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Medienschau : Deutschland: Preisauftrieb so hoch wie zuletzt vor zwei Jahren

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Bayer investiert Milliarden in China, Standard Chartered rechnet sich schön, Steinhoff will Conforma übernehmen, ACS bekommt keine Hochtief-Aktien angedient, Kreise - Aktienplatzierung von AIG geplant, Youku.com und Dangdang brillieren bei amerikanischem Börsendebüt, Toyota erhöht Kapazitäten in Thailand und Argentinien, Deutschland: Umsatz im verarbeitenden Gewerbe legt um 4,1 Prozent zu, Japans Wachstum nach oben revidiert, unveränderter Leitzins in Neuseeland und Brasilien, dänische Zentralbank ist skeptisch, Wellink: Euro-Anleihe wäre unfairer Risikotransfer

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          Unternehmensnachrichten

          Bayer investiert in Kunststoffproduktion in China

          Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will seine Kapazitäten zur Produktion hochwertiger Kunststoffe in China bis zum Jahr 2016 erheblich ausbauen. Dazu seien am Standort Shanghai Investitionen von rund einer Milliarde Euro geplant, teilte Bayer am Donnerstag in Leverkusen mit. „Die Erweiterung unserer Kapazitäten in China ist ein wichtiger Schritt, um unsere Präsenz in den Schwellenländern deutlich auszubauen“, sagte Konzernchef Marijn Dekkers. Bis 2015 solle der Konzernumsatz in Greater China auf etwa fünf Milliarden Euro steigern. Das Geschäft mit Kunststoffen (MaterialScience) solle gut die Hälfte beitragen. 2009 setzten die Leverkusener dort 2,1 Milliarden Euro um, davon entfielen 1,2 Milliarden Euro auf MaterialScience. Mit den Investitionen lege Bayer den Fokus noch stärker auf den asiatisch-pazifischen Raum, in dem ein anhaltendes Wachstum der Abnehmerbranchen zu erwarten sei. So sollen die Kapazitäten für den Polyurethan-Rohstoff MDI auf eine Million Jahrestonnen und für den Hochleistungskunststoff Polycarbonat auf 500.000 Jahrestonnen mehr als verdoppelt werden. Außerdem sei vorgesehen, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten dort deutlich zu stärken. Zudem werde die Hauptverwaltung des Geschäftsbereichs Polycarbonates vom Stammsitz in Leverkusen nach Shanghai umziehen. Ziel sei es, eine noch größere Nähe zum speziell in Asien boomenden Polycarbonat-Markt zu erreichen. China sei gemessen am Umsatz der zweitwichtigste Markt der Welt für den Teilkonzern Bayer MaterialScience. Bisher investiere der Konzern im Rahmen eines mehrjährigen Programms bis 2012 bereits 2,1 Milliarden Euro in Shanghai. Zusammen mit den jetzt beschlossenen Erweiterungen ergebe sich damit ein Gesamtvolumen von mehr als drei Milliarden Euro. Für die neuen Pläne sei eine Absichtserklärung mit den zuständigen Behörden unterzeichnet worden. (dpa-AFX)

          Standard Chartered rechnet sich schön

          Die britische Großbank Standard Chartered steuert dank guter Geschäfte in Schwellenländern und einer niedrigeren Risikovorsorge auf ein Rekordjahr zu. „Wir werden bei den Erträgen und dem Gewinn so gut abschneiden wie noch nie. Zudem haben wir im laufenden Jahr viel investiert, um auch in den kommenden Jahren zulegen zu können“, sagte Standard-Chartered-Chef Peter Sands am Donnerstag in London. Bisher war 2009 mit einem Gewinn vor Steuern von 5,1 Milliarden Pfund (rund 6 Milliarden Euro) und Erträgen von 15 Milliarden Pfund das bisher beste Jahr in der Geschichte des 1969 aus der Fusion zweier Traditionsbanken aus dem afrikanischen und asiatischen Raum entstandenen Konzerns. Im bisherigen Jahresverlauf habe sich das Geschäft sowohl mit dem Firmen- als auch das mit den Privatkunden gut entwickelt. In der zweiten Jahreshälfte entwickle sich das Geschäft in etwa so wie in der ersten. Bis Ende Juni legte der Gewinn vor Steuern um zehn Prozent auf 3,1 Milliarden Pfund zu, während die Erträge bei knapp acht Millliarden Pfund stagnierten. „Wir profitieren weiter von unserer guten Position und den Kundenkontakten und gewinnen Marktanteile“, sagte Sands. Das Wachstum habe jedoch seinen Preis. Die Kosten wachsen etwas schneller als die Erträge - kompensiert werde dies durch eine deutlich geringere Vorsorge für mögliche Kreditausfälle. Nach der Kapitalerhöhung über 3,3 Milliarden Pfund sei die Bank zudem für die anstehenden neuen Kapitalvorgaben für Banken (Basel III) gut gerüstet. Die Kurs der Standard-Chartered-Aktie verdreifachte sich seit Anfang 2009. Das Papier ist seit September im europäischen Auswahlindex Stoxx 50 notiert. Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit rund 44 Milliarden Pfund (rund 52 Milliarden Euro) gehört das in London beheimatete Institut zu den teuersten Banken in Europa. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank ist an der Börse derzeit 36 Milliarden Euro wert. (dpa-AFX)

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