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Medienschau : Deutsche Importpreise steigen stark

  • Aktualisiert am

Infineon muss für Kartellbildung büßen, RIM enttäuscht mit Auslieferungen, Oracle profitiert von Sun-Übernahme, Südzucker steigert Umsatz und Gewinn, Boeing-“Dreamliner“ müssen zur Inspektion, Kreise - Entscheidung über Kapitalerhöhung bei Mizuho am Freitag, Bericht - Shanghai-Aktien der AgBank 16-fach überzeichnet, Deutschland: Importpreise steigen stark - Auftragseingang im Baugewerbe leicht gestiegen, EU-Nutzfahrzeugmarkt weiter auf Erholungskurs, Preisverfall in Japan setzt sich fort, Vereinigte Staaten wollen Eigenkapitalanforderungen für Banken erhöhen

          Unternehmen

          Infineon muss für Kartellbildung büßen

          Preisabsprachen bei Speicherchips kommen Infineon teuer zu stehen. Der deutsche Halbleiter-Hersteller und fünf Wettbewerber müssen in einem Vergleich mit dem kalifornischen Justizministerium insgesamt 173 Millionen Dollar zahlen (140 Millionen Euro). „Das große Preisschild dieses Vergleichs soll als Warnung dienen“, sagte Justizminister Edmund Brown am Donnerstag in Los Angeles. Es ist das zweite Mal binnen kürzester Zeit, dass Infineon für die Verfehlungen der Vergangenheit zur Kasse gebeten wird. Erst vor einem Monat hatte die EU-Kommission wegen der gleichen Vorwürfe ein Bußgeld über insgesamt 331 Millionen Euro verhängt. Neben den Deutschen belangte die amerikanische Justiz die heimische Micron sowie die asiatischen Wettbewerber NEC, Hynix, Elpida und Mosel-Vitelic. „Diese Unternehmen haben sich zu einem illegalen, globalen Verbund verschworen, um Preise für Computerchips festzulegen“, sagte Brown. Firmenvertreter hätten sich in den Jahren 1998 bis 2002 regelmäßig getroffen oder telefoniert, um sich abzustimmen. Es habe sich um eines der größten Kartelle gehandelt, das jemals entdeckt worden sei. Brown handelte den Vergleich im Namen von 32 weiteren amerikanische Bundesstaaten aus. Ein Richter muss der Vereinbarung nun noch seinen Segen geben. Infineon bekannte sich laut dem Justizministerium schuldig. Aus dem Geschäft mit Speicherchips (DRAM) sind die Münchener aber längst ausgestiegen: Die 2006 ausgegliederte Speicherchip-Tochter Qimonda ging im vergangenen Jahr nach einem heftigen Preisverfall pleite. 12 000 Menschen verloren ihren Job. (dpa-AFX)

          Blackberry-Hersteller RIM enttäuscht mit Auslieferungen

          Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) ist mit seinen Auslieferungen und Kundenzahlen im abgelaufenen Quartal hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Die Aktie des Unternehmens fiel am Donnerstagabend nachbörslich 3,7 Prozent, obwohl der Rivale des iPhone-Herstellers Apple seinen Gewinn im ersten Geschäftsquartal fast um 20 Prozent steigerte. Das Ergebnis belief sich auf 769 Millionen Dollar oder 1,38 Dollar je Aktie und lag damit leicht über den durchschnittlichen Analystenprognosen. Der Umsatz legte um 24 Prozent auf 4,24 Milliarden Dollar zu, blieb jedoch hinter den Markterwartungen von 4,35 Milliarden Dollar zurück. Für das laufende Quartal rechnet RIM mit einem Ergebnis je Aktie von 1,33 bis 1,40 Dollar und Erlösen zwischen 4,4 und 4,6 Milliarden Dollar. (Reuters)

          Oracle profitiert von Sun-Übernahme

          Die milliardenschwere Übernahme des Rivalen Sun Microsystems zahlt sich für den amerikanischen Softwarekonzern Oracle aus. Der SAP-Konkurrent verbuchte im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal nach Angaben vom Donnerstag vor Sonderposten einen Gewinn je Aktie von 60 Cent. Analysten hatten lediglich mit einem Ergebnis von 54 Cent je Anteilsschein gerechnet. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar und lag damit im Rahmen der Markterwartungen. Die Umsätze mit neuen Software-Lizenzen, ein Indikator für künftiges Wachstum, legten um 14 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar zu. Oracle-Aktien legten nachbörslich auf 23,15 Dollar zu von 22,22 Dollar zum Handelschluss. (Reuters)

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