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Medienschau : Deutsche Postbank bekräftigt die Ziele für 2008 und ihre Mittelfristziele

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Steuerrazzia bei Postchef Zumwinkel; FTD: keine Rückkehr als Chef Moody's macht Hoffnung für Bondversicherer Ambac und MBIA Deutsche Bahn bereitet angeblich Details der Teilprivatisierung vor Continental zurrt nach Siemens VDO-Übernahme Pläne für Jobabbau fest Presse: Neuer Bieter für Airbus-Werk in Laupheim Auflage des Kartellamtes verhilft RWE zu gutem Geschäft Siemens gibt sich optimistisch für den amerikanischen Markt Allianz zahlt wegen aggressiven Vertriebs in den Vereinigten Staaten StrafeS&P prüft Heraufstufung von Daimler-Langfristrating Gothaer und Baloise scheitern mit Fusionsplan für Deutschland Immosolar stockt Solon-Beteiligung auf über 30 Prozent auf UAW: Bis zu 20.000 GM-Arbeiter werden Abfindungen annehmen Werbekonzern Publicis kooperiert mit Google VDA: Auto-Absatz im Januar in Europa leicht rückläufig Sondereffekte beeinflussen Bilanz der Lang & Schwarz WertpapierhandelsbankBernanke: Risiken für die amerikanische Wirtschaft sind gewachsenUnternehmensmeldungen in der Presse BAYERNLB - CONTINENTAL - KFW - AIR FRANCE - PUBLICIS - DEUTSCHE BAHN - BOCHUMER NOKIA-WERK - IKBWirtschaftsmeldungen in der Presse HARTZ IV - STEUERSÜNDER - BIOSPRIT

          9 Min.

          Unternehmensmeldungen

          Deutsche Postbank bekräftigt Ziele 2008 und Mittelfristziele

          FRANKFURT - Die Deutsche Postbank AG, Bonn, hat ihre Ziele für das Jahr 2008 und ihre Mittelfristziele für 2010 bekräftigt. Für das laufende Jahr rechnet das im Dax gelistete Institut weiterhin mit einer Eigenkapitalrentabilität vor Steuern von mehr als 20 Prozent und eine Cost-Income-Ratio (im klassischen Bankgeschäft) von unter 63 Prozent, teilte das Institut am Freitag mit. Beim Ergebnis vor Steuern wolle die Postbank einen Wert von 1,220 Milliarden Euro ausweisen. Im operativen Geschäft vor Sondereffekten erwartet die Postbank ein Ergebnis vor Steuern von 1,1 Milliarden bis 1,2 Milliarden Euro. Bis 2010 will die Postbank ihr Ergebnis vor Steuern auf 1,400 Milliarden bis 1,450 Milliarden Euro und ihr Ergebnis nach Steuern auf 980 Millionen bis 1,015 Milliarden Euro steigern. Die Cost-Income-Ratio (im klassischen Bankgeschäft) soll sich bis 2010 auf unter 58 Prozentverbessern.(Dow Jones)

          Steuerrazzia bei Postchef Zumwinkel; FTD: keine Rückkehr als Chef

          BONN - Steuerrazzia bei Postchef Klaus Zumwinkel: Der 64- jährige Top-Manager soll mit Hilfe von Anlagen in Liechtensteiner Stiftungen Steuern von rund einer Million Euro hinterzogen haben. Am frühen Donnerstagmorgen durchsuchten Ermittler überraschend die Kölner Villa des Chefs der Deutschen Post und seine Büros in der Bonner Konzernzentrale. Dabei wurden mehrere Kisten Unterlagen sichergestellt. Fünf Stunden nach Beginn der Razzia wurde Zumwinkel in einem Polizeiwagen nach Bochum gebracht, um bei der dortigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftssachen auszusagen. Es scheint Presseberichten zufolge äußerst fraglich, ob er - trotz anders lautender Aussagen der Post - tatsächlich sein Amt als Konzernchef weiter ausüben wird. (dpa-AFX)

