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Medienschau : Bundesregierung plant CO2-Zertifikate für alle Brennstoffe

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Die Bank of America steht vor einem Milliardenvergleich in der Immobilienkrise, Italien plant ein Milliarden-Sparpaket, die deutsche Finanzbranche könnte 7 Milliarden Euro zur Griechenland-Rettung beisteuern. Christine Lagarde wurde zur IWF-Direktorin ernannt.

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          Unternehmensnachrichten

          Bank of America vor Milliardenvergleich

          Die Bank of America steht nach Informationen des „Wall Street Journal“ kurz davor, insgesamt 8,5 Milliarden Dollar (5,9 Milliarden Euro) an eine Gruppe von Investoren zu zahlen, die in der Finanzkrise mit Hypothekenpapieren Geld verloren haben. Die Zeitung berief sich am späten Dienstag (Ortszeit) auf eine eingeweihte Person. Nach deren Worten muss der Verwaltungsrat dem Vergleich noch zustimmen. Die Bank of America selbst äußerte sich zunächst nicht.

          Es wäre der größte Vergleich, den jemals ein Kreditinstitut geschlossen hätte, und würde die eher mageren Gewinne der Bank of America auffressen. Das Haus ist einer der Verlierer der Finanz- und Wirtschaftskrise und litt bis zuletzt unter faulen Krediten aus den Zeiten des Immobilienbooms in den Vereinigten Staaten.

          Die Bank of America gehört zu den bedeutendsten Kreditgebern des Landes. Mitten in der Krise hatte die Bank auch noch den wichtigen Immobilienfinanzierer Countrywide übernommen, als dieser schwächelte. Der Zukauf erweist sich im Nachhinein immer mehr als ein Fehlgriff. Countrywide hatte einen Teil seiner Kredite zu Wertpapieren gebündelt und weiterverkauft. Eine Gruppe von 22 hochkarätigen Investoren fühlt sich nach Angaben des „Wall Street Journal“ jedoch von Countrywide übers Ohr gehauen; so seien die Kreditnehmer weniger zuverlässig als versprochen. Unter den Investoren seien die Federal Reserve Bank of New York, der Vermögensverwalter Blackrock und der Versicherer MetLife. (dpa-AFX)

          MySpace könnte nur noch 20 Millionen Dollar kosten

          Der Medienriese News Corp. bietet das einst weltgrößte Online-Netzwerk MySpace laut einem Medienbericht immer billiger an, um es noch schnell loszuwerden. Aktuell werde in einer Spanne von 20 bis 30 Millionen Dollar verhandelt, hieß es im „Wall Street Journal“-Blog „All Things Digital“ am Dienstag unter Berufung aus dem Umfeld der Gespräche. Laut einigen Quellen könne der Preis vielleicht noch bis auf 35 Millionen Dollar hochgehen.

          In jedem Fall wäre es eine dramatischer Wertverlust. Medienmogul Rupert Murdoch hatte 2005 damals aufsehenerregende 580 Millionen Dollar für MySpace bezahlt und investierte danach noch stark in die Weiterentwicklung der Website. Unter der Regie von Murdochs News Corp. häufte das Netzwerk aber immer höhere Verluste an. Während die MySpace-Nutzerzahlen nicht mehr wuchsen, zog der jüngere Rivale Facebook vorbei und hat jetzt rund 600 Millionen Mitglieder. (dpa)

          Spiele-Entwickler Zynga plant Börsengang

          Der Spiele-Entwickler Zynga will nach Angaben aus Kreisen bei einem Börsengang zwischen 1,5 und 2,0 Milliarden Dollar einnehmen. Die entsprechenden Unterlagen könnten schon am Mittwoch in den Vereinigten Staaten eingereicht werden, sagte am Dienstag eine Person, die mit der Angelegenheit vertraut ist. Zynga werde nur einen Teil seiner Anteile anbieten. Entsprechend werde das Unternehmen durch den IPO mit 15 bis 20 Milliarden Dollar bewertet. Zynga nahm zu den Angaben nicht Stellung. Mit einem Börsengang des Entwickers wird spätestens seit dem IPO von LinkedIn gerechnet. (Reuters)

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