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Medienschau : Cognis-Eigner mit BASF prinzipiell handelseinig

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Prudential zieht sein Angebot für das Asien-Geschäft von AIG zurück, Blackstone ist an Radioshack interessiert, während die Vereinigten Staaten strafrechtliche Ermittlungen gegen BP einleiten.

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          Unternehmen

          Cognis-Eigner mit BASF prinzipiell handelseinig

          Der Verkauf des Chemiekonzerns Cognis ist einem Zeitungsbericht zufolge annähernd perfekt. Die Eigentümer hätten sich mit der BASF auf Kaufpreis und die Vertragskonditionen geeinigt, berichtet die „Financial Times Deutschland“ (Mittwoch) unter Berufung auf mehrere mit der Transaktion vertraute Personen. BASF mache jetzt noch die „Confirmatory Due Diligence“ - eine ergänzende Unternehmensanalyse, mit ein Käufer letzte Risiken ausschließen will. Mit einer Bekanntgabe des Deals sei vor Mitte Juni noch nicht zu rechnen. Am Abend war bei BASF zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

          Der genaue Preis für Cognis war nicht zu erfahren. Finanzchef Marco Panichi hatte aber den angemessenen Unternehmenswert vorige Woche mit etwa dem Achtfachen des jährlichen Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) beziffert. Je nach Zeitraum, den man für das Ebitda ansetzt, entspricht das 3 bis 3,5 Milliarden Euro. Cognis gehört seit 2001 der Beteiligungssparte von Goldman Sachs und dem Finanzinvestor Permira. (dpa-AFX)

          Prudential zieht Angebot für Asien-Geschäft von AIG zurück

          Die britische Versicherungsgruppe Prudential hat ihr Vorhaben aufgegeben, das Asien-Geschäft vom angeschlagenen amerikanischen Versicherer AIG zu übernehmen. Prudential teilte am Mittwoch in London mit, es stehe in Verhandlungen mit AIG, um die Vereinbarung für ein Zusammengehen von Prudential mit AIGs Asiensparte (AIA) aufzulösen. Prudential hatte auf Verlangen seiner Aktionäre den amerikanischen Versicherer aufgefordert, den Preis für die Übernahme von 35,5 Milliarden Dollar (29 Milliarden Euro) auf rund 30 Milliarden Dollar zu senken. Die Briten teilten mit, sie würden AIG eine Gebühr für die Vertragsauflösung sowie Anwaltskosten, insgesamt rund 275 Millionen Euro, zahlen.

          „Wir haben unseren Aktionären in Sachen Kaufpreis aufmerksam zugehört und eine Neuverhandlung mit AIG begonnen“, sagte Prudentials Verwaltungsratsvorsitzender Harvey McGrath. „Leider haben wir keine Einigung erzielt, deswegen glauben wir, dass es im Interesse unserer Aktionäre ist, diese Gelegenheit nicht weiter zu verfolgen.“ Durch die Übernahme wäre Prudential zu einem der größten Versicherer der Welt vor Allianz und Axa geworden. (AFP)

          Bouygues im ersten Quartal mit Gewinnsprung

          Der französische Mischkonzern Bouygues hat im ersten Quartal den Gewinn bei schrumpfendem Umsatz erhöht. Der Überschuss legte von 159 auf 181 Millionen Euro zu, wie der Bau- und Mobilfunkkonzern am Dienstagabend in Paris mitteilte. Dagegen sank der Umsatz von 6,579 auf 6,443 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr peilen die Franzosen einen Umsatz von 30,1 Milliarden Euro an. Bislang lag die Ziellatte bei 30 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

          Vereinigte Staaten leiten strafrechtliche Ermittlungen gegen BP ein

          Die amerikanische Regierung leitet zivil- und strafrechtliche Ermittlungen gegen den Energiekonzern BP wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ein. Experten zufolge waren die strafrechtlichen Ermittlungen gegen BP nur noch eine Frage der Zeit. Dabei könnte es nicht nur BP an den Kragen gehen. So betrieb Transocean die Bohrplattform „Deepwater Horizon“, deren Explosion die Katastrophe vor einigen Wochen ausgelöst hatte. Halliburton war für Zementarbeiten an dem Bohrloch verantwortlich. Cameron International lieferte die Vorrichtung, die ein unkontrolliertes Austreten von Öl und Gas eigentlich hätte verhindern sollen.

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