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Medienschau : BP setzt Dividendenzahlungen aus

  • Aktualisiert am

Spanien plant eine Kürzung der Solar-Beihilfen, London beschließt Änderungen der Finanzmarktregulierung, Fed-Banker sprechen sich für eine Derivatemarkt-Kontrolle aus. Die Deutsche Post muss um ihre Zusatzrabatte fürchten.

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          Unternehmen

          BP setzt Dividendenzahlungen für mindestens drei Quartale aus

          Auf Druck der amerikanischen Regierung und nach Einrichtung eines Entschädigungsfonds im Volumen von 20 Milliarden Dollar hat der britische Ölkonzern BP die Aussetzung seiner Dividendenzahlungen beschlossen. Für die kommenden drei Quartale werde es keine Ausschüttung an die Aktionäre geben, teilte BP in der Nacht zum Donnerstag mit.

          Im Jahr 2011 will der Ölkonzern die Wiederaufnahme der Ausschüttungen prüfen. Dies könnte sich aber als schwierig erweisen, solange nicht die Schäden der Ölpest an den Küsten des Golf von Mexiko beseitigt sind.

          Zur Entschädigung der Opfer der Ölkatastrophe wird BP 20 Milliarden Dollar in einen Treuhandfonds einzahlen, in Tranchen von jährlich 5 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2013. Mit weiteren 100 Millionen Euro sollen Verdienstausfälle von Ölarbeitern ausgeglichen werden. (Dow Jones)

          Spanien plant Kürzung der Solar-Beihilfen

          Spanien will Verbandsangaben zufolge im Zuge seiner Haushaltseinsparungen auch die Beihilfen für Solaranlagen drastisch kürzen. Geplant sei eine Kappung der Subventionen für bestehende Solarkraftwerke um 30 Prozent, teilte der Lobby-Verband Asif am Mittwoch mit. Für die Errichtung künftiger Anlagen, die auf dem Boden stünden, sei eine Kürzung von 45 Prozent geplant, für Anlagen auf dem Dach von 25 Prozent. Eingeführt werden die Einschnitte nicht vor Oktober, auch wenn die Regierung sie umgehend umsetzen möchte. Ein Sprecher des Industrieministeriums wollte sich zu den Angaben nicht äußern. (Reuters)

          Bezugspreis für neue Drägerwerk-Aktien bei 27,50 Euro

          Der Lübecker Medizin- und Sicherheitstechnikanbieter Drägerwerk hat wesentliche Konditionen seiner am Mittwoch beschlossenen Barkapitalerhöhung festgelegt. Der Bezugspreis für die 3,81 Millionen neuen Stammaktien liege bei 27,50 Euro je Aktie, teilte das Unternehmen am Abend mit. Darüber hinaus seien knapp 1,04 Millionen von der Dr. Heinrich Dräger GmbH gehaltene Stammaktien ohne Bezugsrecht zu einem Preis von 41 Euro je Aktie an institutionelle Investoren verkauft worden.

          Der Gesellschaft werde unter den im Bezugsangebot genannten Bedingungen bei einer vollständigen Platzierung der neuen Stammaktien ein Nettoemissionserlös von voraussichtlich bis zu 99,5 Millionen Euro zufließen, teilte das Unternehmen mit. Die Bezugsfrist für die neuen Aktien beginnt den Angaben nach am Donnerstag und läuft bis einschließlich 30. Juni. (Reuters)

          Deutsche Post muss um Zusatzrabatte fürchten

          Die Wettbewerber der Deutschen Post wollen Missbrauchsanzeige gegen den Dax-Konzern bei der Bundesnetzagentur einreichen. Damit wollten sie die zum 1. Juli geplanten Zusatzrabatte für Großkunden des Bonner Konzerns verhindern. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

          Für die Deutsche Post wäre das ein gefährlicher Rückschlag: Mit dem Preisnachlass will sie ihren Geschäftskunden die Mehrwertsteuer ersparen und so die Abwanderung zur Konkurrenz verhindern.

          Die Deutsche Post sei sich sehr sicher, dass sie sich bei den Rabatten in einem rechtlich korrekten Rahmen bewege, sagte ein Post-Sprecher am Mittwochabend auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Die Bundesnetzagentur war am Mittwochabend für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. (Dow Jones)

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