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Medienschau : EADS mit Gewinnrückgang

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Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hält trotz eines Gewinn- und Auftragseinbruchs an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest. Die Deutsche Börse hat im ersten Quartal unter der Finanzmarktkrise gelitten.

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          Unternehmen

          EADS hält trotz Gewinnrückgang an Jahreszielen fest

          Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hält trotz eines kräftigen Gewinn- und Auftragseinbruchs an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest. Im ersten Jahresviertel sank der Überschuss vor allem wegen Sonderbelastungen durch den Militärtransporter A400M um 40 Prozent auf 170 Millionen Euro, wie EADS am Dienstag in München mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Unternehmenswerte und Einmaleffekten, bei EADS als Ebit definiert, brach um 70 Prozent auf 232 Millionen Euro ein. Der Umsatz gab um 14 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro nach. Der Auftragseingang fiel nur noch ein Viertel so hoch aus wie ein Jahr zuvor. Dennoch stieg der Auftragsbestand um drei Prozent auf 412,6 Milliarden Euro. Für 2009 erwartet EADS dennoch weiterhin einen stabilen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Das Ebit soll weiterhin niedriger liegen als noch 2008, aber dennoch deutlich positiv ausfallen. Allerdings rechnet das Management bei seiner Tochter Airbus nur noch mit bis zu 300 statt bis zu 400 Flugzeugbestellungen. (dpa-AFX)

          Ford will 300 Millionen Stammaktien verkaufen

          Der amerikanischen Autobauer Ford will 300 Millionen Stammaktien verkaufen und mit dem Erlös offene Forderungen der Gewerkschaften für einen Gesundheitsfonds begleichen. Der Konzern rechnet nach Angaben vom Montag zudem damit, von den federführenden Banken Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan und Morgan Stanley eine Option von 30 Tagen zu erhalten, um bis zu 45 Millionen Stammaktien zu kaufen. Im nachbörslichen Handel fielen die Aktien von Ford nach der Ankündigung um 4,6 Prozent auf 5,80 Dollar. Bei dem Marktpreis würden die neuen Anteilsscheine rund 1,7 Milliarden Dollar in die Kassen von Ford spülen. Ford will so Kapital für einen von den Gewerkschaften kontrollierten Gesundheitsfonds auftreiben. Die Hälfte des Kapitals will der zweitgrößte amerikanischen Autobauer in Aktien auszahlen, um das Barvermögen des Konzerns zu schonen. Das Vorhaben bedarf in dieser Woche aber noch der Zustimmung der Anteilseigner. Im Gegensatz zu Chrysler und der Opel-Mutter General Motors hat Ford bisher keine Staatsgelder von der Regierung erhalten. (Reuters)

          Bernanke - Erste Reaktionen auf Banken-Stress-Tests ermutigend

          Der amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke hat sich zuversichtlich über eine Erholung des kriselnden Bankensystems in Amerika gezeigt. Die jüngst durchgeführten Belastungstests bei 19 großen Geldinstituten hätten bereits dabei geholfen, den Banken wieder Zugang zu privatem Kapital zu ermöglichen. „Die ersten Anzeichen sind ermutigend“, sagte Bernanke am Montag. „Wir hoffen, dass wir in zwei oder drei Jahren auf gesunde Banken blicken können, die deutlich weniger auf das Kapital der Regierung angewiesen sind.“ Zuvor hatte sich bereist der Fed-Spitzenbanker Jeffrey Lacker gegen Vorwürfe zur Wehr gesetzt, die Notenbank stehe den Wall-Street-Banken zu nahe und gehe die Finanzkrise nur halbherzig an. Er verwahrte sich gegen Berichte, wonach die Zentralbank den Kapitalbedarf der amerikanischen Banken in den sogenannten Stress-Tests geschönt habe. Die Reaktion der Finanzmärkte zeige, dass die Prüfung als ein verlässlicher Indikator für die vergleichweise gute Verfassung des amerikanischen Bankensystems angesehen werde, sagte Lacker. Mit den Stress-Tests wollte die Fed ermitteln, wie gut die Banken für eine eventuelle Verschärfung der Finanzkrise gewappnet sind. Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, die geprüften amerikanischen Banken hätten den zunächst von der Regierung ermittelten Kapitalbedarf heruntergehandelt. (Reuters)

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