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Medienschau : Deutschland: Preisauftrieb auf Großhandelsebene beschleunigt

  • Aktualisiert am

BASF kappt Verbindungen zu K+S, Umsatzrückgang bei National Semiconductor , Fraport mit mehr Passagieren und Fracht, Kreise- Verhaltene Nachfrage nach HPHT-Aktien, Schweres Erdbeben erschüttert Japan - Tsunami-Warnung, Rekord-Staatsdefizit in den Vereinigten Staaten, deutliche Inflation in China - Industrieproduktion plus 14,1 Prozent, spanische Notenbank sieht Kapitallücke bei Banken

          Unternehmensnachrichten

          BASF kappt Verbindungen zu K+S

          Der Chemieriese BASF kappt die Verbindungen zu seiner ehemaligen Tochtergesellschaft K+S. Der Ludwigshafener Konzern will am Freitag Aktien des Salz- und Düngemittelherstellers im Wert von mehr als einer Milliarde Euro auf den Markt werfen und damit seine restliche Beteiligung von 10,3 Prozent abstoßen. Dass die Kooperation beider Unternehmen abnimmt, zeichnete sich ab: BASF kündigte Anfang März an, Großteile seines Geschäfts mit Stickstoffdünger zu verkaufen, der bisher von K+S zusammen mit deren Kalidünger vertrieben wird. K+S-Chef Norbert Steiner hat als möglicher Käufer der Düngemittelanlagen von BASF abgewinkt. Steiner hatte in der Analystenkonferenz am Donnerstag klar gemacht, dass K+S Ende 2014 aus dem Bereich wohl ganz aussteigen wird, wenn die Lieferverträge mit BASF auslaufen. „BASF hat erklärt, die Geschäfte an einen strategischen Investor verkaufen zu wollen, der somit höchstwahrscheinlich ein Konkurrent von uns sein wird“, sagte er. „Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, dass dieses Geschäft in unseren Händen über 2014 hinaus weiterlaufen wird.“ K+S ist gerade dabei, sein Geschäft mit Blumenerde und Gartendünger mit der Marke „Compo“ zu verkaufen, das ein Teil der K+S-Stickstoffdüngersparte ist. Dennoch kam der abrupte Ausstieg für K+S überraschend: Wenige Stunden vor der Ankündigung hatte Steiner Reuters Insider TV auch mit Verweis auf BASF gesagt, sein Unternehmen brauche keinen neuen Ankerinvestor, falls der andere Großaktionär EuroChem aussteigen sollte. EuroChem hatte seinen Anteil zuletzt von rund 15 auf knapp unter 14 Prozent abgebaut. Viele Analysten gehen davon aus, dass die Russen weitere Anteile verkaufen werden. BASF hatte sein Paket 2003 auf rund zehn Prozent reduziert und war damit zweitgrößter Anteilseigner. Zum geplanten Ausstieg des Chemieriesen sagte ein K+S-Sprecher: „Wir nehmen das zur Kenntnis und respektieren den Schritt.“ Die Investmentbank Bank of America/Merrill Lynch will noch vor dem Wochenende bis zu 19,7 Millionen K+S-Aktien von BASF bei institutionellen Investoren platzieren. Das Aktienpaket ist zum Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag 1,07 Milliarden Euro wert. Im Frankfurter Parketthandel fielen K+S um fünf Prozent auf 52,60 Euro. BASF will mit dem Erlös Schulden abbauen, die sich Ende 2010 auf 13,5 Milliarden Euro beliefen. „Das ist ein logischer Schritt für BASF, sich von Beteiligungen außerhalb des Kerngeschäfts zu trennen. Das K+S-Paket führte zu nichts“, sagte Händler Joe Rundle von ETX Capital in London. (Reuters)

          Umsatzrückgang bei National Semiconductor

          Wegen gut gefüllter Läger seiner Kunden hat der amerikanische Chiphersteller National Semiconductor weniger abgesetzt als erwartet. Der Umsatz im dritten Geschäftsquartal ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 344 Millionen Dollar zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab. Analysten hatten mit 352 Millionen Dollar gerechnet. Der Reingewinn lag bei 59 Millionen Dollar. Elektronikgeräte-Hersteller hatten, optimistisch angesichts der wirtschaftlichen Erholung, Anfang des vergangenen Jahres mehr Chips von National gekauft als sie letztendlich verbauten. Wegen des darauffolgenden Staus in ihren Lagern fragten die Kunden anschließend weniger nach. Für das laufende Quartal würden allerdings mehr Aufträge und ein Umsatzanstieg zwischen vier und sieben Prozent auf bis zu 370 Millionen Dollar erwartet, teilte National mit. Der Aktienkurs verlor nachbörslich 2,1 Prozent nach. (Reuters)

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          Brexit um jeden Preis : Der wütende Hulk

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