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Medienschau : Chinas Einkaufsmanagerindex deutet auf gebremstes Wachstum

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Die irischen Banken sind wegen ihres großen Engagements in riskantere Immobilienkredite massiv von der Rezession des Landes und den abstürzenden Häuserpreisen betroffen. Sie mussten daher zu einem großen Teil verstaatlicht werden, was wiederum das Haushaltsdefizit des Landes in die Höhe trieb. (Reuters)

Joop will Schiesser an die Börse bringen

Der Modemacher Wolfgang Joop will beim insolventen Wäschehersteller Schiesser (“Feinripp“) einsteigen und das Unternehmen an die Börse bringen. Dies teilte der Insolvenzverwalter Volker Grub am Montag mit. Entsprechende Verhandlungen mit Banken seien bereits geführt worden. Der Gläubigerausschuss soll Ende Juni entscheiden, wie es mit Schiesser weitergeht.

Neben der Möglichkeit einer Minderheitsbeteiligung von Joop gebe es auch weitere Optionen, sagte ein Sprecher. Es gebe auch Investoren, die die Traditionsfirma ganz übernehmen wollen. Joop war im Dezember mit zwei weiteren Investoren in die Endauswahl für eine Beteiligung oder Übernahme gekommen.

„Das Zusammengehen mit Wolfgang Joop ist eine der favorisierten Lösungen“, teilte Grub mit. Joop will Schiesser bei Strategie, Marketing, Design und dem visuellen Auftritt beraten. Der Potsdamer Designer könne einen „wesentlichen Beitrag“ leisten, um die Marke Schiesser attraktiver zu machen, sagte Grub weiter.

Der 1875 gegründete Produzent von Unter-, Nacht- und Sportwäsche Schiesser musste im Februar 2009 Insolvenz anmelden, weil ein Schuldenberg von rund 80 Millionen Euro aufgelaufen war. Drei Monate später wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Die finanzielle Schieflage war vor allem durch unrentable Lizenzfertigung für Marken wie Puma oder Tommy Hilfiger entstanden. Inzwischen ist Schiesser aus den meisten dieser Lizenzverträge ausgestiegen und hat seine Belegschaft verkleinert. (dpa-AFX)


Wirtschaftsnachrichten

Chinas Einkaufsmanagerindizes deuten auf gebremstes Wachstum

Das Wachstum im verarbeitenden Gewerbe Chinas hat sich den Einkaufsmanagerindizes zufolge im Mai verlangsamt. Der von der HSBC Holdings ermittelte Einkaufsmanagerindex für China fiel am Dienstag auf 52,7 Punkte. Es war der zweite Indexrückgang in Folge, im April war der Einkaufsmanagerindex bereits auf revidiert 55,2 (vorläufig: 55,4) Zähler zurückgegangen. Der Index liegt aber noch immer über der Schwelle von 50 Punkten, die die Grenze zwischen Expansion und Kontraktion markiert.

„Die Abschwächung des Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe deutet an, dass das Risiko einer Überhitzung abnimmt“, erklärte HSBC-Chefökonom für China, Hongbin Qu. Das Wirtschaftswachstum werde aber dennoch stark ausfallen, was an den massiven Investitionen in die Infrastruktur und dem soliden privaten Konsum liege. Im ersten Quartal 2010 war die chinesische Wirtschaft um 11,9 Prozent zum Vorjahresquartal expandiert.

Der von der China Federation of Logistics & Purchasing (CFLP) am Dienstag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex fiel im Mai auf einem Stand von 53,9 Punkten. Im April hatte dieser Purchasing Managers Index (PMI) noch bei 55,7 Zählern gelegen. Der Index liegt bereits den 15. Monat in Folge über der Wachstumsschwelle. (Dow Jones)

EU will Rating-Agenturen schärfer kontrollieren

Die EU will Rating-Agenturen nach einem Zeitungsbericht strenger kontrollieren und bei Regelverstößen bestrafen. Die geplante europäische Börsenaufsicht ESMA solle dafür umfangreiche Ermittlungsbefugnisse erhalten, zitierte das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe) aus einem Verordnungsentwurf des zuständigen EU-Kommissars Michel Barnier. Im Verdachtsfall solle die ESMA die Büros der Bonitätsprüfer durchsuchen, Geschäftsunterlagen aller Art anfordern und Verdächtige verhören. Falls sich ein Verdacht bestätigt, wolle die EU-Kommission auf Vorschlag der ESMA Geldstrafen gegen die betroffene Rating-Agentur verhängen.

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