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Medienschau : Deutsche Bank vor Einstieg bei Sal. Oppenheim

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Adidas und Henkel können die Talfahrt bremsen. Die Deutsche Börse verzeichnet einen drastischem Ergebnisrückgang, Ersol schickt 700 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich besorgt über Amerikas Protektionismus.

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          Unternehmen

          Deutsche Bank vor Einstieg bei Sal. Oppenheim

          Die Deutsche Bank AG steht einem Zeitungsbericht zufolge vor einem Einstieg beim Bankhaus Sal. Oppenheim. Gespräche über eine enge, mit Eigenkapital unterlegte Verbindung seien weit fortgeschritten, schreibt die „Börsen-Zeitung“ (BöZ) in ihrer Mittwochsausgabe unter Verweis auf deutsche Finanzkreise und politische Kreise Luxemburgs, wo Oppenheim seinen Sitz hat. Weder Sal. Oppenheim noch die Deutsche Bank wollten den Bericht am Mittwochmorgen kommentieren.

          Dass das Bankhaus Sal. Oppenheim eher früher als später auf eine neuerliche Eigenkapitalstärkung angewiesen ist, gilt laut „BöZ“ seit geraumer Zeit als offenes Geheimnis. So sei Sal. Oppenheim 2008 erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg in die roten Zahlen gerutscht, zudem hätten die Gesellschafter bereits vergangenen Dezember frisches Kapital von 200 Millionen Euro einschießen müssen. Da beide Institute zumal als befreundet gelten würden, erscheint eine Verbindung mit der Deutschen Bank laut Zeitung durchaus schlüssig. (Dow Jones)

          Adidas leidet weiter unter Krise

          Europas größter Sportartikelhersteller Adidas hat im zweiten Quartal weiter unter der Krise gelitten und deutlich weniger verdient. Der Gewinnrückgang fiel jedoch nicht so stark wie erwartet aus. Das Betriebsergebnis sei um 66 Prozent auf 72 Millionen Euro gefallen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Herzogenaurach mit. Der Umsatz sank um 2,5 Prozent 2,46 Milliarden Euro. Bei beiden Werten hatten Experten allerdings mit einem stärkeren Rückgang gerechnet.

          Unter dem Strich blieb dem Konzern ein Gewinn von neun Millionen Euro nach einem Gewinn von 116 Millionen Euro. Hier hatten die Analysten einen leichten Verlust erwartet. 2009 rechnet Adidas weiter mit einem währungsbereinigten Umsatzminus im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich und einem rückläufigen Gewinn. (dpa)

          Henkel kann im zweiten Quartal Talfahrt bremsen

          Der Konsumgüterkonzern Henkel bekommt die Folgen der Wirtschaftskrise weiter zu spüren. Im zweiten Quartal verlangsamte sich die zu Jahresbeginn begonnene Talfahrt aber. Der Umsatz sei von April bis Juni um fünf Prozent auf 3,485 Milliarden Euro gesunken, teilte der Hersteller von Persil und Pritt am Mittwoch in Düsseldorf mit. Der um Einmaleffekte und Restrukturierungsaufwendungen bereinigte operative Gewinn
          (Ebit) sank auf 308 (372) Millionen Euro. Der Quartalsüberschuss nach Anteilen Dritter stieg indes deutlich auf 143 (38) Millionen Euro. Im Vorjahr war er durch Kosten für ein Sparprogramm belastet worden.

          Henkel übertraf mit den Zahlen die Erwartungen des Marktes. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Umsatz von 3,422 Milliarden Euro, einem bereinigten Ebit von 266 Millionen Euro und einem Gewinn von 134 Millionen Euro gerechnet.

          Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr wagt Henkel weiter nicht. Der Konzern erwartet aber, dass sich in seinem Konsumentengeschäft im dritten Quartal die positive Entwicklung fortsetzt. Für die Technologiesparte rechnet der Konzern mit einer ähnlichen oder leicht bessern Entwicklung als im zweiten Quartal. (Reuters)

          Deutsche Börse mit drastischem Ergebnisrückgang

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