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Medienschau : Deutsche Bank veräußert New Yorker Hochhäuser mit deutlichem Abschlag

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Qimonda und Elpida besiegeln eine Allianz, der Bund und die KfW wollen über einen IKB-Verkauf angeblich noch im Juli entscheiden, eine Produktionsstörung bei Alcoa wird das Ergebnis im zweiten Quartal belasten. Die BNP Paribas kauft den „Prime Brokerage“-Bereich der Bank of America, XTO Energy Hunt Petroleum für 4,2 Milliarden Dollar, HSBC will den Kauf der südkoreanischen Bank KEB eventuell absagen, und Japans Wirtschaft wächst stärker als erwartet, doch die Skepsis bleibt.

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          Unternehmen

          Deutsche Bank veräußert drei New Yorker Hochhäuser mit deutlichem Abschlag

          Die Deutsche Bank AG verkauft laut einem Zeitungsbericht drei der sieben Hochhäuser, die sie vom New Yorker Immobilienentwickler Harry Macklowe zurückgenommen hat. Die Preise für die Immobilien sollen 20 Prozent bis 30 Prozent unter dem Wert liegen, die Macklowe im vergangenen Jahr gezahlt hat, wie das „Wall Street Journal“ (WSJ - Mittwochausgabe) mit Verweis auf drei mit der Situation vertraute Personen berichtet.

          Die Transaktionen gelten als Indikator für das Preisniveau von New Yorker Immobilien - besonders in einer Zeit, in der aufgrund der schwierigen Kreditsituation wenige Geschäfte abgeschlossen werden. Dennoch warnen Branchenexperten, die Abschlüsse der
          Deutschen Bank seien nicht als klares Zeichen zu werten, dass sich der Markt erhole. Schließlich gebe die Deutsche Bank als Verkäufer Kredite zur Finanzierung des Kaufs.

          Harry Macklowe musste die sieben Hochhäuser zurückgeben, weil er die kurzfristigen Kredite in Höhe von 7 Milliarden Dollar, mit denen er den Kauf vom Februar 2007 finanziert hatte, nicht bedienen konnte. Um einen weiteren Kreditgeber, die Fortress Investment Group, zu bedienen, musste der Immobilieninvestor zudem vier weitere Gebäude zum Verkauf stellen, darunter das berühmte General-Motors-Gebäude. (Dow Jones)

          Qimonda und Elpida besiegeln Allianz

          Die Speicherchip-Hersteller Qimonda und die japanische Elpida haben ihre Ende April vorgestellte Entwicklungsallianz besiegelt. Die endgültigen Vereinbarungen zur gemeinsamen Entwicklung von DRAM-Speicherchips seien unterzeichnet worden, teilte die Infineon-Tochter Qimonda am Mittwoch in München mit. Zusätzlich haben die Unternehmen vereinbart, Möglichkeiten der gemeinsamen Entwicklung im Bereich Through-Silicon-Via-Technology und künftiger Speicherprodukte sowie potenzielle Fertigungs-Gemeinschaftsunternehmens zu prüfen. (dpa-AFX)

          Bund und KfW wollen über IKB-Verkauf noch im Juli entscheiden

          Die Bundesregierung und die KfW wollen laut einem Pressebericht noch im Juli über den Verkauf der krisengeschüttelten Mittelstandsbank IKB entscheiden. Dies berichtet das „Handelsblatt“ (Dienstag) unter Berufung auf Regierungskreise. Laut Finanzstaatssekretär Thomas Mirow verhandelt die KfW, die rund 45,5 Prozent an der IKB hält, derzeit mit drei Kaufinteressenten.

          Die IKB hatte sich massiv mit amerikanischen Hypothekenpapieren verspekuliert. Der Bund hofft auf Verkaufserlöse von 800 Millionen Euro. Die KfW trägt die Hauptlast der bisherigen Risikoabschirmung bei der IKB von 8,5 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

          Alcoa-Produktionsstörung belastet Ergebnis im zweiten Quartal

          Alcoa rechnet im zweiten Quartal mit Einbußen von 0,02 bis 0,03 Dollar beim Ergebnis je Aktie durch die Unterbrechung der Gaslieferungen für ihr Werk in Westaustralien. In welchem Maße die Explosion bei Apache die Aluminiumproduktion von Alcoa beeinträchtige, sei noch nicht abschätzbar, teilte die in Pittsburgh ansässige Alcoa mit.

          Die westaustralische Produktionsstätte erhalte weiterhin Gas vom zweiten Zulieferer North West Shelf Gas. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten vor der Unterbrechung der Gaslieferungen Schnitt mit einem Ergebnis je Aktie von 0,72 Dollar bei Alcoa
          gerechnet.

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