https://www.faz.net/-gv6-6nfpf

Medienschau : Chinas Einkaufsmanagerindex deutet auf gebremstes Wachstum

  • Aktualisiert am

Barnier will dem Bericht zufolge das neue Regelwerk am Mittwoch in Brüssel vorstellen. Er reagiere damit auf die wachsende Kritik aus der Politik an den Bonitätsprüfern. Die EU sei verärgert über die Herabstufung von Staatsanleihen hochverschuldeter Mitgliedsstaaten, wobei es weniger um die Noten selbst als vielmehr um den Zeitpunkt ihrer Verkündung geht. So hatte Fitch am vergangenen Freitag die Note für spanische Bonds gesenkt, obwohl die Regierung in Madrid unmittelbar vorher ein umfangreiches Sparprogramm beschlossen hatte. Ähnlich waren die Rating-Agenturen zuvor auch mit griechischen Bonds verfahren. (Reuters)

Australiens Notenbank lässt Leitzins unverändert

Die australische Zentralbank hat eine Pause in ihrem Straffungszyklus eingelegt. Wie der Geldpolitische Rat der Reserve Bank of Australia (RBA) am Dienstag mitteilte, liegt der Leitzins weiterhin bei 4,50 Prozent. Dies entsprach den Erwartungen der von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen, nachdem die RBA bei ihrer Sitzung im Mai erklärt hatte, dass der Cash Rate Zielsatz erstmals seit Ausbruch der globalen Krise 2008 wieder auf einem „normalen“ Niveau liege.

Beobachter gehen davon aus, dass die Notenbank auch in den kommenden Monaten keine Zinsänderungen vornehmen wird. Es gebe Anzeichen für eine Verlangsamung der Wirtschaftsaktivität. Sollte sich die Jahresteuerung aber weiter erhöhen und über das
Zielband der Notenbank von 2 Prozent bis 3 Prozent Inflation steigen, dürfte die RBA ihren Straffungszyklus wieder aufnehmen, hieß es.

Die RBA hat ihren geldpolitischen Schlüsselsatz seit Oktober 2009 sechs Mal angehoben. Australien war das erste G-20-Land, das nach der globalen Finanzkrise wieder die Geldpolitik gestrafft hatte. Der nächste RBA-Zinsentscheid findet am 6. Juli statt. (Dow Jones)

EZB: Herabstufung keine Gefahr für Finanzstabilität

Die jüngste Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens ist den Worten von EZB-Vizepräsident Lucas Papademos zufolge nicht überraschend gekommen. Das niedrigere Kreditrating für Spanien sei „teilweise zu erwarten“ gewesen und stelle „kein Risiko für die Finanzstabilität der Eurozone“ dar, sagte Papademos am Montag bei der Vorstellung des halbjährlichen Finanzstabilitätsberichts der EZB in Frankfurt.

Die Lage in Spanien unterscheide sich von der in Griechenland, zumal das Rating von Spanien „noch immer sehr hoch“ sei, betonte der EZB-Vize. Fitch Ratings hatte die Bonitätsnote für Spanien am Freitag wegen schlechterer Wachstumsperspektiven infolge des rigiden Sparkurses auf „AA+“ von zuvor „AAA“ gesenkt. Das Rating für Griechenland wurde hingegen weitaus stärker zurückgenommen und liegt bei den meisten Ratingagenturen auf dem Niveau einer Länder-Ramschanleihe. (Dow Jones)

Griechenlands Finanzminister - Könnten im Juli Anleihen begeben

Das hoch verschuldete Griechenland könnte im Juli neue Staatsanleihen begeben. Finanzminister Giorgos Papakonstantinou sagte am späten Montagabend dem Sender Net TV, das Geld des internationalen Hilfspakets dürfte bis 2012 reichen. Zu kurzfristigen Anleihen befragt erklärte er weiter: „Einige kurzfristige Papiere laufen aus, einige davon im Juli, und wir werden an die Märkte gehen.“ Insgesamt werden im Juli griechische Anleihen mit einem Umfang von 4,56 Milliarden Euro fällig. Es wäre der erste derartige Schritt der Regierung in Athen, seitdem die Euro-Staaten und der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Hilfspaket von 110 Milliarden Euro auflegten. (Reuters)

Weitere Themen

Topmeldungen

„Fridays for Future“-Demonstration vom vergangenen Freitag in Berlin

„Fridays for Future“ : Glaube an die eigene Macht

Eine Studie zeigt, wie die Demonstranten der „Fridays for Future“-Proteste ticken. Was ihre Motive sind, welchen sozialen Hintergrund sie haben – und für welche Parteien sie stimmen würden.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.