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Medienschau : China will Kapitalanforderungen für Banken erhöhen

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Lonza tritt mit dem Angebot in einen Übernahmewettbewerb mit der Beteiligungsgesellschaft JLL Partners ein. JLL hatte für Patheon ein Übernahmeangebot von 2 Dollar je Aktie abgegeben, das der Konzern jedoch mehrfach zurückwies. Ein Ausschuss des kanadischen Unternehmens begrüßte das Lonza-Angebot nun, Aktionäre würden aufgefordert, die Lonza-Offerte zu prüfen. (Dow Jones)

Wirtschaft

Defizit von Bund und Ländern kräftig gestiegen

Das Defizit in den Haushalten von Bund und Ländern ist in der ersten Hälfte dieses Jahres kräftig gestiegen. Die Länder verzeichneten nach Feststellung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden eine Lücke zwischen Ein- und Ausgaben in Höhe von 15,4 Milliarden Euro, nachdem in der ersten Hälfte von 2008 noch ein Überschuss von 3,1 Milliarden Euro erreicht worden war. Im Kernhaushalt des Bundes stieg das Defizit im selben Zeitraum von 13,1 auf 14,7 Milliarden Euro.

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Bund seine Belastungen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise über gesonderte Haushalte abwickelt. Statistische Daten werden dafür erst Ende September vorliegen. (dpa-AFX)

China will Kapitalanforderungen für Banken erhöhen

Die chinesische Bankenaufsicht hat einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge den Banken des Landes den Entwurf neuer Richtlinien zugeleitet, die die Banken zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote zwingen würden. Die Entwürfe sähen vor, dass die Banken ihre Bestände an nachrangigen Schuldtiteln anderer Kreditgeber von ihren eigenen nachrangigen Emissionen abziehen, die als Ergänzungskapital ausgewiesen werden, berichtet die Agentur am Freitag unter Berufung auf nicht genannte Personen, die den Entwurf der Bankenaufsicht gesehen haben. Zudem wird das Volumen nachrangiger Papiere begrenzt, das eine Bank halten darf.

Durch die neuen Regeln könnten sich die chinesischen Banken gezwungen sehen, die Kreditvergabe einzuschränken oder Aktien zu verkaufen, um die von der chinesischen Bankenaufsicht geforderte Eigenkapitalquote von 12 Prozent zu erreichen. Die Banken sollen bis Dienstag kommender Woche eine Stellungnahme zu dem Entwurf abgeben, heißt es weiter. (Dow Jones)

EZB will Inflationssprung im Euroraum vermeiden

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Aussage von EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi einen möglichen Inflationssprung im Euroraum verhindern, wenn die Wirtschaft im kommenden Jahr wieder anspringt. Die EZB gehe aber weiterhin davon aus, dass die Inflationsrate im kommenden Jahr niedrig ausfallen werde.
Bini Smaghi zufolge dürfte die Inflation noch für einige Monate im negativen Bereich oder nahe Null bleiben.

Mit Blick auf das Wachstum sagte Bini Smaghi, die Eurozone werde Mitte kommenden Jahres wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Diese Erwartung erscheint einigen Ökonomen aber als zu konservativ, nachdem Deutschland und Frankreich entgegen den Erwartungen zwischen April und Juni wieder ein leichtes Wachstum verzeichnet haben.

„Ein paar wenige Makrodaten reichen nicht aus, um unser Szenario zu ändern“, sagte das EZB-Direktoriumsmitglied dazu. Die Wirtschaft des Euroraums ist im zweiten Quartal um 0,1 Prozent zum Vorquartal geschrumpft, nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,5 Prozent im ersten Jahresviertel. (Dow Jones)

Zahlungsverzug bei Hypotheken steigt in Vereinigten Staaten auf Rekordhoch

In Amerika sind so viele Bürger bei der Bezahlung ihrer Hypothekenschulden in Verzug wie noch nie. Nahezu jeder achte Zahler sei im zweiten Quartal überfällig oder befinde sich im Prozess der Zwangsvollstreckung, teilte der Verband der Hypothekenbanken am Donnerstag mit. Vor allem in den von der Finanzkrise besonders hart getroffenen Bundesstaaten Kalifornien, Florida, Arizona und Nevada komme es überdurchschnittlich häufig zu Zwangsvollstreckungen. Ein Ende der Ausfälle ist dem Verband zufolge nicht absehbar: Im kommenden Jahr rechnen die Banken wegen der steigenden Arbeitslosigkeit mit noch höheren Zahlungsrückstände. (Reuters)

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