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Medienschau : Commerzbank - Kapitalerhöhung um 11 Milliarden Euro

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In der amerikanischen Notenbank Federal Reserve gibt es unterschiedliche Ansichten über den richtigen Zeitpunkt für den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik. Während wenige Mitglieder für eine Straffung noch vor Jahresende plädierten, sprachen sich einige Fed-Vertreter für eine Beibehaltung der aktuellen Geldpolitik über dieses Jahr hinaus aus, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Protokoll der Sitzung des entscheidenden Gremiums vom 15. März hervorgeht. Auch über das Ankaufprogramm für Staatsanleihen gibt es innerhalb der Zentralbank unterschiedliche Meinungen. Einige Mitglieder traten dem Protokoll zufolge dafür ein, dass Ankaufprogramm im Volumen von 600 Milliarden Dollar früher zu beenden, wenn sich das Wirtschaftswachstum stabilisiert und die Teuerungsrate steigt. Das Programm läuft regulär Mitte des Jahres aus. Laut dem Protokoll plant die Fed wegen der unterschiedlichen Ansichten ihrer Mitglieder, Exit-Strategien für verschiedene wirtschaftliche Szenarien zu entwickeln. Aus dem Protokoll geht auch hervor, dass sich die Notenbanker zunehmende Inflationsgefahren sehen. Die Unruhen im Nahen Osten und die Ölpreise wirkten sich negativ aus. Der durch die steigenden Öl- und Rohstoffpreise ausgelöste Teuerungsschub sei allerdings nur vorübergehend, hieß es. Ähnlich hatte sich auch amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke in der Nacht zu Dienstag geäußert. Er trat dabei dem Eindruck entgegen, die Federal Reserve überdenke wegen drohender Inflationsgefahren ihre lockere Geldpolitik. „Unsere Erwartung ist, dass die Teuerungsrate mittelfristig wohl eher recht niedrig ausfallen wird“, sagte Bernanke. Experten werteten die Äußerungen Bernankes als Hinweis, dass er das Ankaufprogramm für Staatsanleihen bis zum Ende fortsetzen will. Auch eine Abkehr von der Nullzinspolitik noch in diesem Jahr scheint damit eher unwahrscheinlich. (Reuters)

Zeitler - Höhere Kapitalanforderungen für Großbanken

Die weltweit vernetzten Großbanken (SIFIs) müssen sich im Rahmen des künftigen Regulierungsrahmens laut Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler auf besondere Belastungen gefasst machen. „Es wird einen weiteren Kapitalzuschlag von mindestens ein bis zwei Prozent geben“, sagte Zeitler am Dienstag laut Redetext in München. Näheres zum künftigen Umgang mit den SIFIs wurde am Abend auf einer Pressekonferenz mit dem Leiter des Finanzstabilitätsrats, Mario Draghi, in Rom erwartet. Die weltweit wichtigsten Bankenaufseher haben sich im Baseler Ausschuss - in dem auch Zeitler sitzt - grundsätzlich auf eine Methode verständigt, wie die Schwergewichte der Branche stärker an die Kandare genommen werden sollen. Es geht um bis zu 30 Banken, deren Zusammenbruch das weltweite Finanzsystem ins Wanken bringen könnte. Der Umgang mit diesen sogenannten „systemrelevanten Banken“ (SIFIs) ist einer der letzten offenen Punkte in der neuen Banken-Regulierung „Basel III“. Zeitler zufolge lassen erste Schätzungen einen durch dieses neue Regelwerk bedingten Kapitalbedarf von rund 50 Milliarden Euro bis zum Jahresende 2018 erwarten. „Im Moment gibt es keine Signale, die Anlass zu der Sorge geben, dass die neuen Quoten nicht erfüllt werden können“, sagte Zeitler. (Reuters)

Kreise - Forschungsinstitute erwarten fast drei Prozent Wachstum

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen mit einem deutlich stärkeren deutschen Wachstum in diesem Jahr als noch im Oktober. „Sie rechnen mit deutlich über 2,5 Prozent“, sagte eine Person, die mit den Zahlen vertraut ist, der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Damit sind die Institute in ihrer Gemeinschaftsprognose, die am Donnerstag offiziell veröffentlicht wird, deutlich zuversichtlicher als noch im Herbst 2010, als sie das Wachstum auf zwei Prozent veranschlagten. Bei der Arbeitslosigkeit erwarten die Institute einen weiteren Rückgang im laufenden Jahr, bei der Zahl der Erwerbstätigen mit einem erneuten Anstieg. (Reuters)

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