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Medienschau : Deutschland: Außenhandel verliert an Fahrt

  • Aktualisiert am

Alcoa - Gewinnrückgang um 21 Prozent, Micron Technology verfehlt die Erwartungen, Givaudan erhöht Neunmonatsumsatz um 9,8 Prozent, Hugo Boss ist optimistisch für den Luxusmarkt, Umsatz im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands steigt, Japan baut mehr Brücken ins Nirgendwo - Leistungsbilanzüberschuss rückläufig, amerikanische Verbraucherkredite sinken weiter, Währungsdispute: IWF und Weltbank drängen auf Zusammenarbeit

          Unternehmensnachrichten

          Alcoa - Gewinnrückgang um 21 Prozent

          Zum Auftakt der Drittquartalsbilanzen hat die Alcoa Inc ein stärkeres Ergebnis für die Monate Juli bis September abgeliefert als von Marktbeobachtern erwartet. Der schwache Dollar, sinkende Aluminiumpreise und Sondereffekte bescherten dem Aluminiumkonzern allerdings einen um 21 Prozent rückläufigen Gewinn. Derweil zogen die Einnahmen angesichts steigender Nachfrage aus BRIC-Staaten deutlich an. „Wir beobachten signifikante Verbesserungen gegenüber 2009 in fast allen Endmärkten“, sagte Alcoa-CEO Klaus Kleinfeld am Donnerstag nach amerikanische Börsenschluss in einer Telefonkonferenz. Der Konzern hob seine Wachstumserwartungen für die weltweite Aluminiumnachfrage um 1 Prozentpunkt auf 13 Prozent an. Auf Alcoas wesentlichen Märkten Vereinigten Staaten und Europa blieb die Nachfrage allerdings eher schwach. Analysten gehen hier frühestens in einem Jahr von einer Erholung aus. Verglichen zu den Vormonaten fiel der Aluminiumpreis im dritten Quartal um 2,1 Prozent. Gegenüber mit dem Vorjahr liegt er jedoch um 15 Prozent höher. Um 15 Prozent steigerte Alcoa auch seinen Umsatz. Er lag mit 5,29 Milliarden Dollar über der Konsensschätzung der Analysten. Der Gewinn fiel um 21 Prozent auf 61 Dollar oder 0,06 Dollar je Aktie. Darin enthalten ist eine Einmalbelastung von 0,03 Dollar unter anderem im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Aluminiumwerks in Brasilien. Im Vorjahresgewinn von 0,08 Dollar ist ein positiver Sondereffekt von 0,03 Dollar enthalten. Analysten hatten im Schnitt mit 0,05 Dollar Gewinn je Aktie gerechnet. Der Konzern aus Pittsburgh will beim Verkauf künftig eine andere Form der Preisfestsetzung durchsetzen. Alcoa möchte nach einem Markt-Preis-Index für Aluminium verkaufen, der sich an Angebot und Nachfrage orientiert, und nicht mehr Kontraktpreise aushandeln. Das Unternehmen verspricht sich davon steigende Einnahmen. (Dow Jones Newswires)

          Micron Technology verfehlt die Erwartungen

          Die Geschäfte des amerikanische Speicherchipherstellers Micron Technology laufen nicht so gut wie von Börsianern erhofft. Das Unternehmen wies am Donnerstag nach Börsenschluss für das vierte Geschäftsquartal einen Nettogewinn von 342 Millionen Dollar nach einem Verlust von 100 Millionen Dollar vor Jahresfrist aus. Branchenexperten hatten hier gut ein Fünftel mehr erwartet. Mit Erlösen von 2,5 Milliarden Dollar blieb die Firma auch beim Umsatz hinter den Schätzungen der Analysten zurück. Allerdings stellte dies nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr dar. Micron-Aktien gaben nach Börsenschluss leicht nach. Branchengrößen wie Intel oder Advanced Micro Devices hatten zuletzt vor einer Abkühlung bei den Computer-Verkäufen gewarnt und werden in wenigen Tagen selbst ihre Geschäftsbilanzen vorlegen. (Reuters)

          Givaudan erhöht Neunmonatsumsatz um 9,8 Prozent

          Der Symrise-Wettbewerber Givaudan hat in den ersten neun Monaten 2010 dank der Nachfrage aus den Wachstumsmärkten seinen Umsatz wechselkursbereinigt um 9,8 Prozent auf 3,28 Milliarden Franken erhöht. In Schweizer Franken wies der Konzern mit Sitz im schweizerischen Vernier am Freitag ein Umsatzwachstum von 8,5 Prozent aus. Beide Geschäftssparten (Fragrance/Flavour) hätten zu dem positiven Ergebnis beigetragen. Die Dynamik auf den Wachstumsmärkten habe angehalten, während die reifen Märkte eine ähnlich gute Entwicklung wie im ersten Halbjahr 2010 verzeichnet hätten. Die Givaudan SA ist der weltweit größte Hersteller von Aromen und Duftstoffen. Für das laufende vierte Quartal geht Givaudan von einer weiter positiven Entwicklung aus und zeigt sich für die Zielerreichung 2010 zuversichtlich. Im Gesamtjahr will der Konzern seinen Umsatz um 5 Prozent in lokalen Währungen erhöhen. Die Ebitda-Marge soll bei 22,7 Prozent liegen. 2009 setzte der Konzern 3,96 Milliarden Franken um. In den ersten neun Monaten erhöhte das Unternehmen den Umsatz im Bereich Riechstoffe (Fragrance) um 10,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Franken (+12 Prozent in Lokalwährung). In der Division Aromen (Flavour) kletterte der Umsatz um 6,5 Prozent auf 1,74 Milliarden Franken, in lokalen Währungen um 7,9 Prozent. Im Geschäftsbereich Aromen wiesen laut Givaudan alle vier Regionen und alle wichtigen Segmente einen Wachstum aus. Zweistellige Wachstumsraten verzeichneten dabei Süsswaren, Getränke und Snacks. (Dow Jones Newswires)

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