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Medienschau : Erfolgreiche Kapitalerhöhung von Rio Tinto

  • Aktualisiert am

Oracle will in Europa angeblich bis zu 1.000 Jobs streichen, Ausblick von LDK Solar belastet Solarwerte, BAIC legt am Freitag neue Offerte für Opel vor, Ölpreise halten sich über 66 Dollar nach kräftigen Vortagsverlusten, IWF vor besserer Prognose für Weltwirtschaft, amerikanische Aufsichtsbehörde schließt drei weitere Banken

          5 Min.

          Unternehmen

          Erfolgreiche Kapitalerhöhung von Rio Tinto

          Der britisch-australische Minenkonzern Rio Tinto hat seine Kapitalerhöhung abgeschlossen und in London 97 sowie in Sydney 97 Prozent der angebotenen Anteile verkauft. Das Unternehmen hatte die Absicht, insgesamt 15,2 Milliarden Dollar zu erlösen, um auf diese Weise die Schulden in Höhe von knapp 40 Milliarden Dollar ohne die Ausgabe von Anleihen oder den Verkauf von weiteren Unternehmensteilen reduzieren zu können. (Bloomberg)

          Ausblick von LDK Solar belastet Solarwerte

          Deutsche Solarwerte und Solarzulieferer wie Q-Cells und Wacker Chemie könnten am Freitag laut Händlern unter Druck geraten. Sie verwiesen darauf, dass der chinesische Solarzulieferer LDK Solar am Vortag enttäuschende Umsätze für das zweite Quartal vorhergesagt hatte. Die in den Vereinigten Staaten gelistete Aktie war daraufhin um über drei Prozent gefallen. „Das sind heute morgen nicht die besten Vorbedingungen für die deutschen Solarwerte“, argwöhnte ein Börsianer. Allerdings hob das chinesische Unternehmen seine Prognose für den Wafer-Absatz im zweiten Geschäftsquartal leicht an. Ein anderer Börsianer ergänzte auch, dass viele Solarwerte im TecDax am Vortag bereits deutliche Verluste hingenommen haben und sich entsprechend auch ein Reaktionspotential bei einigen Werten aufgebaut habe. (dpa-AFX)

          S&P senkt Ausblick für Klöckner & Co

          Klöckner & Co (KlöCo) stehen am Freitag nach Aussagen einer Ratingagentur im Blick. Standard & Poor's (S&P) hatte den Ausblick für den Stahlhändler von „Stable“ auf „Negative“ gesenkt und das mit den kurzfristig weiter schwierigen Handelsbedingungen im Sektor begründet. Auch seien die Chancen auf eine Erholung 2010 ungewiss. Händler sehen die Aussagen als „leicht negativ“ für die Aktie an. (dpa-AFX)

          Oracle will in Europa angeblich bis zu 1000 Jobs streichen

          Der amerikanische Softwarehersteller Oracle will einem Medienbericht zufolge bis zu 1000 Mitarbeiter in Europa entlassen. Hintergrund sei die anhaltende Wirtschaftskrise, die das Ergebnis des SAP-Rivalen belaste, berichtet die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Eine Oracle-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme dazu ab. Der Softwaregigant beschäftigte Ende Mai weltweit rund 86.000 Mitarbeiter. Rund ein Drittel davon arbeitet in den Vereinigten Staaten . Andere Technologieunternehmen wie EMC, Hewlett-Packard, International Business Machines, Intel, Microsoft und SAP haben sich im Zuge der Wirtschaftsflaute bereits von Angestellten getrennt. (Reuters)

          BAIC legt am Freitag neue Offerte für Opel vor

          Der chinesische Autohersteller BAIC will einem Zeitungsbericht zufolge an diesem Freitag eine nachgebesserte, aber unverbindliche Offerte für Opel vorlegen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Bieter erhöhen Druck auf Magna ) berief sich auf Informationen aus Kreisen des Pekinger Konzerns. Zuvor hatte Reuters bereits von einer mit der Situation vertrauten Person erfahren, dass BAIC in den kommenden Tagen ein konkretes Angebot für Opel vorlegen wolle. Eine verbindliche Offerte solle dann bis Mitte Juli folgen. Die besten Aussichten auf einen Zuschlag für die ehemalige GM-Tochter hat Magna. Die Gespräche über einen Opel-Verkauf an den kanadisch-österreichischen Zulieferer sind mit dem Plan vertrauten Kreisen zufolge auf der Zielgeraden. GM will sich aber in dem Bieterprozess vorsorglich eine Hintertür offenlassen. Neben Magna und BAIC hat auch der Finanzinvestor RHJ Einblick in die Opel-Bücher erhalten. (Reuters)

          Wirtschaft

          Ölpreise halten sich über 66 Dollar nach kräftigen Vortagsverlusten

          Nach erneut starken Kurseinbußen am Vortag haben sich die Ölpreise am Freitag über der Marke von 66 Dollar halten können. Ein Barrel (159 Liter) der amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete im frühen Handel 66,79 Dollar und damit sechs Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent sank indes um zehn Cent auf 66,55 Dollar. Am Donnerstag hatten die Ölpreise nach einem enttäuschenden Arbeitsmarktbericht aus den Vereinigten Staaten kräftig um über drei Dollar nachgegeben. Es war der dritte Tag in Folge mit deutlichen Preisrückgängen am Ölmarkt. Nach Zahlen des amerikanischen Arbeitsministeriums sind in den Vereinigten Staaten im Juni wesentlich mehr Stellen als erwartet abgebaut worden. Die Arbeitslosenquote stieg infolgedessen auf ein 26-Jahres-Hoch. Experten deuteten die Zahlen als Indiz für eine anhaltend schwache Ölnachfrage. Die Vereinigten Staaten sind der weltweit größte Ölverbraucher. (dpa-AFX)

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