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Medienschau : Chinas Produktion und Einzelhandelsumsätze ziehen weiter an

  • Aktualisiert am

Die Prämien von Swiss Life sinken weniger stark als befürchtet, Monsanto bestätigt die Gewinnprognosen, die Credit Agricole schneidet besser ab als erwartet. Aber Thales rechnet mit weniger Gewinn und Constantin Medien will mittels Stellenabbau Kosten senken.

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          Unternehmen

          DIC Asset traut sich mehr zu

          Der Frankfurter Gewerbeimmobilienkonzern DIC Asset hat nach einem stärkeren dritten Quartal sein Jahresziel nach oben geschraubt. 2009 werde nun ein Gewinn vor Abschreibungen, Steuern und Verkäufen (FFO) von 45 bis 46 Millionen Euro angepeilt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der FFO gilt in der Branche als wichtige Kennziffer für die operative Geschäftsentwicklung. Bislang hatte Vorstandschef Ulrich Höller für das Gesamtjahr 34 bis 36 (2008: 48) Millionen Euro in Aussicht gestellt. (Reuters)

          Prämien von Swiss Life sinken weniger stark als befürchtet

          Das Geschäftsvolumen des größten Schweizer Lebensversicherers Swiss Life ist in den ersten neun Monaten 2009 um drei Prozent und damit weniger stark als von Analysten erwartet gesunken. Die Bruttoprämien inklusive Policengebühren und erhaltener Einlagen beliefen sich auf 13,62 Milliarden Franken (8,99 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im dritten Quartal stiegen die Prämieneinnahmen im Jahresabstand um fünf Prozent auf 3,22 Milliarden Franken.

          Die IFRS-Solvabilität, eine Kennzahl für die Unterlegung der Zahlungsverpflichtungen mit Eigenmitteln, verbesserte sich per Ende September auf 168 Prozent von 155 Prozent Ende Juni. Die deutsche Tochterfirma AWD kehrte im dritten Quartal operativ in die Gewinnzone zurück. Im dritten Quartal wurden Einmal- und Restrukturierungskosten von 15,2 Millionen Euro verbucht und in den ersten neuen Monaten waren es 22,9 Millionen Euro. Swiss Life rechnet im Schlussquartal nicht mehr mit Aufwendungen in dieser Größenordnung. Analysten hatten im Schnitt mit 13,5 Milliarden Franken Geschäftsvolumen gerechnet. (Reuters)

          Lufthansa-Tochter BMI hat akute Finanzierungsprobleme

          Die Lufthansa-Tochter British Midland (bmi) kann laut einem Zeitungsbericht wegen akuten Finanzierungsproblemen möglicherweise nicht über das kommende Jahr hinaus operieren. Das gesamte Ausmaß der Schwierigkeiten der Fluggesellschaft gehe aus bisher unveröffentlichten Finanzdokumenten hervor, die der Zeitung „The Times“ vorliegen (Mittwochausgabe).

          Die Dokumente belegen laut Zeitung, dass bmi bis Ende Oktober 2010 eine zusätzliche Finanzierung von 190 Millionen Pfund benötigt. Die Mehrheitseignerin Deutsche Lufthansa AG wolle 95 Millionen Pfund beisteuern. Den restlichen Betrag wolle bmi durch den Verkauf ihrer lukrativen Slots am Flughafen Heathrow aufbringen, hieß es weiter. Ein Flughafenslot bezeichnet ein Zeitfenster, während dessen eine Fluggesellschaft einen Flughafen zum Starten oder Landen einer Maschine benutzen darf. Die Deutsche Lufthansa war am frühen Mittwochmorgen für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (Dow Jones)

          Schlott will sich per Kapitalerhöhung für harte Zeiten rüsten

          Der verlustreiche Katalog-Drucker Schlott stellt sich auf schwierige Zeiten ein und will seine Finanzierung per Kapitalerhöhung sicherstellen. Das Unternehmen gehe im laufenden Geschäftsjahr 2009/2010 von einer weiteren Abschwächung des Marktumfelds aus, erklärte der Konzern am Dienstag. Zwar sei wegen der Marktentwicklung keine seriöse Geschäftsprognose möglich, aber der Konzern werde im neuen Geschäftsjahr erneut tief in den roten Zahlen stecken.

          Inzwischen liege auch die prinzipielle Genehmigung zu einem Finanzierungsteil durch die staatliche Förderbank KfW vor. Zu diesem Finanzierungskonzept gehöre auch eine Kapitalerhöhung, bei der knapp 830.000 neue Aktien ausgegeben werden sollen. Der Bezugspreis für die Aktionäre werde dabei 4,58 Euro betragen, sie können 2 neue Titel für je 15 alte Aktien erwerben. Die genannten Finanzierungsschritte will Schlott noch im November vertraglich umsetzen.

          Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 machte der Konzern vor Steuern einen bereinigten Verlust von 6,3 Millionen Euro, unter Berücksichtigung von Restrukturierungskosten sogar von 26,8 Millionen Euro. Der um Schwankungen im Papierbeistellverhalten der Kunden bereinigte Wertschöpfungsumsatz sank auf 194,1 Millionen Euro von 225,3 Millionen Euro. (Reuters)

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