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Medienschau : Bundesregierung stellt Haftungsfreiheit der EU für Haushalte von Mitgliedsländern infrage

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Katar soll als 'weißer Ritter' für Hochtief im Gespräch sein. EADS will in Amerika zukaufen, die Börsen von Singapur und Sydney fusionieren. Die Yen-Stärke wird den Gewinn von Toyota deutlich drücken. Portugals Regierung verhandelt mit der Opposition über einen Sparhaushalt.

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          Unternehmensnachrichten

          Katar als 'weißer Ritter' für Hochtief im Gespräch

          Der Baukonzern Hochtief will im Kampf gegen eine feindliche Übernahme jetzt möglicherweise das arabische Emirat Katar als „weißen Ritter“ gewinnen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ führt das Hochtief-Management Gespräche mit Katar über einen Einstieg bei dem Essener Unternehmen, um den spanischen Großaktionär und Konkurrenten ACS abzuwehren.

          Während eines Empfangs bei Bundespräsident Christian Wulff im Berliner Schloss Bellevue habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Gespräch zwischen Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter und dem Wirtschaftsminister des Emirats vermittelt. Dem Bericht zufolge gibt es aber noch keine Entscheidung aus Katar. Die Araber sind bereits an Volkswagen beteiligt. Hochtief war am Wochenende zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

          Der Essener Konzern arbeitet seit Wochen an Abwehrstrategien. Am Montag kommen die Mitglieder eines Aufsichtsrat-Ausschusses, in dem die Spanier nicht vertreten sind, laut „Spiegel“ zu einer weiteren Sitzung zusammen. Bei dem Treffen soll entschieden werden, wann das Unternehmen bei einer Genehmigungsbehörde in Australien den Versuch startet, ACS doch noch zu einem Pflichtangebot für die australische Hochtief-Tochter Leighton zu verdonnern. (dpa-AFX)

          EADS will in Amerika zukaufen

          EADS sieht angesichts der aktuellen Dollarschwäche die verstärkte Notwendigkeit für Akquisitionen in den Vereinigten Staaten. Die Vereinigten Staaten erhielten die höchste Priorität für Zukäufe, sagte EADS-Vorstandschef Louis Gallois in einem Interview mit Dow Jones Newswires. Die Dollarschwäche sei gefährlich für den Konzern.

          In der Vergangenheit sei EADS nicht sehr aktiv beim Erwerb von Unternehmen gewesen. Der Konzern habe in den vergangenen zehn Jahren seit seiner Gründung eher eine Aufgabe zu bewältigen gehabt, die mit dem Abschluss einer Akquisition vergleichbar ist, nämlich die Fusion von vier Unternehmen. Nach früherem Zögern des Boards habe er nun aber grünes Licht für sinnvolle Zukäufe, sagte Gallois. Sein Konzern habe die Kapazität für Akquisitionen im Umfang von 1 Milliarden bis 2 Milliarden Euro.

          Als Felder möglicher Zukäufe kämen die Bereiche Rüstung, Sicherheit und Dienstleistungen in Frage. Mit Geschäften aus diesen Bereiche könne EADS ihr Portfolio stärker ausbalancieren. Neben den Vereinigten Staaten kämen aber auch Zukäufe in Schwellenländern in Frage. EADS müsse im Rüstungsgeschäft weniger abhängig von Aufträgen aus Europa werden. Wenn man amerikanischen Aufträge wolle, müsse man vor Ort in Amerika sein. Gleiches gelte für Brasilien oder Indien. (Dow Jones)

          Börsen von Singapur und Sydney wollen fusionieren

          Die Börsen von Singapur und Australien wollen fusionieren und damit eine der größten Börsen der Welt schaffen. Das kündigten die SGX in Singapur und die ASX in Sydney am Montag an. „Singapore Exchange Limited und ASX Limited kombinieren (ihre Geschäfte), um die beste Börse im Asien-Pazifik-Raum zu schaffen - dem Herzen des Weltwirtschaftswachstums“, teilte SGX mit. SGX bietet für die ASX-Aktien in bar und Aktien 8,4 Milliarden australische Dollar (5,9 Milliarden Euro). Der Deal muss von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden. Nach Angaben von SGX wäre die kombinierte ASX-SGX Ltd der fünftgrößte Börsenbetreiber der Welt. Gelistet würden 2.700 Unternehmen aus 20 Ländern, darunter 200 aus China und Hongkong. Zusammen hätten die beiden Plätze einen gemeinsamen Börsenwert von 12,3 Milliarden amerikanischen Dollar (8,8 Milliarden Euro). (dpa-AFX)

          Yen-Stärke wird Gewinn von Toyota deutlich drücken

          Der starke Yen wird einem Zeitungsbericht zufolge den Gewinn des Autoherstellers Toyota in Milliardenhöhe belasten. Toyota werde seine Annahmen für den Yen-Kurs für die zweite Hälfte seines Geschäftsjahres (per Ende März) von 90 auf 80 Yen ändern, berichtete die Zeitung Yomiuri am Montag. Das werde den operativen Gewinn in dem Zeitraum um rund 1,8 Milliarden Dollar verringern. Ein Sprecher von Toyota wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. (Reuters)

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