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Medienschau : China kündigt flexiblere Währung an

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          Unternehmen

          BASF steht unmittelbar vor Kauf von Cognis - Kreise

          Der Chemieriese BASF bleibt Kreisen zufolge trotz einer höheren Offerte eines amerikanische Wettbewerbers Favorit für die Übernahme des Spezialchemiekonzerns Cognis. Der amerikanische Konzern Lubrizol komme mit seiner Offerte spät und müsse noch eine tiefere Buchprüfung vornehmen, sagte eine von mehreren mit dem Vorgang vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Wochenende. Die Cognis-Besitzer, die Beteiligungsfirmen Permira und Goldman Sach, wollten in dieser Hinsicht aber keine Risiken eingehen. BASF dagegen sei mit seiner rund 3,1 Milliarden Euro schweren Offerte auf Kurs, schon in Kürze eine Vereinbarung zu erzielen, hieß es aus den Kreisen weiter. Die Gespräche könnten sich aber auch noch bis Ende Juni hinziehen. Goldman Sachs, Permira und BASF lehnten einen Kommentar dazu ab. Bei Lubrizol war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Den Kreisen zufolge hat Lubrizol rund 3,2 Milliarden Euro für Cognis einschließlich Schulden geboten. „Den Verkäufern wurde gesagt, dieser Preis gilt. Es müsste zwar noch gearbeitet werden, um das Angebot zu vervollständigen, aber das wäre eine Sache von Tagen“, sagte ein Insider. Lubrizol mit Sitz in Wickliffe in Ohio ist ein Spezialchemiekonzern, der unter anderem Motoröl-Additive, Chemikalien für Schmierstoffe sowie Polymere produziert. Das Unternehmen kam 2009 auf einen Jahresumsatz von 4,6 Milliarden Dollar (3,38 Milliarden Euro) und ist damit deutlich kleiner als der Branchenprimus BASF, der es auf Jahresumsätze von 50,7 Milliarden Euro bringt. Die Verkaufsverhandlungen für Cognis ziehen sich bereits seit Monaten hin. Nach früheren Angaben aus Kreisen wurden dabei zuletzt noch Fragen der rechtlichen Absicherung und der Behandlung der Pensionsverpflichtungen diskutiert. Permira und Goldman Sachs zielen demnach darauf ab, Cognis mit einem Schlag aus ihren Büchern zu bekommen. BASF-Chef Jürgen Hambrecht wollte dagegen in seinem letzten Jahr als Konzernchef Cognis vor dem Kauf noch besonders sorgfältig unter die Lupe nehmen und alle Risiken ausschließen, hieß es in den Kreisen. Cognis mit Sitz in Monheim bei Köln war als Chemieabspaltung aus dem Henkel-Konzern hervorgegangen. Seit 2001 ist Cognis im Besitz der Finanzinvestoren. Der bislang letzte Anlauf zum Verkauf war 2008 an der Finanzkrise gescheitert. Schon damals war BASF im Rennen, hatte dann aber stattdessen den Kauf des Schweizer Spezialchemiekonzerns Ciba angekündigt. Cognis produziert Spezialchemikalien für die Kosmetik- und Lebensmittelindustrie, für Farbenhersteller und die Gesundheitsbranche. Viele Cognis-Produkte haben natürliche Öle und Fette als Ausgangsstoffe. Ein Großteil der Erzeugnisse ist weniger konjunkturabhängig als Grundstoff- und Massenchemikalien und wirft höhere Margen ab. Genau diese Bereiche in der Chemie standen bei BASF in den vergangenen Jahren immer stärker im Fokus. (Reuters)

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