          Moody's macht Hoffnung für Bondversicherer Ambac und MBIA

          NEW YORK - Die Ratingagentur Moody's hat am Donnerstag zwar die Bonität des Anleiheversicherers FGIC Corp heruntergestuft, gleichzeitig jedoch die beiden Marktführer MBIA Inc und Ambac Financial Group Inc mit positiven Kommentaren bedacht. MBIA und Ambac seien besser als die heruntergestufte FGIC positioniert, sowohl was deren Geschäft als auch die Kapitalisierung der Unternehmen angehe, teilte die Ratingagentur mit. An Wall Street beflügelten die Kommentare die Aktien der beiden Marktführer. Ambac-Anteilsscheine kletterten um 12 Prozent auf 10,53 Dollar und MBIA um 8,4 Prozent auf 12,62 Dollar. Die Ratings beider Versicherer steht bei Moody's derzeit unter Beobachtung für eine mögliche Abstufung. Moody's will die Überprüfung der Bonität in „wenigen“ Wochen abgeschlossen haben, kündigte die Ratingagentur an. Am Donnerstag senkte Moody's nur das Rating der Financial Guaranty Insurance Co (FGIC) auf „A3“. Deren vorrangigen unbesicherten Verbindlichkeiten stufte die Agentur auf „Ba1“ von „Aa2“ herunter. Zur Begründung führte Moody's das Engagement des Bondversicherers im schwächelnden amerikanischen Markt für Hypothekenkredite an. Moody's bezifferte die Kapitalbasis von FGIC als mit 4 Milliarden Dollar zu gering für eine Bonität von „AAA“. (Dow Jones)

          Deutsche Bahn bereitet angeblich Details der Teilprivatisierung vor

          Berlin - Die Deutsche Bahn bereitet einem Medienbericht zufolge die umstrittene Teilprivatisierung trotz eines noch ausstehenden Auftrages aus der Politik vor. Wie „Der Tagesspiegel“ (Freitagausgabe) berichtet, gründete der Konzern eine Firma, in der die zu privatisierende Transportsparte gebündelt werden kann. Das Unternehmen namens DB Mobility Logistics AG sei nach dem Blatt vorliegenden Unterlagen bereits am 6. Februar ins Handelsregister eingetragen worden. Die Firma habe ursprünglich Stinnes AG geheißen und sei nicht mehr aktiv. Die Bahn soll nach Vorstellungen des Bundesfinanz- und des Verkehrsministeriums nach dem so genannten Holding-Modell teilprivatisiert werden. Dabei bleiben Konzern und Gleisnetz im Staatsbesitz, die Transportsparten werden in einer Unterholding gebündelt und zu maximal 49,9 Prozent verkauft. Eine endgültige Entscheidung der Politik gibt es aber noch nicht. (ddp.djn)

          Continental zurrt nach Siemens VDO-Übernahme Pläne für Jobabbau fest

          HAMBURG - Der Autozulieferer Continental hat Zeitungsangaben zufolge nach der Übernahme des Rivalen Siemens VDO nun den Abbau von rund 2.000 Stellen ins Auge gefasst. Dies berichtet die „Financial Times Deutschland“ (“FTD“; Freitagausgabe) unter Verweis auf das Konzernumfeld. Nach alten Siemens-Plänen sollten 500 bis 600 Jobs wegfallen, dies wolle Conti nun übernehmen. Darüber hinaus sollten weitere 1.500 Arbeitsplätze wegfallen. Ein Conti-Sprecher wollte das nicht kommentieren. (dpa-AFX)

          Presse: Neuer Bieter für Airbus-Werk in Laupheim

          LEUTKIRCH - Für das zum Verkauf stehende und auf Kabinenausstattungen spezialisierte Airbuswerk in Laupheim (Kreis Biberach) gibt es nach einem Zeitungsbericht einen neuen Bieter. Nach Informationen der „Schwäbischen Zeitung“ (Freitag) ist auch die amerikanische Firma Aerospace Manufacturing Technologies (AMT) an einer Übernahme interessiert. (dpa-AFX)

          Auflage des Kartellamtes verhilft RWE zu gutem Geschäft

          BERLIN - Der Energiekonzern RWE ist Nutznießer der Auflagen, die ihm das Bundeskartellamt gemacht hat. Bei der erzwungenen Auktionierung eines Sonderkontingentes von besonders günstig produziertem Strom an Großverbraucher in der Industrie erzielte das Unternehmen nach Angaben von Auktionsteilnehmern in etwa die Preise, die auch im Stromhandel an der Leipziger Strombörse EEX fällig geworden wären, berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). Das Unternehmen konnte aus einer Not eine Tugend machen, die Befürchtungen von Stromverbrauchern haben sich damit bewahrheitet. „Das ist hanebüchen. Doch das Ergebnis war vorhersehbar“, sagte Alfred Richmann, Geschäftsführer des VIK, in dem sich Stromverbraucher aus der Industrie zusammengeschlossen haben. (dpa-AFX)

