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Medienschau : China will Kapitalanforderungen für Banken erhöhen

  • Aktualisiert am

Das Rekord-Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten wird etwas geringer ausfallen. Das Defizit von Bund und Ländern ist ebenfalls kräftig gestiegen. Immer mehr Hausbesitzer in Amerika sind in Zahlungsverzug. China prognostiziert ein Wachstum von 8,5 Prozent für das dritte Quartal.

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          Unternehmen

          Fujitsu erhöht Gewinnprognose

          Der japanische Technologiekonzern Fujitsu hat nach der Veräußerung einer Aktienbeteiligung seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr in etwa vervierfacht. Fujitsu rechne nun mit einem Nettogewinn von umgerechnet 713 Millionen Euro nach zuvor 187 Millionen Euro, teilte das mit den amerikanischen Konzernen IBM und Hewlett-Packard konkurrierende Unternehmen am Freitag mit. Bei dem Verkauf des fünfprozentigen Aktienpakets am Roboterhersteller Fanuc erzielte Fujitsu umgerechnet rund 668 Millionen Euro. (Reuters)

          KKR bringt Billigkette Dollar General an die Börse

          Der zur Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) gehörende Einzelhändler Dollar General hat am späten Donnerstag seinen Börsengang (IPO) angemeldet. KKR könnte damit Vorreiter für andere Investoren sein, die in dem sich erholenden Aktienmarkt versuchen, aufgekaufte Unternehmen an die Börse zu bringen.

          Dollar General will laut Mitteilung Anteilsscheine im Wert von bis zu 750 Millionen Dollar verkaufen. Dieser Betrag dient allerdings der Berechnung der Anmeldegebühren für die amerikanischen Börsenaufsicht SEC. Das Volumen des Börsengangs kann am Ende auch höher oder geringer ausfallen.

          Sollte das Unternehmen aber tatsächlich in etwa so viel Geld einsammeln, wäre dies der bisher größte Börsengang eines aktiven Unternehmens in diesem Jahr und würde sogar das IPO der Mead Johnson Nutrition übertreffen. Der Hersteller von Babynahrung
          hatte im Februar 720 Millionen Dollar erzielt.

          KKR will sich selbst aus den Erlösen eine Dividende von 200 Millionen Dollar auszahlen lassen. Während der Boomjahre zu Beginn der aktuellen Dekade hatten Beteiligungsgesellschaften einen großen Teil ihrer Gewinne mittels solcher Dividenden erzielt - sie entnahmen ihren Unternehmen große Mengen an Bargeld, um sich selbst Dividenden zu zahlen. Diese Art von Zahlungen waren im vergangenen Jahr größtenteils ausgeblieben.

          KKR wird nun außerdem als Mitglied der Emissionskonsortiums beim Verkauf der Aktien helfen und so zusätzlich Gebühren mit dem Börsengang verdienen.

          Die Beteiligungsgesellschaft hatte Dollar General auf dem Höhepunkt des Marktes im Juli 2007 gekauft und 7,2 Milliarden Dollar für die Kette bezahlt, die Billigartikel wie Hundeleckerbissen für 1 Dollar und Bleiche für 2 Dollar anbietet.

          KKR und ihre Co-Investoren hatten 2,8 Milliarden Dollar an Eigenkapital eingesetzt für den Restbetrag Schulden aufgenommen. Bei der aktuellen Bewertung ist der Eigenkapitalanteil rund 4,75 Milliarden Dollar wert. (Dow Jones)

          Bestandsabwertung brockt Immobilienfirma Atrium Verlust ein

          Atrium European Real Estate ist im ersten Halbjahr wegen Abwertungen auf Immobilien, Grundstücke und Entwicklungsprojekte in die roten Zahlen gerutscht. Der Vorsteuerverlust habe bei 325 Millionen Euro gelegen nach einem Gewinn von zwei Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte die österreichische Gewerbeimmobilienfirma am Freitag mit.

          Insgesamt musste Atrium nach eigenen Angaben in den ersten sechs Monaten Abwertungen von 376 Millionen Euro vornehmen. Der Konzern ist auf Osteuropa spezialisiert und vor allem in Tschechien, Polen und Russland engagiert.

          Ohne Berücksichtigung der Bestandsabwertung konnte Atrium im Berichtzeitraum zulegen: Das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) lag bei 40 (Vorjahreszeitraum: 23) Millionen Euro. Die Mieterlöse kletterten um ein Fünftel
          auf 59 Millionen Euro. Den in der Branche wichtigen Nettovermögenswert je Aktie bezifferte Atrium nun mit 8,97 Euro. Zum Jahresende 2008 hatte der NAV noch bei 10,66 Euro je Aktie gelegen. Atrium entwickelt und betreibt Einkaufszentren. (Reuters)

          Lonza steigt in Übernahmekampf um Patheon ein

          Das schweizerische Life-Science-Unternehmen Lonza hat ein unverbindliches Übernahmeangebot für den Pharmakonzern Patheon abgegeben. Lonza wolle 3,55 Dollar je Aktie zahlen und sämtliche limitierten Stimmrechtsaktien kaufen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Bei rund 129,2 Millionen Anteilsscheinen entspräche dies einem Transaktionsvolumen von rund 460 Millionen Dollar.

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