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Medienschau : Deutschland: Preisauftrieb verstärkt sich 2010 deutlich

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Intel wächst und verdient gut, Carrefour - Umsatz plus sechs Prozent, Fraport: Passagierzahl plus 8,9 Prozent, Hochtief Aktien locken Investoren, Abu Dhabi hilft Aldar, Kreise - Groupon bereitet Börsengang vor, Lehman-Insolvenzplan verzögert sich, Japans Großhandelspreise plus 1,2 Prozent, EZB/Stark - Inflation über zwei Prozent, USA: Über 1 Million Zwangsversteigerungen, Sparpolitiker wird neuer japanischer Wirtschaftsminister

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          Unternehmensnachrichten

          Intel wächst und verdient gut

          Die Erholung der Computer-Investitionen bei Firmen und Verbrauchern bescheren dem amerikanischen Chipgiganten Intel glänzende Geschäfte. Der Konzern verdiente nach Angaben vom Donnerstag am Jahresende unerwartet viel und zeigte sich zugleich überraschend optimistisch, weil sein brandneuer Mikroprozessor namens Sandy Bridge bei den Kunden gut ankommt. Deshalb legten die Aktien des Konzerns im nachbörslichen Handel 2,5 Prozent zu. Intel-Prozessoren stecken weltweit in rund 80 Prozent aller PCs. Der Konzern mischt jedoch bislang im boomenden Geschäft mit mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet-Computern kaum mit - auf diesem Markt dominiert die britische Firma ARM. Vor einer Woche hatte sich deshalb sogar Microsoft von seinem langjährigen Partner Intel abgewendet und eine umfangreiche Kooperation mit ARM bekanntgegeben. Diese Sorgen rückten jedoch angesichts der guten Geschäftszahlen zunächst in den Hintergrund. Im vierten Quartal verbuchte Intel einen Überschuss von 3,4 Milliarden Dollar - ein Anstieg von 48 Prozent. Damit belief sich der Gewinn je Aktie auf 59 Cent. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit 53 Cent je Anteilsschein gerechnet. Der Umsatz legte um acht Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar zu. Angesichts der anhaltenden Investitionen von Firmen in IT-Ausrüstungen rechnet der Rivale von Advanced Micro Devices (AMD) und Texas Instruments für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem Umsatz von 11,1 bis 11,9 Milliarden Dollar. Die Prognose übertrifft ebenfalls die Markterwartungen von 10,73 Milliarden Dollar. Der Chiphersteller rüstet Computer, Smartphones und zunehmend auch die traditionelle Industrie mit den kleinen elektronischen Schaltzentralen aus. In der Wirtschaftskrise hatten viele große Firmen weniger Geld für eine Modernisierung ihrer Technik ausgegeben. Mittlerweile investieren sie nun wieder verstärkt und verhelfen der Technologiebranche damit zu boomenden Geschäften. (Reuters)

          Carrefour steigert Umsatz um sechs Prozent

          Europas größter Einzelhändler Carrefour hat wie viele seiner Konkurrenten im Weihnachtsgeschäft unter dem starken Schneefall vor allem in Westeuropa gelitten. Der Umsatz ohne die Erlöse aus dem Benzinverkauf sei im vierten Quartal auf vergleichbarer Basis lediglich um 0,3 Prozent auf 25 Milliarden Euro gestiegen, teilte das im EuroStoxx 50 notierte Unternehmen am Donnerstag in Paris mit. Inklusive der Benzinverkäufe, neuer Läden und nach Währungseffekten legte der Umsatz um 5,1 Prozent auf 27,1 Milliarden Euro und damit etwas stärker als von Experten erwartet zu. Im Gesamtjahr 2010 setzte Carrefour 101 Milliarden Euro und damit knapp sechs Prozent mehr als 2009 um. Der operative Gewinn vor Sonderkosten für die Probleme im Brasiliengeschäft habe im vergangenen Jahr rund 3,03 Milliarden Euro betragen und sei damit so hoch ausgefallen wie im Dezember angekündigt. Im Dezember hatte Carrefour die Prognose für den operativen Gewinn wegen Problemen in Brasilien um 130 Millionen Euro auf rund drei Milliarden Euro gesenkt. 2009 hatte der bereinigte operative Gewinn noch bei 2,7 Milliarden Euro gelegen. Mit den wetterbedingten Problemen im Weihnachtsgeschäft ist Carrefour nicht alleine. Am Dienstag hatte Deutschlands größter Einzelhändler Metro enttäuschende Umsatzdaten vorgelegt. Am Donnerstag veröffentlichte der britische Einzelhändler Tesco enttäuschende Daten. Carrefour-Chef Lars Olofsson ist trotz des geringen Umsatzanstiegs dennoch mit dem Jahr 2010 im Großen und Ganzen zufrieden. Die Sparprogramme hätten einen höheren Beitrag geliefert als erwartet; und das Unternehmen sei gut gerüstet, darauf im laufenden Jahr aufzubauen. (dpa-AFX)

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