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Medienschau : Chinas Leistungsbilanzüberschuss sinkt

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Leere Liegestühle an der Costa del Sol

Normalerweise tobt am Strand von Torremolinos im August der Kampf um die Liegestühle. Der Himmel strahlt blau, die Sonne brennt - und dennoch bleiben die Liegen an der spanischen Costa del Sol in diesem Jahr auch in der Hochsaison reihenweise leer. Auch die Promenade, wo Souvenirläden knallrote Flamencokleider und Trikots von Real Madrid anbieten, ist verwaist. Manche Geschäfte und Lokale haben bereits geschlossen, angeblich wegen Renovierungsarbeiten. Die spanische Tourismusbranche bekommt die Auswirkungen der Wirtschaftskrise deutlich zu spüren. Vor allem die Briten, die bisher ein Viertel der Spanien-Urlauber ausmachten, bleiben aus. Viele von ihnen machen dieses Jahr Ferien im eigenen Land oder sind auf billigere Ziele wie Ägypten oder die Türkei ausgewichen. Zusätzlich zur schlechten Wirtschaftslage macht den Briten der Verfall des Pfundes zu schaffen, dessen Kurs bedenklich nah an den des Euro herangerückt ist. Sonnentage in Torremolinos, Benidorm oder auf Ibiza sind für sie damit wesentlich teurer geworden. In der ersten Jahreshälfte besuchten nach Angaben des Tourismusministeriums 23,6 Millionen Ausländer Spanien, das waren 11,4 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2008. Die Zahl der britischen Gäste ging sogar um über 16 Prozent zurück. Und jene Urlauber, die trotz Krise in den Süden flogen, gäben weniger Geld aus, klagen die Ladenbesitzer in den Urlaubsorten. Die Tourismusflaute trifft die ohnehin schwächelnde spanische Wirtschaft hart, denn elf Prozent aller Arbeitsplätze sind von dem Sektor abhängig. (AFP)

Kreise - amerikanische Regierung senkt Defizitprognose

Die amerikanische Regierung will Kreisen zufolge ihre Prognose für das Haushaltsdefizit im laufenden Jahr um 262 Milliarden Dollar senken. Das Haushaltsamt werde kommende Woche bekanntgeben, dass es mit einem Fehlbetrag von 1,58 Billionen Dollar rechne, sagte ein Regierungsvertreter am Mittwoch. Einem bei der Behörde arbeitenden anderen Informanten zufolge, werden die Ausgaben im Fiskaljahr 2009 (per 30. September) auf 3,653 Billionen und die Einnahmen auf 2,074 Billionen Dollar veranschlagt. Damit würde sich das Defizit auf 11,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen. Im Mai hatte die Regierung ihre Prognose für das Haushaltsdefizit auf 1,84 Billionen Dollar nach oben korrigiert, was 12,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspräche. Im Februar waren noch 1,75 Billionen Dollar veranschlagt worden. Ende Juli hatte amerikanische Präsident Barack Obama die eigentlich noch im gleichen Monat anstehende neue Prognose in die Parlamentsferien verschoben und damit Kritik der Opposition auf sich gezogen, die Regierung wolle sich nicht zu den Konsequenzen ihrer Finanzpolitik bekennen. (Reuters)

Buffett warnt vor zu hohen amerikanischen Staatsschulden

Der amerikanische Milliardär Warren Buffett hat das Ausmaß der Staatsschulden in Folge der Konjunkturpakete als „unhaltbar“ bezeichnet. Er habe die Billionen Dollar schweren Kapitalspritzen in das Finanzsystem sehr begrüßt, schrieb Buffett am Mittwoch in einem Beitrag für die „New York Times“. Nun müssten sich die Vereinigten Staaten aber umgehend mit dessen möglichen Folgen - wie etwa einer Inflation - auseinandersetzen. „Momentan sind die meisten dieser Effekte nicht sichtbar und dies könnte so auch noch für eine lange Zeit bleiben. Dennoch, die Bedrohung könnte sich als so verhängnisvoll entpuppen wie die der Finanzkrise selbst“, schrieb Buffett. „Die amerikanische Wirtschaft hat die Intensivstation verlassen“, schrieb Buffett. Sie scheine sich langsam zu erholen. (Reuters)

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