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Medienschau : Devil sagt Börsengang ab

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Auch die BayernLB zieht wohl ihr Interesse an der IKB zurück, Bayer nimmt das Herzmittel Trasylol vom Markt, das EZB-Ratsmitglied Garganas warnt vor Inflationsgefahren im kommenden Jahr und Japans Maschinenbauaufträge befinden sich auf dem niedrigstem Stand seit 3 Jahren und Vivendi erleidet einen Gewinnrückgang, ebenso RWE und Salzgitter. Ersol verfehlt die Markterwartungen, TUI macht höhere Verluste. Auch der Credit Agricole verdient weniger. QSC erhöht die Jahresprognose trotz Verlusten, Colonia Real Estate rutscht deutlich in die Verlustzone, Koenig & Bauer startet auch mit Verlusten.GE plant den Verkauf der Haushaltsgeräte-Sparte, Leighton steigert den Gewinn um 37 Prozent, Bouygues den Umsatz stärker als erwartet und Phoenix Solar das Ergebnis. GfK geht mit einem Gewinnsprung in Fusionsgespräche und Hochtief steigert den Gewinn stärker als erwartet. Wacker Construction verdient mehr, ebenso HHLA, KlöCo und Zurich.

          Unternehmen

          RWE mit Ergebnisrückgang

          Der Versorger RWE hat im ersten Quartal einen Ergebnisrückgang verbucht. Der Betriebsgewinn sank von 2,76 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 2,5 Milliarden Euro, wie der Stromkonzern am Donnerstag in Essen mitteilte. Zu dem Ergebnis trug eine schwächere Entwicklung im Handelsgeschäft bei. Auch aus regulatorischen Gründen niedrigere Netzentgelte drückten auf den Gewinn des Eon-Konkurrenten. Die Erwartungen der Analysten unterbot RWE zum Teil. (dpa-AFX)

          TUI unter dem Strich mit höherem Verlust

          Der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui ist im ersten Quartal wegen Integrationskosten und eines Sondereffekts unter dem Strich tiefer in die roten Zahlen geraten. Der Konzernverlust sei im Vergleich zum Vorjahresquartal von 105,0 auf 278,1 Millionen Euro gestiegen, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag in Hannover mit. Minderheitsanteile Dritter herausgerechnet, wuchs der Verlust von 116,5 auf 166,8 Millionen Euro. Als Ursachen führte das Unternehmen Integrationskosten bei der Tochter Tui Travel in Höhe von 69 Millionen Euro sowie eine Sondereinnahme von 181 Millionen Euro im Vorjahr an, als der Konzern das Containerterminal in Montreal verkauft hatte. (dpa-AFX)

          Ersol verfehlt Markterwartungen

          Die Ersol Solar Energy AG, Erfurt, hat im ersten Quartal 2008 zwar Umsatz und Gewinn gesteigert, mit dem vorgelegten Ergebnis aber unter den Markterwartungen gelegen. Der Umsatz stieg nach Angaben des im TecDax notierten Unternehmens vom Donnerstag auf 52,4 (26,1) Millionen Euro, der Gewinn nach Steuern auf 3,2 (1,5) Millionen Euro. Damit sei das Ergebnis je Aktie auf 0,30 (0,15) Euro gestiegen. Das operative Ergebnis (Ebit) habe im Berichtszeitraum auf 7,7 (4,3) Millionen Euro zugelegt.

          Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Umsatz von 55,2 Millionen Euro und ein Ebit von 9,1 Millionen Euro erwartet. Das Ergebnis je Aktie hatten sie bei 0,46 Euro gesehen. (Dow Jones)

          Hochtief steigert Gewinn stärker als erwartet

          Die Hochtief AG hat im ersten Quartal kräftige Gewinnsteigerungen verbucht, die auch deutlich über den Erwartungen der Analysten lagen. Wie der Essener Baukonzern am Donnerstag mitteilte, kletterte das betriebliche Ergebnis Ebita in der Zeit von Januar bis März um 83 Prozent auf 132 Millionen Euro. Das Vorsteuer-Ergebnis legte in dieser Zeit um 57 Prozent auf 102,3 Millionen Euro zu, der Konzerngewinn nach Anteilen Dritter wurde auf 32,1 (Vorjahr: 9,6) Millionen Euro sogar mehr als verdreifacht.

          Hochtief erklärte den überproportionalen Zuwachs damit, dass die Gewinnzuwächse vor allem in den Konzerntöchtern erzielt wurden, an denen Dritte nicht oder nur in geringem Umfang beteiligt seien. Auch alle anderen wesentlichen Eckdaten verbesserten sich im ersten Quartal kräftig. Nach Angaben von Hochtief kletterte der Auftragseingang um 34 Prozent, im Wesentlichen aufgrund von Großaufträgen aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Die Bauleistung legte 20 Prozent zu. Der Außenumsatz stieg dabei nur um 3 Prozent auf 3,80 Milliarden Euro. (Dow Jones)

          Salzgitter mit rückläufigem Vorsteuergewinn im Quartal

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