischen Betriebe im Gesamtjahr deutlich verbessere. Auch in Tschechien fällt ein Standort weg.

          Die Kosten für den Umbau werden im laufenden Geschäftsjahr maximal zehn Millionen Euro betragen. 2010 sollen keine Sonderaufwendungen mehr anfallen. Seit 2005 hatte der Umbau den Gewinn um jährlich über zehn Millionen Euro geschmälert. Arne Rautenberg, Analyst der DZ Bank, erklärte dazu: „Das sind gute Nachrichten vor dem Hintergrund, dass Cewe eine lange und teure Restrukturierung durchgemacht hat, um von der analogen auf die digitale Fotoentwicklung umzustellen.“ (Reuters)

          Bund verlängert Garantien für Hypo Real Estate

          Die Bundesregierung hat ihre Garantien für den angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) teilweise erneuert. Die Garantie für eine Schuldverschreibung in Höhe von 15 Milliarden Euro wurde bis Ende 2009 verlängert, wie das Institut am Dienstag mitteilte. (AFP)

          Aareal Bank begibt Milliardenanleihe unter staatlichem Schutzschirm

          Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat erstmals frisches Geld unter dem staatlichen Schutzschirm aufgenommen. Das Institut habe den Garantierahmen des Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) genutzt und eine Anleihe über 2 Milliarden Euro erfolgreich plaziert, teilte die Aareal Bank am Dienstag in Frankfurt mit. Das drei Jahre laufende und mit 2,625 Prozent verzinste Papier war mehr als doppelt überzeichnet. Gut die Hälfte der Anleihen sind von ausländischen Anlegern gekauft worden. Die Aareal Bank war trotz schwarzer Zahlen 2008 vorsorglich unter den Bankenschirm der Bundesregierung schlüpfen wird. Der SoFFin gewährt dem Institut eine Stille Einlage in Höhe von 525 Millionen Euro sowie einen Garantierahmen für neue Emissionen im Volumen von bis zu 4 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

          Unicredit erwägt Staatshilfe

          Der italienische Finanzkonzern Unicredit flüchtet sich in die Arme des Staates. Das Board habe das Management autorisiert, die Inanspruchnahme von Staatshilfen in Höhe von bis zu vier Milliarden Euro zu prüfen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Kapitalhilfen sollten in Österreich und Italien sowie bei Privatinvestoren eingesammelt werden. (Reuters)

          Lear schließt Pleite nicht mehr aus

          In den Vereinigten Staaten hat ein weiterer Autozulieferer schwere finanzielle Probleme eingeräumt. Die Lear Corp erklärte am Dienstag in einer Pflichtmitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC, sie könne eine Pleite nicht mehr ausschließen. Der Hersteller von Fahrzeugelektronik leidet unter dem Produktionseinbruch bei den Autobauern General Motors und Ford. Gleichzeitig teilte die Gesellschaft eine Einigung mit ihren Gläubigern mit und sprach von einer „starken Liquiditätsposition“. (Reuters)

          Adobe rechnet mit Gewinnrückgang

          Der Software-Anbieter Adobe rechnet wegen einer schwachen Nachfrage mit einem Gewinnrückgang im zweiten Quartal. Im laufenden Vierteljahr werde ein bereinigter Gewinn von 31 bis 38 Cent je Aktie bei einem Umsatz von 675 bis 725 Millionen Dollar erwartet. Mit seiner Prognose entsprach das Unternehmen den Markterwartungen. Die Aktien des Microsoft- und Apple-Konkurrenten legten nachbörslich rund zwei Prozent zu.

          Der Hersteller von Programmen wie Acrobat, Photoshop und Flash hat damit zu kämpfen, dass Kunden sich wegen der Wirtschaftsflaute seltener neue Updates ihrer Programme kaufen. Im ersten Quartal, das am 27. Februar endete, belief sich der bereinigte Gewinn auf 45 Cent je Aktie, der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 786 Millionen Dollar. (Reuters)

          Caterpillar bestätigt Abbau von weiteren 2500 Arbeitsplätzen

          Der amerikanische Baumaschinenhersteller Caterpillar hat den Abbau weiterer Arbeitsplätze bestätigt. Wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte, sollen knapp 2500 Stellen gestrichen werden. Ein Herstellungswerk in Georgia werde wegen der derzeit schwachen Nachfrage geschlossen. Zuvor hatte die Zeitung „Chicago Tribune“ über einen weiteren Arbeitsplatzabbau berichtet.

          Erst Ende Januar hatte der Baumaschinenhersteller den Abbau von rund 20.000 Stellen angekündigt. 2009 werde ein sehr schwieriges Jahr für die Weltwirtschaft, hatte es von Caterpillar seinerzeit geheißen. (Dow Jones)

          Beijing Automotive Industry will Teile von Delphi kaufen

          Der chinesische Autobauer Beijing Automotive Industry will einer Zeitung zufolge Teile der ehemaligen GM-Tochter Delphi kaufen. Der Daimler -Partner gehöre zu einem Konsortium, das von der chinesischen Regierung unterstützt werde, berichtete der „21th Century Business Herald“ am Mittwoch unter Berufung auf namentlich nicht genannte Kreise. Von Interesse seien Bereiche wie die Bremsensparte, die nicht zum Delphi-Kerngeschäft gehörten. Ein Beijing-Auto-Sprecher nahm zu dem Bericht nicht Stellung. Delphi arbeitet seit 2005 unter Gläubigerschutz. (Reuters)