          Siemens gibt sich optimistisch für den amerikanischen Markt

          Der Technologiekonzern Siemens plant nach den Zukäufen für rund 17 Milliarden Dollar in den vergangenen drei Jahren in den Vereinigten Staaten keine größeren Akquisitionen in dem Land. Dies bedeute aber nicht, dass die Siemens Corp ihre optimistische Einschätzung des amerikanischen Marktes geändert habe. (Dow Jones)

          Allianz zahlt wegen aggressiven Vertriebs in den Vereinigten Staaten Strafe
          Wegen aggressiver Vertriebsstrategien muss die amerikanischen Tochtergesellschaft der Allianz SE nach einem Bericht der „Los Angeles Times“ eine Strafe von 10,05 Millionen Dollar zahlen. Auf diese Summe hätten sich die Versicherungsgesellschaft und das für Verbraucherschutz zuständige Versicherungsministerium des Bundesstaates Kalifornien geeinigt. (Dow Jones)

          S&P prüft Heraufstufung von Daimler-Langfristrating

          Standard & Poor's Ratings Services (S&P) prüft die Heraufstufung des langfristigen Unternehmensratings der Daimler AG. Aktuell laute die Bonität auf „BBB+“, teilte die Ratinggesellschaft mit. Das Kurzfristrating von „A-2“ gelte unverändert. (Dow Jones)

          Gothaer und Baloise scheitern mit Fusionsplan für Deutschland

          Die Bâloise-Gruppe und die Gothaer Versicherungsbank VVaG haben ihre Verhandlungen über eine Partnerschaft und die mögliche Zusammenlegung ihrer Deutschlandaktivitäten ergebnislos beendet. Die Parteien hätten sich nicht auf die kommerziellen Rahmenbedingungen einigen können, teilten beide Unternehmen mit. (Dow Jones)

          Immosolar stockt Solon-Beteiligung auf über 30 Prozent auf

          Die Immosolar GmbH für Energiemanagement will ihre Beteiligung an der Solon AG für Solartechnik von derzeit rund 29,87 Prozent in Kürze auf über 30 Prozent ausweiten. Das Überschreiten der Kontrollschwelle von 30 Prozent führe nicht zu einem Pflichtangebot, teilte Immosolar mit. (Dow Jones)

          UAW: Bis zu 20.000 GM-Arbeiter werden Abfindungen annehmen

          Bei der General Motors Corp (GM) werden voraussichtlich 15.000 bis 20.000 Arbeiter Abfindungsregelungen in Anspruch nehmen und den amerikanischen Automobilhersteller verlassen. Diese Schätzung äußerte der President der Gewerkschaft United Auto Workers (UAW). Der Automobilkonzern hatte Anfang der Woche ein groß angelegtes Programm zum Stellenabbau mitgeteilt. (Dow Jones)

          Werbekonzern Publicis kooperiert mit Google

          DÜSSELDORF - Der französische Werbekonzern Publicis Groupe will zusammen mit dem amerikanischen Suchmaschinen-Anbieter Google Video-Marketing-Tools entwickeln. „Google ist stark bei der Vermarktung von Schlagworten, aber nocht nicht von Bildern und Videos“, sagte Maurice Lévy, Chef von Publicis, im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). Hier könne Publicis helfen. (dpa-AFX)

          VDA: Auto-Absatz im Januar in Europa leicht rückläufig

          FRANKFURT - Der Pkw-Absatz ist im Januar in Europa geringfügig geschrumpft. Verglichen mit dem Vorjahresmonat sei der Absatz um 0,3 Prozent auf 1,3 Millionen Fahrzeuge gesunken, teilte der Verband VDA am Donnerstag in Frankfurt mit. Er begründete den Rückgang mit Steueränderungen in einigen wichtigen Ländern Westeuropas. Dagegen war die Nachfrage in den neuen EU-Ländern mit einem Zuwachs von 20 Prozent weiter aufwärts gerichtet. Insbesondere in Rumänien (+35 Prozent) sowie in Polen (+25 Prozent) fielen die Zuwächse kräftig aus. (dpa-AFX)

