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Medienschau : Commerzbank peilt 2010 Milliardengewinn an

  • Aktualisiert am

Gildemeister hebt die Prognose an, der Gewinn von Buffetts Berkshire Hathaway steigt. Australiens Regulierer weisen die Hochtief-Beschwerde gegen ACS ab, Eon-Chef Teyssen will den Konzern angeblich radikal umbauen und die Weltbank fordert ein neues Weltwährungssystem.

          7 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Commerzbank peilt 2010 Milliardengewinn an

          Die Commerzbank steuert im laufenden Jahr einen Milliardengewinn an. Mit einem Nettogewinn nach IFRS von mindestens einer Milliarde Euro kehre die Bank ein Jahr früher als erwartet in die Gewinnzone zurück, sagte Vorstandschef Martin Blessing am Montag bei der Vorlage der Geschäftszahlen zum dritten Quartal. Nach neun Monaten weist die Commerzbank bereits einen Gewinn von 1,17 Milliarden Euro nach Anteilen Dritter aus, obwohl das dritte Quartal mit 113 Millionen Euro schwächer ausfiel als von Analysten erwartet. Die von Reuters befragten Experten hatten im Schnitt 164 Millionen Euro erwartet.

          Der Staat muss trotzdem um die Zinsen für seine stille Einlage bangen. Die Commerzbank kündigte am Montag an, im März 2011eine Abschreibung auf die Eurohypo vornehmen zu müssen. Sollte die Abschreibung die Bank im Einzelabschluss der AG in die roten Zahlen drücken, würde der Bund abermals keine Zinsen auf seine stille Einlage von 16 Milliarden Euro erhalten. (Reuters, dpa-AFX)

          Siemens erhöht Dividende angeblich um mehr als 13 Prozent

          Der Münchener Technologiekonzern Siemens will gegen Ende der Woche laut einem Zeitungsbericht eine kräftige Dividendenerhöhung verkünden. Wie die „Financial Times“ am Sonntag unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen auf ihrer Webseite berichtet, soll die Dividende um mehr als 13 Prozent steigen. Zudem werde Vorstandsvorsitzender Peter Löscher neue Wachstumsziele vorstellen. Im Geschäftsjahr 2008/09 (30. September) hatte Siemens ihre Aktionäre mit 1,60 Euro je Aktie am Gewinn beteiligt. Ein Sprecher des Konzerns wollte den Bericht auf Anfrage von Dow Jones Newswires nicht kommentieren. (Dow Jones)

          Gildemeister hebt Prognose abermals leicht an

          Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister blickt nach einem starken dritten Quartal etwas optimistischer auf das Gesamtjahr als zuletzt. Das im MDax notierte Unternehmen rechnet 2010 jetzt mit einem Auftragseingang von 1,35 (2009: 1,15) Milliarden Euro. Der Umsatz solle auf mehr als 1,3 Milliarden Euro steigen.

          2009 waren die Erlöse wegen der Wirtschaftskrise um 38 Prozent auf etwas unter 1,2 Milliarden Euro eingebrochen. Im Sommer hatte Gildemeister für Auftragseingang und Umsatz noch einen etwas geringeren Anstieg prognostiziert. Nach wie vor wird ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern angestrebt.

          Im dritten Quartal wuchs Gildemeister nach langer Zeit wieder. Die Erlöse legten um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 329,5 Millionen Euro zu. Zwischen Oktober und Ende Dezember rechnet das Unternehmen abermals mit einem signifikanten Umsatzanstieg.

          Im dritten Quartal stieg der Auftragseingang um 53 Prozent auf 362,3 Millionen Euro. Ende September summierte sich der Auftragsbestand damit auf 742 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern (EBT) habe im dritten Quartal 8,1 (Vorjahr: -8,1) Millionen betragen. Nach Steuern blieben 5,4 Millionen Euro. Damit war Gildemeister wie schon im zweiten Quartal profitabel. Allerdings reichten die beiden Quartalsgewinne noch nicht aus, um das Minus vom Jahresauftakt auszugleichen. (dpa-AFX)

          Australische Regulierer weisen Hochtief-Beschwerde gegen ACS ab

          Die australischen Regulierungsbehörden legen dem Hochtief-Jäger ACS keine Steine für die Übernahme des deutschen Baukonzerns in den Weg. Die Übernahmekommission wies am Montag einen Einspruch des Essener Konzerns zurück. Eine Übernahme würde die Situation für die Minderheits-Anteilseigner der australischen Hochtief-Tochter Leighton nicht verändern.

          Hochtief wollte durchsetzen, dass ACS im Falle einer Übernahme des deutschen Unternehmens auch Leighton schlucken müsse. Der Kauf der Tochter würde den Angriff der Spanier mindestens 4,5 Milliarden Dollar teurer machen.

          SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier forderte die Bundesregierung auf, die Übernahme zu verhindern. „Mehr als 10.000 Beschäftigte bei Hochtief haben Angst. Sie haben Anspruch, dass die Bundesregierung sich für ihre Zukunft einsetzt“, sagte Steinmeier der „Bild“-Zeitung (Montagsausgabe) laut Vorabbericht. (Reuters)

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