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Medienschau : Conergy gerettet

  • Aktualisiert am

Haniel erwägt den Verkauf von Metro-Anteilen, Anglo American will angeblich seinen Anteil an De Beers erhöhen, die Fondsgesellschaft Pimco warnt vor Staatspleiten in der EU, die Nettozahler wollen den EU-Haushalt einfrieren.

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          Unternehmensnachrichten

          Conergy gerettet

          Das Hamburger Solarunternehmen Conergy ist finanziell gerettet. Nach monatelangen Verhandlungen einigte sich die Gesellschaft mit ihren Kreditgebern auf eine neue Finanzstruktur. Die Lösung sieht unter anderem einen Kapitalschnitt und eine anschließende Kapitalerhöhung vor. Die Schuldenlast soll deutlich sinken. Ein Teil der Verbindlichkeiten soll in Eigenkapital verwandelt werden. In der Folge dürften die beiden Hedgefonds Sothic und York künftig deutlich mehr als die Hälfte der Aktien halten. Sie hatten zuvor mehreren Conergy-Banken die Kredite abgekauft.

          Die Einigung sieht vor, die Schulden des Unternehmens um 188 Millionen Euro su verringern. Die verbleibende Kreditlinie von 135 Millionen Euro sei für vier weitere Jahre zu „marktüblichen Konditionen“ vereinbart worden.

          Zugleich wird das Grundkapital von 400 Millionen auf nur noch 50 Millionen Euro gesenkt. Anschließend soll es eine Kapitalerhöhung von bis zu 188 Millionen Euro geben. Dabei haben die bisherigen Aktionäre ein Bezugsrecht. Mit den Erlösen soll ein Teil der Kredite bezahlt werden. Sollten die Bezugsrechte nicht ausgeübt werden, sind einige Kreditgeber, darunter die Hedge-Fonds bereit, die Kreditforderungen von bis zu 188 Millionen Euro als Sacheinlage einzubringen und im Gegenzug Aktien zu übernehmen.

          Unklar ist, was die Hedgefonds mit Conergy vorhaben. Einige Beobachter fürchteten zuletzt, dass sie das Unternehmen zerschlagen könnten, um lukrative Geschäftsteile verkaufen zu können.

          Die Commerzbank, bislang mit knapp 30 Prozent größter Conergy-Aktionär, wird dem Vernehmen ihre Rechte nicht voll ausnutzen. Zuletzt war die Rede davon, dass sie sich mit einem Anteil von unter 10 Prozent begnügen will. (dpa-AFX)

          Großaktionär Haniel erwägt Verkauf von Metro-Anteilen

          Metro-Großaktionär Haniel denkt über einen Teilverkauf seiner Beteiligung an dem Düsseldorfer Handelsriesen nach. Dem Magazin zufolge könnte der Duisburger Familienkonzern mit Abschmelzen seiner Metro-Anteile seine Verschuldung senken wollen. In einem Aktionärspool halten Haniel und die Unternehmerfamilie Schmidt-Ruthenbeck derzeit 50,01 Prozent an Metro. Wie das Magazin unter Berufung auf einen Metro-Manager schreibt, würden bei der heutigen Aktionärskonstellation auch 40 Prozent der Anteile reichen, um Deutschlands größtes Handelshaus zu steuern. (dpa-AFX)

          Anglo American will Anteil an De Beers erhöhen

          Der britische Bergbaukonzern Anglo American will offenbar seinen Anteil am weltgrößten Diamanten-Produzenten De Beers ausbauen. Anglo American wolle den 45-Prozent-Anteil der Familie Oppenheimer übernehmen, berichtete die „Sunday Times“ ohne Nennung von Quellen. Die Beteiligung an dem Minenbetreiber sei mindestens 3,1 Milliarden Dollar wert. Es sei wahrscheinlich, dass Anglo American die Oppenheimers auszahle und De Beers zu einem Schlüsselbestandteil des Konzerns mache. Die Briten halten bereits 40 Prozent an der Firma. Der Rest gehört der Regierung Botswanas. Anglo American wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen. (Reuters)

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