          Unternehmensmeldungen in der Presse

          BAYERNLB - Die BayernLB steckt in keiner Krise, sagte Siegfried Naser, Präsident des bayerischen Sparkassenverbandes. Es sei ein völliges Missverständnis, von Verlusten in Höhe von 1,9 Milliarden Euro zu sprechen. Aktuell habe die BayernLB einen Betrag im niedrigen zweistelligen Millionenbereich verloren, und „wir rechnen im schlimmsten Fall mit echten Verlusten von maximal 150 Millionen Euro“, sagte Naser. (Süddeutsche Zeitung S. 24)

          CONTINENTAL - Der Automobilzulieferer Continental hat nach der Übernahme des Wettbewerbers Siemens VDO nun den Abbau von rund 2.000 Stellen ins Auge gefasst. Nach alten Siemens-Plänen sollten 500 bis 600 Jobs wegfallen, dies wolle Conti nun übernehmen, heißt es unter Berufung auf das Konzernumfeld. Darüber hinaus sollten weitere 1.500 Arbeitsplätze wegfallen. (FTD S. 4)

          KFW - Die Vorstandssprecherin der KfW-Bankengruppe, Ingrid Matthäus-Maier, behält vorerst ihr Amt. Trotz massiver politischer Kritik hat sich der Bund Regierungskreisen zufolge gegen ihre Ablösung entschieden. Es gebe keine Alternative, heißt es im Finanzministerium. (Handelsblatt S. 24)

          AIR FRANCE - Bei der Neuordnung der amerikanischen Luftfahrtbranche kommen zunehmend europäische Fluggesellschaften ins Spiel. So erwägt die französisch-niederländische Air France-KLM offenbar eine Beteiligung an einer Kombination von Delta und Northwest. (FTD S. 7)

          PUBLICIS - Der französische Werbekonzern Publicis, die Nummer vier der Welt, will zusammen mit Google Video-Marketing-Tools entwickeln, sagte der Vorstandsvorsitzende Maurice Lévy. Google sei stark bei der Vermarktung von Suchworten, aber noch nicht von Bildern und Videos. Hier könne Publicis helfen. (Handelsblatt S. 15)

          DEUTSCHE BAHN - Die Zeit drängt. Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck muss seine Partei bald auf die Spur bringen, um ein Scheitern der Bahnprivatisierung zu verhindern. Die SPD-Linke zeigt sich jedoch kämpferisch. (Frankfurter Allgemeine Zeitung S. 15)

          NEUE HOFFNUNG FÜR BOCHUMER NOKIA-WERK: Für die Arbeiter im Nokia-Werk in Bochum gibt es offenbar doch noch eine Hoffnung. Sowohl die NRW-Landesregierung als auch Nokia sprachen am Donnerstag von einem Interesse potentieller Investoren. Interessenten sollten sich direkt an den Telefonhersteller oder die Landesregierung wenden. Details sind noch unklar. www.handelsblatt.de

          RETTUNGSAKTION FÜR IKB WIRD NOCH TEURER: Der Finanzbedarf der IKB Deutsche Industriebank für das angekündigte dritte Rettungspaket ist größer als angenommen. Tatsächlich benötigt die IKB nach Informationen aus Verhandlungskreisen rund 2,2 Milliarden Euro. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hatten den Finanzbedarf nur mit 1,5 Milliarden Euro benannt. Die Bundesregierung hatte am Mittwoch nach einer Krisensitzung in Aussicht gestellt, selbst 1 Milliarden Euro in einer mittlerweile dritten Tranche für die IKB bereitzustellen. Weitere 500 Millionen Euro soll die Kreditwirtschaft beisteuern. Verhandlungskreisen zufolge ist bei dieser Rechnung für den Bund bereits ein Erlös von 700 Millionen Euro aus dem eingeleiteten IKB-Verkauf gegengerechnet. www.boersen-zeitung.com

