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Medienschau : Die Krise trifft die amerikanischen Fluglinien

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

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          Unternehmen

          Amerikanische Fluglinien erwarten 10 Milliarden Dollar Verlust

          Die großen amerikanischen Fluggesellschaften könnten nach Einschätzung ihres Verbandes aufgrund der explodierenden Treibstoffkosten in diesem Jahr einen Verlust von 10 Milliarden Dollar verbuchen. Das wäre der zweithöchste Fehlbetrag in der Branche seit 2002.

          „Die Konjunktur dieser Nation ist mit der Funktionsfähigkeit ihres Lufttransportsystems verbunden. Wenn es mit den Fluggesellschaften bergab geht, wird die Konjunktur ebenfalls abstürzen“, sagte James May vom amerikanischen Luftfahrtverband Air Transport Association am Dienstag.

          Nach Analystenschätzung dürften sich die Treibstoffkosten für die Fluggesellschaften in diesem Jahr auf mehr als 61 Milliarden Dollar belaufen. May forderte die Politiker auf, schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Fluggesellschaften zu unterstützen.

          Die Airlines suchen derzeit nach Auswegen, um die Krise zu bewältigen. So verlangen sie beispielsweise zusätzliche Gebühren für mehr als zwei Gepäckstücke. Außerdem reduzieren sie ihre Kapazitäten und erhöhen Treibstoffzuschläge. Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis um rund ein Viertel gestiegen. Innerhalb eines Jahres hatte er sich sogar mehr als verdoppelt. (Reuters)

          Northwest legt Flugzeuge still

          Die amerikanische Fluggesellschaft Northwest Airlines will ihre Kapazitäten reduzieren und Personal abbauen, um die steigenden Treibstoffkosten zu kompensieren. Im vierten Quartal werde die Kapazität um 8,5 bis 9,5 Prozent verringert, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die konkreten Auswirkungen auf die Arbeitsplätze seien noch nicht klar.

          Northwest, die vor einer Übernahme durch Delta Air Lines Inc steht, ist die letzte der großen amerikanischen Fluggesellschaften, die ihre Kapazitäten reduziert. Dazu sollen 14 Boeing- und Airbus-Flugzeuge stillgelegt werden. Die DC-9-Flotte wird um 33 Maschinen verringert. (Reuters)

          Finanzspritze für Online-Netzwerk Linked In

          Das Online-Netzwerk Linked In will mit Hilfe einer weiteren Kapitalspritze das Geschäft in Europa kräftig ausbauen. Eine vierte Finanzierungsrunde habe dem Business-Netzwerk 53 Millionen Dollar (34,2 Millionen Euro) in die Kassen gespült, teilte das kalifornische Unternehmen am Mittwoch in London mit. Das sei das größte Investment in der Firmengeschichte von Linked In. Mit dem neuen Kapital wolle das Unternehmen nun in erster Linie die europäischen Expansionspläne realisieren. (dpa)

          KPMG-Prüfer erscheint als Zeuge im Siemens-Prozess

          Im Prozess um den Schmiergeld-Skandal bei Siemens wird heute Vormittag ein Angestellter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG als Zeuge vor dem Landgericht München I erwartet. Er wird vermutlich dazu befragt werden, ob und seit wann den Prüfern Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei dem Elektrokonzern vorlagen und ob sie diese Hinweise entsprechend weitergaben. Die Rolle der Prüfer war seit dem Bekanntwerden der Korruptionsaffäre bei dem Elektrokonzern und auch im Prozessverlauf immer wieder kontrovers im Gespräch gewesen. Bei den Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft auch Büros von KPMG durchsucht. (dpa)

          SMA Solar strebt an die Börse

          Die SMA Solar Technology AG will beim angepeilten Börsengang aus der Kapitalerhöhung brutto mindestens 100 Millionen Euro und bis zu 150 Millionen Euro erlösen. Dabei sollen insgesamt bis zu 4,5 Millionen neue Aktien platziert werden, geht aus dem am Dienstag im Internet veröffentlichten Emissionsprospekt hervor. Außerdem wollen die Alteigentümer bis zu 7 Millionen Aktien aus ihrem Bestand veräußern. Der Streubesitz würde bei einer erfolgreichen Platzierung aller Aktien bei rund 32 Prozent liegen.

          Wie bereits bekannt soll die Notierung im streng regulierten Prime Standard der Deutschen Börse erfolgen. Die Zeichnungsfrist für den Börsengang beginne voraussichtlich frühestens am 23. Juni und soll spätestens am 3. Juli enden. (dpa-AFX)

          Wal-Mart investiert weniger

          Weitere Themen

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