https://www.faz.net/-gv6-15auj

Medienschau : Deutsche Post schreibt wieder schwarze Zahlen

  • Aktualisiert am

Paris und Berlin wollen Spekulanten bremsen, auch wenn Beweise für Manipulationen gegen Griechenland fehlen. Die Deutsche Post schreibt wieder schwarze Zahlen, EADS stürzt dagegen in die roten. Dort befindet sich auch KlöCo, während Phoenix Solar dem trotz Gewinneinbruch entgeht.

          7 Min.

          Unternehmen

          Deutsche Post schreibt 2009 wieder schwarze Zahlen

          Weniger Brief- und Expresssendungen im Zuge der der Wirtschaftskrise haben im vergangenen Jahr die Geschäfte der Deutschen Post belastet. Der Umsatz fiel um 15,2 Prozent auf 46,2 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Der operative Gewinn (Ebit) vor Einmaleffekten sank um 26,8 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. Damit lag der Konzern im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich schrieb die Post mit einem Überschuss von 644 Millionen Euro wieder schwarze Zahlen, nachdem 2008 wegen Kosten für die Sanierung des defizitären amerikanischen Expressgeschäfts ein Verlust von 1,7 Milliarden Euro angefallen war. Die Dividende für 2009 soll konstant bei 0,60 Euro pro Aktie bleiben.

          Für das laufende Jahr zeigte sich der Konzern verhalten optimistisch.Das Ebit vor Einmaleffekten soll auf 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro steigen. Der Konzerngewinn soll sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls verbessern. Auch für 2011 erwarte das Unternehmen eine Fortsetzung der positiven Ergebnisentwicklung. (Reuters)

          EADS stürzt wegen A400M in die roten Zahlen

          Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS ist im abgelaufenen Jahr wegen des Debakels um den Militärtransporter Airbus A400M in die roten Zahlen gestürzt. Unter dem Strich belief sich der Verlust auf 763 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Paris mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern hier noch 1,6 Milliarden Euro verdient. Die Dividende soll nun ausfallen. Hauptursache für das Minus war eine erneute Verlustrückstellung von 1,8 Milliarden Euro wegen der Mehrkosten für den verspäteten Militärflieger.

          Der Konzernumsatz blieb mit 42,8 Milliarden Euro fast stabil. Der Auftragseingang fiel mit 45,8 Milliarden Euro nur knapp halb so hoch aus wie ein Jahr zuvor. Der Auftragsbestand ging dabei um 3 Prozent auf 389 Milliarden Euro zurück. (dpa-AFX)

          Klöckner & Co mit dreistelligem Millionenverlust

          Der Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) hat im Krisenjahr 2009 einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe hinnehmen müssen. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 186 Millionen Euro, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Dienstag in Duisburg mitteilte. Damit verfehlte das Unternehmen die Schätzungen der Experten knapp. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Überschuss 384 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Umsatz sank 2009 um 42,8 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro.

          Für 2010 rechnet Klöckner & Co bei „weiterhin herausfordernden Bedingungen“ mit nur einem leichten Anstieg der realen Nachfrage. Inklusive der beiden jüngsten Akquisitionen geht das Unternehmen von einem Umsatzzuwachs von über 20 Prozent aus, das operatives Ergebnis (Ebitda) soll deutlich positiv sein. (dpa-AFX)

          Phoenix Solar kürzt nach Gewinneinbruch Dividende

          Dank guter Geschäfte im Abschlussquartal hat das Solartechnikunternehmen Phoenix Solar im Krisenjahr 2009 sein Umsatzziel noch erreicht. Wegen des Preisverfalls verbuchte die Firma aus dem bayerischen Sulzemoos aber einen Gewinneinbruch. Die Dividende soll um zehn Cent auf 20 Cent je Aktie gekürzt werden, wie Phoenix am Dienstag mitteilte.

          Firmenchef Andreas Hänel kündigte für 2010 wieder steigende Umsätze und Gewinne an. Seine Zuversicht stützt er dabei auf einen Auftragsbestand, der zum Jahresanfang mit 296 Millionen Euro rund 180 Millionen Euro über dem Vorjahreswert liegt. Eine genaue Prognose wagte er wegen der noch unsicheren Auswirkungen der gekürzten Solarförderung nicht.

          2009 erreichte der Umsatz 473 (Vorjahr: 402) Millionen Euro und lag damit über den Markterwartungen. Dabei steuerte allein das vierte Quartal beinahe 50 Prozent der Erlöse bei. Wegen des Preisverfalls brach der Betriebsgewinn allerdings auf 12,2 (33,8) Millionen Euro ein, der Nettogewinn auf 8,6 (23,7) Millionen Euro. Insgesamt schlug sich Phoenix damit besser als andere aus der Branche, die wie Q-Cells oder Solon tiefrote Zahlen schreiben. (Reuters)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die schönen Blütenträume vom Sommer welken: Ein Kölner Theater verabschiedet sich in den neuen Lockdown.

          Folgen des Shutdowns : Von Montag an im Winterschlaf

          Wie viel Symbolpolitik verträgt Kultur? Wieso sind Theaterbühnen und Konzerthäuser auf einmal nur noch Freizeitunterhaltung? Und wo endet die Privatsache? Gedanken von Redakteuren des Feuilletons zu einer drastischen Entscheidung.
          Der amerikanische Rapper Lil Wayne

          Wahl in Amerika : Ein Rapper für Donald Trump

          Es gibt nur wenige berühmte, amerikanische Musiker, die sich offen hinter Präsident Donald Trump stellen. Nun bekommt der Republikaner Unterstützung von einem Rap-Star. Dieser lobt Trumps Pläne für Schwarze.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.