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Medienschau : China will Kapitalanforderungen für Banken erhöhen

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Vereinigte Staaten rechnen mit geringerem Haushaltsdefizit

Die Vereinigten Staaten rechnen im laufenden Fiskaljahr mit einem geringeren Haushaltsdefizit als bislang angenommen. Das Defizit werde sich auf 1,58 Billionen Dollar anstatt der bisher prognostizierten 1,84 Billionen Dollar belaufen, sagten Regierungsvertreter am Donnerstag. Der Fehlbetrag im Fiskaljahr zum 30. September würde damit 11,2 Prozent der gesamten amerikanischen Wirtschaftsleistung betragen - das wäre weiter das höchste Minus seit dem Zweiten Weltkrieg.

Die Senkung ist auf die Streichung von Rücklagen in Höhe von 250 Milliarden Dollar für die Rettung weiterer Banken zurückzuführen. Die amerikanische Regierung rechnet offenbar nicht mehr damit, Finanzinstituten unter die Arme greifen zu müssen.

Im Fiskaljahr 2008 lag das Defizit bei 455 Milliarden Dollar. Als absolute Summe war bereits dies ein Rekord. Präsident Obama erbte aus der Regierungszeit seines Vorgängers George W. Bush ein Defizit für 2009 von mehr als einer Billion
Dollar. Zudem belastete das auf zwei Jahre ausgelegte Konjunkturpaket über 787 Milliarden Dollar. (Reuters)

Mexikos Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal mit Rekordrate

Die Rezession in Mexiko hat sich im zweiten Quartal beschleunigt, allerdings etwas schwächer als erwartet. Wie die Statistikbehörde des Landes am Donnerstag mitteilte, fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das war die stärkste Schrumpfung innerhalb eines Quartals seit Beginn der entsprechenden Datenreihe im Jahr 1981.

Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten für das zweite Quartal ein geringfügig höheres BIP-Minus von 10,6 Prozent erwartet, nachdem Mexikos Wirtschaft im Vorquartal um revidiert 8,0 Prozent (vorläufig: minus 8,2 Prozent) geschrumpft war. Im ersten Halbjahr lag das BIP damit um 9,2 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. (Dow Jones)

Chinesische Regierung prognostiziert 8,5 Prozent Wachstum für das dritte Quartal

China will mit einer optimistischen Prognose Sorgen am Markt über das Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik zerstreuen. Im dritten Quartal werde das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um rund 8,5 Prozent wachsen, erklärte eine Expertenkommission der chinesischen Regierung am Freitag. Im zweiten Quartal wuchs die chinesische Wirtschaft um 7,9 Prozent. Die Kommission ist unterhalb der wirtschaftlichen Planungsbehörde des Landes angesiedelt.

Das staatliche Informationszentrum SIC teilte im „China Securities Journal“ mit, die Führung in Peking werde die Wirtschaft weiter unterstützen und bei der Geldpolitik im zweiten Halbjahr angemessene Maßnahmen ergreifen. Die Kreditvergabe werde im
August bei rund 500 Milliarden Yuan (51,5 Milliarden Euro) liegen, nachdem sie im Juli auf 356 Milliarden Yuan gefallen war. Insgesamt habe die chinesische Wirtschaft die Talsohle durchschritten, jedoch würden die Wachstumsraten aufgrund der schwachen
Exporte weiter hinter dem Potenzial der Volksrepublik zurückbleiben. Die Regierungskommission geht davon aus, dass Chinas Exporte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent fallen werden.

Auch eine Rückkehr zum gewohnt starken Wachstum wird nach Regierungsangaben nicht genug Jobs für die vielen Millionen Arbeitslosen des Landes bringen. Bei einem Wirtschaftswachstum von 8 Prozent in diesem Jahr gebe es Arbeit für etwa 12 Millionen der momentan offiziell 24 Millionen Arbeitslosen, erklärte der chinesische Sozialminister Yin Weimin am Freitag. Laut Arbeitsministerium gibt es neben den offiziellen Jobsuchenden noch rund vier Millionen Wanderarbeiter und drei Millionen Uni-Absolventen. Diese sind in der Rechnung nicht mitgezählt. (Reuters, AFP)

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