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Medienschau : Chinas Einkaufsmanagerindizes fallen im Juni

  • Aktualisiert am

Moody's erwägt eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens, Altana wird vom Kurszettel verschwinden, Yahoo Aktien zurückkaufen. Monsanto bricht das Geschäft mit Unkrautvernichtern weg. Das Geschäftsklima in Japan ist besser als erwartet und Ungarn will ein neues Abkommen mit dem IWF.

          Unternehmen

          Aktionäre besiegeln Börsenrückzug von Altana

          Das niederrheinische Spezialchemieunternehmen Altana verabschiedet sich nach 33 Jahren von der Börse. Die Aktionäre des Unternehmens stimmten am Mittwoch in Duisburg auf der Hauptversammlung der Zwangsabfindung (Squeeze Out) der verbliebenen Minderheitsaktionäre zu. Damit würden die restlichen Aktien nun auf die Investmentgesellschaft der Altana-Hauptaktionärin Susanne Klatten übertragen, kündigte das Unternehmen am Mittwochabend in Duisburg an. Die Quandt-Erbin hält über die Skion GmbH bereits seit diesem Februar 95,04 Prozent der Altana-Aktien.

          Die Minderheitsaktionäre sollen eine Barabfindung von 15,01 Euro je Aktie erhalten. Die Börsennotierung endet mit der Eintragung des Schritts in das Handelsregister. Die Milliardärin, die auch maßgeblich am Autobauer BMW und an SGL Carbon beteiligt ist, hatte die vorübergehend im Leitindex Dax notierte Altana 2006 zerschlagen und das Pharmageschäft an den Arzneimittelhersteller Nycomed verkauft. Danach hatte
          sich Altana auf den Spezialchemiebereich konzentriert und den Firmensitz von Bad Homburg bei Frankfurt nach Wesel am Niederrhein verlegt. Altana war 1977 als Abspaltung von der Quandt-Holding Varta entstanden. (Reuters)

          Yahoo plant milliardenschweren Aktienrückkauf

          Der Internetkonzern Yahoo will seine Anteilseigner mit einem milliardenschweren Aktienrückkauf besänftigen. Der Web-Pionier ließ sich auf der Hauptversammlung dafür einen Rahmen von 3 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro) für drei Jahre geben, wie das Unternehmen am Mittwoch berichtete.

          Aktienrückkäufe lassen typischerweise den Aktienkurs steigen, weil sie den Gewinn pro Anteilsschein erhöhen. Der Portalbetreiber hatte im Online-Werbemarkt den Anschluss an Google verloren und rettete sich in eine Kooperation mit Microsoft. Im ersten Quartal konnte das Internet-Unternehmen den Gewinn mit über 300 Millionen Dollar im Jahresvergleich gut verdoppeln. (dpa-AFX)

          Portugal blockiert Telefonica

          Portugal hat den ehrgeizigen Expansionsplänen der spanischen Telefonica in Lateinamerika einen Riegel vorgeschoben. Die Regierung in Lissabon blockierte am Mittwoch den Verkauf des Anteils der Portugal Telecom am brasilianischen Mobilfunker Vivo. Telefonica bezeichnete das Vorgehen als illegal. Telefonica hatte erst in der Nacht zum Mittwoch die Offerte für PTs Vivo-Anteil zum zweiten Mal aufgestockt, um die Gunst der Aktionäre zu gewinnen und bot zuletzt 7,15 Milliarden Euro.

          Die Regierung schob dem Verkauf einen Riegel vor, obwohl sich die PT-Aktionäre mehrheitlich dafür aussprachen. Als Besitzer einer so genannten Goldenen Aktie genießt die Regierung in Lissabon Sonderrechte bei PT. Das Veto der Regierung ist nach
          Einschätzung des Chefs der Aktionärsversammlung rechtlich bindend. (Reuters)

          Monsanto bricht Geschäft mit Unkrautvernichtern weg

          Dem weltgrößten Agrar- und Biotechnikkonzern Monsanto macht ein schrumpfendes Geschäft mit Unkrautvernichtern zu schaffen. Weil Nachahmerprodukte den Markt überschwemmen und das Wetter auf dem wichtigen Heimatmarkt nicht mitspielte, brach der Umsatz in der Sparte im dritten Geschäftsquartal (Ende Mai) um die Hälfte ein.

          Das schlug sich direkt auf den Gewinn durch. Unterm Strich verdiente Monsanto im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 384 Millionen Dollar (315 Millionen Euro) 45 Prozent weniger. Mit einem derart merklichen Absturz hatten die Börsianer nicht gerechnet. Der Aktienkurs gab im Verlaufe des Mittwoch um rund 2 Prozent nach.

          Dagegen verkauft sich Saatgut etwas besser als vor einem Jahr. Der Konzernumsatz fiel letztlich um 6 Prozent auf knapp 3,0 Milliarden Dollar. Monsanto war den Problemen mit einem Sparprogramm samt Stellenstreichungen begegnet. Weniger Produkte sollen künftig zu günstigeren Preisen angeboten werden, um der Konkurrenz die Kunden wegzuschnappen.

          Der Umbau geht aber erstmal ins Geld. Vor einem Monat hatte der Konzern bereits seine Jahresprognose senken müssen. Der Fünf-Jahres- Plan, der eine Verdoppelung des Bruttoergebnisses von 2007 bis 2012 vorsah, ist längst Geschichte. (dpa-AFX)

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