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Medienschau : Deutsche Telekom fürchtet Gewinnrückgang

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Telefonica-Gewinn halbiert sich fast im 4. Quartal, Fuchs Petrolub mit Rekordergebnis, KWS Saat - Zuwächse in allen Segmenten, Telecom Italia verdoppelt den Nettogewinn, Erste Bank: Mehr Gewinn - Unveränderte Dividende, Applied Materials steigert Gewinn und Umsatz, Freddie Mac - Fass ohne Boden, AIG schreibt operativ Verluste, Tankerauftrag: Protektionismus zu Gunsten von Boeing, Hönle wächst profitabel, Saudi-Arabien will Lieferausfälle von Libyen ausgleichen, Bundestag beschließt Kürzung der Solarförderung, britisches GfK-Konsumklima stabilisiert auf tiefem Niveau, Japan steckt weiter in der Deflation, russische Zentralbank hebt Zinsen an

          Unternehmensnachrichten

          Deutsche Telekom fürchtet Gewinnrückgang

          Die Deutsche Telekom AG rechnet mit einem weiteren Rückgang des operativen Gewinns. Wie der Bonner Dax-Konzern am Freitag bei Vorlage der Geschäftszahlen für 2010 mitteilte, wird das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im laufenden Jahr rund 19,1 Milliarden Euro erreichen, nach knapp 19,5 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr. Ein Grund ist der Wegfall von T-Mobile UK aus dem operativen Geschäft. Die Dividende für 2010 soll wie angekündigt 0,70 Euro je Aktie betragen. Mit den vorgelegten Zahlen hat der Ex-Monopolist seine Prognose für 2010 mehr oder weniger erfüllt. Diese sah ein bereinigtes Ebitda von 19,5 Milliarden bis 19,6 Milliarden Euro sowie einen freien Cashflow von mindestens 6,2 Milliarden Euro vor. Letzteren Wert gab die Telekom nun mit 6,54 Milliarden Euro an, im laufenden Jahr soll er mindestens stabil bleiben oder leicht steigen. Im Jahr 2009 hatte die Telekom einen operativen Gewinn von knapp 20,7 Milliarden Euro und einen freien Cashflow von nahezu 7 Milliarden Euro eingefahren.

          Der Konzern durchleidet vor allem im Auslandsgeschäft schwere Zeiten. So verlor etwa der ehemalige Wachstumsgarant T-Mobile Vereinigten Staaten allein im Schlussquartal netto 318.000 Vertragskunden, während viele Länder Südosteuropas noch immer mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu kämpfen haben. In dieser Region hatte die Telekom mit dem Einstieg bei der griechischen OTE im Jahr 2008 ihre Präsenz stark erhöht. OTE ist neben Griechenland etwa in Rumänien aktiv. Im Schlussquartal verbuchte die Telekom einen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent auf 15,48 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis um 10,3 Prozent auf 4,55 Milliarden Euro nachgab. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von rund 15,4 Milliarden Euro und einem bereinigten Ebitda von 4,6 Milliarden Euro gerechnet. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 582 Millionen Euro an. Belastet wurde die Entwicklung dabei unter anderem von Abschreibungen auf die Aktivitäten in Südosteuropa und Kosten in Zusammenhang mit der Einigung im Eigentümerstreit um die polnische Gesellschaft PTC. Bei dem Vergleich der operativen Kennziffern muss bedacht werden, dass die inzwischen in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebrachte T-Mobile UK im vierten Quartal 2009 noch in den Zahlen enthalten war. Die Thematik spielt auch bei der Betrachtung der Prognose für 2011 eine Rolle, da T-Mobile UK erst seit Anfang April nicht mehr im operativen Geschäft der Telekom auftaucht und somit noch in den operativen Kennziffern des ersten Quartals 2010 enthalten war. (Dow Jones Newswires)

          Telefonica-Gewinn halbiert sich fast im 4. Quartal

          Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat im vierten Quartal nur noch einen Nettogewinn von 1,33 Milliarden Euro erzielt. Höhere operative Kosten hätten den Gewinn um 45 Prozent einbrechen lassen, teilte der in Madrid ansässige Konzern am Freitag mit. Allein die Personalkosten seien um 38 Prozent gestiegen, insgesamt stiegen die Aufwendungen um 22 Prozent auf 11,74 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (OIBDA) gab Telefonica mit 5,4 Milliarden Euro, ein Rückgang um 10 Prozent. Der Umsatz legte dagegen um 10 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro zu. Am Aktienmarkt war der Gewinneinbruch nicht erwartet worden. Analysten hatten das Nachsteuerergebnis bei 2,46 Milliarden Euro und damit etwas über Vorjahr gesehen. Auch operativ hatten sie Telefonica deutlich mehr zugetraut (Prognose: 6,2 Milliarden Euro). Lediglich mit dem Umsatz konnte der spanische Konzern die Erwartungen übertreffen, hier hatten die Experten im Vorfeld der Quartalszahlen 16,4 Milliarden Euro geschätzt. (Dow Jones Newswires)

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