https://www.faz.net/-gv6-6nick

Medienschau : EU zweifelt an Gesundheit der Commerzbank

  • Aktualisiert am

Merkel will laxere EU-Regeln für Telekom

Die deutsche Bundesregierung knüpft ihre Zustimmung zum EU-Konjunkturpaket einem Zeitungsbericht zufolge an laxere Wettbewerbsregeln für die Deutsche Telekom. Bundeskanzlerin Angela Merkel wolle die Verhandlungen über die Konjunkturhilfen nutzen, um Vorteile für die Telekom beim schnellen Internet herauszuschlagen, berichtete die „Financial Times Deutschland“ (Mittwochsausgabe) vorab unter Berufung auf hochrangige EU-Diplomaten.

Dem Bericht zufolge soll der Ex-Monopolist mehr Möglichkeiten erhalten, den Zugang zum Breitbandinternet ohne Preisregulierung mit den Konkurrenten auszuhandeln. So könnte die Telekom einzelne Rivalen am Investitionsrisiko beteiligen - etwa über Langfristverträge und Mindestabnahmemengen, schrieb das Blatt. (Reuters)

Wirtschaft

Japans Zentralbank belässt Leitzins bei 0,1 Prozent

Die japanische Zentralbank hat den Leitzins unverändert bei 0,l Prozent belassen. Zugleich stockt sie ihre monatlichen Aufkäufe von langfristigen Regierungsanleihen von 1,4 auf 1,8 Billionen Yen (14 Milliarden Euro) auf, um den Geldmarkt mit Liquidität zu versorgen und einen Anstieg langfristiger Zinsen zu verhindern. Die BoJ erwägt ferner, den Geschäftsbanken des Landes durch Übernahme nachrangiger Schuldverschreibungen im Umfang von einer Billion Yen (rund acht Milliarden Euro) unter die Arme zu greifen. (dpa)

Weltbank senkt Wachstumsprognose für China auf 6,5 Prozent

Die Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für China in diesem Jahr von 7,5 auf 6,5 Prozent gesenkt. Ursache sei der Rückgang der Exporte und Investitionen, berichtete die Weltbank am Mittwoch in Peking in ihrem vierteljährlichen Bericht. Doch bleibe die drittgrößte Volkswirtschaft ein „Lichtblick“ in einer sonst düsteren globalen Wirtschaftslage, sagte der Weltbankdirektor in China, David Dollar. Der Abschwung in China werde wahrscheinlich auch wenig Auswirkungen auf die soziale Stabilität haben.

Indem sich China von Exporten abwende und die heimische Nachfrage ankurbele, lege das Land auch die Grundlage für ein nachhaltigeres Wachstum in der Zukunft, sagte Dollar. Es gebe auch noch reichlich Raum für weitere Konjunkturmaßnahmen. So könnten noch mehr Finanzmittel in das Gesundheitswesen, die Bildung und soziale Programme fließen, hieß es in dem Bericht. Chinas Banken seien von der globalen Finanzkrise „weitgehend ungeschoren“ davongekommen.

2008 war Chinas Wirtschaft nur noch um neun Prozent gewachsen. Chinas Regierung gibt als Ziel für dieses Jahr acht Prozent vor, auch wenn es schwierig zu erreichen sei. Einige ausländische Experten sagen dagegen nur fünf Prozent Wachstum vorher. (dpa)

Rumänien will Hilfspaket von rund 20 Milliarden Euro

Das wegen der Wirtschaftskrise finanziell angeschlagene Rumänien hofft auf ein Hilfspaket in Höhe von rund 20 Milliarden Euro. Dabei könnte es sich um Kredite mit einer Laufzeit von zwei Jahren handeln, sagte Präsident Traian Basescu am Dienstag in einem Fernsehinterview. (Reuters)

Berlusconi sagt Italiens Wirtschaft nach Kritik weitere Hilfen zu

Nach heftiger Kritik an ihrem Umgang mit der Wirtschaftskrise hat die italienische Regierung neue Hilfen für klein- und mittelständische Unternehmen zugesagt. In den kommenden Tagen solle ein Garantiefonds in Höhe von 1,3 Milliarden Euro aufgelegt werden, sagte die Präsidentin des italienischen Arbeitgeberverbands, Emma Marcegaglia, am Dienstagabend nach einem Treffen mit Regierungschef Silvio Berlusconi. Der Fonds ermögliche den klein- und mittelständischen Unternehmen Zugang zu Krediten in Höhe von 60 bis 70 Milliarden Euro. (AFP)

Weitere Themen

Topmeldungen

Leonardos „Heiliger Hieronymus in der Wildnis” blieb um 1480 unvollendet.

KI im Kunsteinsatz : Großreinemachen

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz wird Shakespeare sortiert und Beethoven vollendet. Werke von Leonardo und Cézanne, Kafka und Musil, Mahler und Musil warten schon. Wohin soll das führen?

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.