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Medienschau : Conergy wendet Insolvenz vorläufig ab

  • Aktualisiert am

Heidelbergcement steigert Umsatz und operatives Ergebnis, EADS erhöht die Umsatzprognose. Wacker Chemie verdient deutlich mehr als erwartet, der Gea-Gewinn enttäuscht. Die Citigroup zahlt ein Bußgeld wegen Täuschung der Aktionäre.

          11 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Heidelbergcement mit Plus bei Umsatz und operativem Ergebnis

          Heidelbergcement ist im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Umsatz und operatives Ergebnis legten zu, wie der Baustoffhersteller mit Sitz in Heidelberg am Freitag mitteilte. Netto verdiente der Konzern hingegen mit 120 (333) Millionen Euro weniger. Außerordentliche Aufwendungen für Restrukturierung und Refinanzierung belasteten mit insgesamt 101 Millionen Euro. Zudem hatte Heidelbergcement im Vorjahresvergleich positive Sondereffekte verbucht.

          Der Umsatz verbesserte sich auf 3,3 (3,0) Milliarden Euro, das operative Ergebnis stieg auf 492 (446) Millionen Euro. Vor Abschreibungen erhöhte Heidelbergcement das operative Ergebnis auf 693 (635) Millionen Euro.

          Eine Prognose für 2010 gab Heidelbergcement erneut nicht. Das Kostensparprogramm liege im Plan, im laufenden Jahr sollen 300 Millionen Euro eingespart werden. Die Reduzierung der Verschuldung steht weiterhin im Vordergrund.

          Gleichzeitig setze das Unternehmen die gezielten Investitionen in zukünftiges Wachstum insbesondere im Bereich Zement in den Schwellenländern Asiens, Afrikas und Osteuropas fort. Heidelbergcement sehe sich gut gerüstet, um von einem wirtschaftlichen Aufschwung im laufenden und nächsten Jahr überproportional zu profitieren. (Dow Jones)

          EADS erhöht Umsatzprognose

          Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat aufgrund des stärkeren Dollars seine Umsatzprognose erhöht. Basierend auf einem Wechselkurs von 1,35 Dollar rechnet der Konzern den Angaben vom Freitag zufolge nun im Gesamtjahr mit Erlösen von über 44 Milliarden Euro nach zuvor rund 43 Milliarden Euro. Den Ausblick für den operativen Gewinn bekräftigte die Muttergesellschaft des Flugzeugbauers Airbus und erwartet ein Ebit von rund einer Milliarden Euro. Sollte sich die Erstarkung des Dollar als nachhaltig erweisen, werde sich die Profitabilität ab 2012 verbessern, teilte der Konzern mit.

          Im ersten Halbjahr musste der Konzern trotz der Erholung der Luftfahrtbranche wegen negativer Wechselkurseffekte und hoher Belastungen durch das A380-Programm einen Gewinneinbruch hinnehmen. Das Ebit ging um 54 Prozent auf 406 Millionen Euro zurück. Das Nettoergebnis fiel um 51 Prozent auf 185 Millionen Euro. Der Umsatz blieb mit 20,3 Milliarden Euro stabil. Der Auftragseingang kletterte um 79 Prozent auf 30,8 Milliarden Euro. (Reuters)

          Wacker Chemie verdient deutlich mehr als erwartet

          Wacker Chemie hat im zweiten Quartal von einer wieder anziehenden Nachfrage profitiert und deutlich mehr verdient als erwartet. Zudem erhöhte der Konzern seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr.

          Der Periodengewinn erreichte im zweiten Quartal 135,4 Millionen Euro nach einem Verlust von 74,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Münchener MDax-Konzern am Freitag mitteilte. Die Umsätze kletterten um 30 Prozent auf 1,202 (0,926) Milliarden Euro und lagen damit leicht über der Marktprognose. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 120 Millionen Euro bei Einnahmen von 1,145 Milliarden Euro gerechnet.

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