          Sondereffekte beeinflussen Bilanz der Lang & Schwarz Wertpapierhandelsbank

          Die Lang & Schwarz Wertpapierhandelsbank AG hat nach vorläufigen Berechnungen in 2007 ein Konzernergebnis nach IFRS in Höhe von Millionen -0,5 Euro (Vorjahresperiode: Millionen 7,0 Euro) erzielt. In diesem Ergebnis sind Sondereffekte in Höhe von Millionen -6,6 Euro enthalten die sich ertragsmindernd auswirken. Diese betreffen mit Millionen 3,2 Euro eine Erhöhung der Rückstellung für die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen ('EdW') für den Entschädigungsfall Phoenix Kapitaldienst GmbH, sowie eine Veränderung der latenten Steuern in Höhe von Millionen -3,4 Euro. Das Provisionsergebnis stieg auf Millionen 5,8 Euro nach Millionen 4,2 Euro im Vorjahr. Die laufenden Erträge aus Wertpapieren und das Handelsergebnis insgesamt fielen auf Millionen 11,1 Euro (Vorjahr Millionen 13,6 Euro). Das Zinsergebnis veränderte sich von Millionen -0,7 Euro im Vorjahr auf Millionen -1,1 Euro. Der Verwaltungsaufwand betrug Millionen 14,8 Euro (Vorjahres Millionen 11,7 Euro), inklusive der Rückstellung EdW in Höhe von Millionen 3,2 Euro, blieb also ohne Sondereffekt nahezu auf Vorjahresniveau. (ots)

          Wirtschaftsmeldungen

          Bernanke: Risiken für die amerikanische Wirtschaft sind gewachsen

          Washington - Der amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke hat ein düsteres Bild von den Konjunkturaussichten gezeichnet und die Handlungsbereitschaft der Federal Reserve unterstrichen. Die Fed werde soweit wie nötig handeln, um die unter der Kreditkrise leidende amerikanischen Wirtschaft zu unterstützen, sagte Bernanke am Donnerstag vor dem Bankenausschuss des Senats in Washington. Der Ausblick für die Wirtschaft habe sich in den vergangenen Monaten verschlechtert und die Risiken hätten zugenommen. Daher müsse die Fed ihre Wachstumsprognose abermals herunterschrauben. Gegen Ende des Jahres dürfte die Konjunktur allerdings wieder anziehen. Dabei sollte die Inflation wieder zurückgehen. Am Markt wurden die Aussagen als Hinweis auf weitere Zinssenkungen gedeutet. Der Dollar gab zum Euro und zum Yen nach. Auch die amerikanischen Börsen weiteten ihre Verluste aus. Bernanke befürchtet weiter, dass die Immobilienkrise zu einem weiteren Stellenabbau in der Baubranche und anderen betroffenen Wirtschaftszweigen führen wird. Auch seien weitere Abschreibungen bei Finanzinstituten wegen ihres Engagements auf dem kriselnden Hypothekenmarkt wahrscheinlich. Die Gefahr einer Bankenpleite sehe er aber nicht. Allerdings könnten die sinkenden Immobilienpreise, ein schwächerer Arbeitsmarkt und höhere Energiepreise die Kauflaune der amerikanischen Verbraucher kurzfristig dämpfen. Zugleich sei die Inflation als Folge höherer Preise für Öl und Lebensmittel und des schwachen Dollars gestiegen. (Reuters)

          Wirtschaftsmeldungen in der Presse

          HARTZ IV - Der Bundesrechnungshof hat gravierende Mängel bei der staatlichen Unterstützung von Langzeitarbeitslosen festgestellt. Die Zuschüsse für Miete und Heizkosten würden oft falsch oder sogar rechtswidrig berechnet und ausgezahlt. Nach Angaben der CDU verschwendet der Staat dadurch pro Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag. (Süddeutsche Zeitung S. 19)

          STEUERSÜNDER - Auf Deutschlands Steuersünder kommen unangenehme Tage zu. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen ist der Fall von Post-Chef Klaus Zumwinkel, gegen den ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung angelaufen ist, nur der Auftakt für eine ganze Serie von Ermittlungen. In den nächsten Tagen sollen in ganz Deutschland Razzien anlaufen, heißt es in den Kreisen. (Handelsblatt S. 1)

          BIOSPRIT - Bayern und Sachsen sowie der Bundesumweltminister wollen die geplante höhere Beimischung von Pflanzensprit in Benzin und Diesel kippen. Die Vorteile seien unklar. (FTD S. 11)

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