          Pfizer will mit Anleihen im Volumen von 13,5 Milliarden Dollar begeben

          Der amerikanische Pharmakonzern Pfizer will mit der Ausgabe mehrere Anleihen 13,5 Milliarden Dollar zur teilweisen Finanzierung der 68 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Konkurrenten Wyeth einsammeln. Die fünf Bonds, die noch am Dienstag begeben werden sollen, haben nach Aussagen mit der Situation vertrauter Personen eine Laufzeit von zwei bis 30 Jahren und ein Einzelvolumen von 1,25 Milliarden bis 3,5 Milliarden Dollar. (Dow Jones)

          Merkel will laxere EU-Regeln für Telekom

          Die deutsche Bundesregierung knüpft ihre Zustimmung zum EU-Konjunkturpaket einem Zeitungsbericht zufolge an laxere Wettbewerbsregeln für die Deutsche Telekom. Bundeskanzlerin Angela Merkel wolle die Verhandlungen über die Konjunkturhilfen nutzen, um Vorteile für die Telekom beim schnellen Internet herauszuschlagen, berichtete die „Financial Times Deutschland“ (Mittwochsausgabe) vorab unter Berufung auf hochrangige EU-Diplomaten.

          Dem Bericht zufolge soll der Ex-Monopolist mehr Möglichkeiten erhalten, den Zugang zum Breitbandinternet ohne Preisregulierung mit den Konkurrenten auszuhandeln. So könnte die Telekom einzelne Rivalen am Investitionsrisiko beteiligen - etwa über Langfristverträge und Mindestabnahmemengen, schrieb das Blatt. (Reuters)

          Wirtschaft

          Japans Zentralbank belässt Leitzins bei 0,1 Prozent

          Die japanische Zentralbank hat den Leitzins unverändert bei 0,l Prozent belassen. Zugleich stockt sie ihre monatlichen Aufkäufe von langfristigen Regierungsanleihen von 1,4 auf 1,8 Billionen Yen (14 Milliarden Euro) auf, um den Geldmarkt mit Liquidität zu versorgen und einen Anstieg langfristiger Zinsen zu verhindern. Die BoJ erwägt ferner, den Geschäftsbanken des Landes durch Übernahme nachrangiger Schuldverschreibungen im Umfang von einer Billion Yen (rund acht Milliarden Euro) unter die Arme zu greifen. (dpa)

          Weltbank senkt Wachstumsprognose für China auf 6,5 Prozent

          Die Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für China in diesem Jahr von 7,5 auf 6,5 Prozent gesenkt. Ursache sei der Rückgang der Exporte und Investitionen, berichtete die Weltbank am Mittwoch in Peking in ihrem vierteljährlichen Bericht. Doch bleibe die drittgrößte Volkswirtschaft ein „Lichtblick“ in einer sonst düsteren globalen Wirtschaftslage, sagte der Weltbankdirektor in China, David Dollar. Der Abschwung in China werde wahrscheinlich auch wenig Auswirkungen auf die soziale Stabilität haben.

          Indem sich China von Exporten abwende und die heimische Nachfrage ankurbele, lege das Land auch die Grundlage für ein nachhaltigeres Wachstum in der Zukunft, sagte Dollar. Es gebe auch noch reichlich Raum für weitere Konjunkturmaßnahmen. So könnten noch mehr Finanzmittel in das Gesundheitswesen, die Bildung und soziale Programme fließen, hieß es in dem Bericht. Chinas Banken seien von der globalen Finanzkrise „weitgehend ungeschoren“ davongekommen.

          2008 war Chinas Wirtschaft nur noch um neun Prozent gewachsen. Chinas Regierung gibt als Ziel für dieses Jahr acht Prozent vor, auch wenn es schwierig zu erreichen sei. Einige ausländische Experten sagen dagegen nur fünf Prozent Wachstum vorher. (dpa)

          Rumänien will Hilfspaket von rund 20 Milliarden Euro

          Das wegen der Wirtschaftskrise finanziell angeschlagene Rumänien hofft auf ein Hilfspaket in Höhe von rund 20 Milliarden Euro. Dabei könnte es sich um Kredite mit einer Laufzeit von zwei Jahren handeln, sagte Präsident Traian Basescu am Dienstag in einem Fernsehinterview. (Reuters)

          Berlusconi sagt Italiens Wirtschaft nach Kritik weitere Hilfen zu

          Nach heftiger Kritik an ihrem Umgang mit der Wirtschaftskrise hat die italienische Regierung neue Hilfen für klein- und mittelständische Unternehmen zugesagt. In den kommenden Tagen solle ein Garantiefonds in Höhe von 1,3 Milliarden Euro aufgelegt werden, sagte die Präsidentin des italienischen Arbeitgeberverbands, Emma Marcegaglia, am Dienstagabend nach einem Treffen mit Regierungschef Silvio Berlusconi. Der Fonds ermögliche den klein- und mittelständischen Unternehmen Zugang zu Krediten in Höhe von 60 bis 70 Milliarden Euro. (AFP)

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