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Medienschau : Deutsche Inflationsrate auf höchstem Stand seit Oktober 2008

  • Aktualisiert am

Eon mit schwachem Jahresauftakt, ArcelorMittal steigert Umsatz und Gewinn, Toyota scheut Prognose, Tepco mit Rekordverlust, K+S ist zuversichtlich, Disney steigert Umsatz nur leicht, Axel Springer wächst digital und international, Postbank verdient mehr, Lanxess wächst deutlich, Symrise legt leicht zu, Kapitalerhöhung bei KlöCo, Grammer wächst deutlich, Umsatzstagnation bei Freenet , Bechtle mit starkem Auftragseingang, schwacher Jahresauftakt für Phoenix Solar, Singulus dämmt Quartalsverlust ein, Telekom Austria mit Verlust, Dexia unter Druck, landesweite Streiks lähmen Griechenland, Chinas Inflation bleibt hoch, Irland besteuert Pensionsfonds, deutsche Stahlproduktion rückläufig

          22 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Eon mit schwachem Jahresauftakt

          Der Energiekonzern Eon hat durch Verluste im Gasgeschäft den erwartet schwachen Jahresauftakt verzeichnet. Bei einem um 8 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro gesteigerten Umsatz ging das maßgebliche um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im ersten Quartal um 23 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zurück. Der bereinigte Konzernüberschuss sank den Angaben vom Mittwoch zufolge um 34 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem etwas geringeren Ergebnisrückgang gerechnet. Die Eon AG nannte die Verluste im Gashandel, wo teure langfristige Bezugsverträge die Marge drücken, als Belastungsfaktor. Das Ergebnis der Gassparte ging demnach auf 140 Millionen Euro zurück. Vor einem Jahr waren es noch 810 Millionen Euro gewesen. Die Belastung im Gesamtjahr beziffert Eon mit rund 800 Millionen Euro. Für rund ein Viertel des Gasbezugs seien mittlerweile die Nachverhandlungen erfolgreich abgeschlossen worden. Das Unternehmen passte mit den Quartalszahlen seinen Ausblick an. Das bereinigte Ebitda soll in diesem Jahr auf 10,7 Milliarden bis 11,4 Milliarden Euro zurückgehen, der bereinigte Konzernüberschuss auf 3,0 Milliarden bis 3,7 Milliarden Euro. Noch vor einer Woche hatte Eon einen voraussichtlichen Rückgang beim Ebitda auf 11,2 Milliarden bis 11,9 Milliarden Euro bekräftigt. Die Absenkung um 500 Millionen Euro führte der Konzern nun „im Wesentlichen“ auf den Verkauf des britischen Stromnetzes und weitere Portfolioveränderungen zurück. Weiterhin gilt der Vorbehalt, dass die momentan abgeschalteten zwei Atomkraftwerke nach dem Atommoratorium wieder ans Netz gehen können. (Dow Jones Newswires)

          ArcelorMittal steigert Umsatz und Gewinn

          Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal hat sich zum Jahresauftakt von der Nachfrageschwäche Ende 2010 erholt. In den ersten drei Monaten des Jahres legte der operative Gewinn (Ebitda) im Vergleich zum Vorquartal um rund 40 Prozent auf 2,6 Milliarden amerikanische Dollar zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Dabei profitierte das Unternehmen von einem steigenden Absatz und höheren Preisen. Zum Vorjahresquartal stieg das Ebitda um gut 50 Prozent. Der Umsatz verbesserte sich um 27 Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieben knapp 1,1 Milliarden Dollar übrig - zwei Drittel mehr als mehr als vor einem Jahr. Im vierten Quartal 2010 war ArcelorMittal sogar in die roten Zahlen gerutscht. Für das zweite Quartal gab sich der Konzern optimistisch. Die Lage werde sich weiter verbessern, sagte Vorstandschef Lakshmi Mittal. Der Konzern will im zweiten Jahresviertel ein Ebitda von 3 bis 3,5 Milliarden Dollar erwirtschaften. Die Auslastung der Werke soll von 75 auf 80 Prozent steigen. „Wir bleiben zuversichtlich, dass 2011 ein besseres Jahr als 2010 wird“, sagte Mittal. (dpa-AFX)

          Toyota scheut nach Gewinneinbruch im Beben-Quartal Prognose

          Nach milliardenschweren Belastungen durch die Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan wagt Autobauer Toyota für das laufende Geschäftsjahr keine Prognose. Das März-Beben belaste das operative Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 mit 110 Milliarden Yen (rund 944 Millionen Euro), teilte der Konzern am Mittwoch mit. Das Unternehmen rechne mit einem Ausblick für 2011/2012 bis Mitte Juni. Im vierten Quartal brach der Gewinn um fast 80 Prozent auf 25,4 Milliarden Yen ein. Im Gesamtjahr verbuchte der Autobauer dennoch ein Plus von über 90 Prozent auf 408 Milliarden Yen. Die Produktion in Japan und Übersee werde im Juni wieder anziehen und damit früher als im April angekündigt, teilte Toyota weiter mit. Wegen der Lieferengpässe musste Toyota die Produktion an zahlreichen Standorten drosseln und den Start neuer Modelle verschieben. (Reuters)

          Tepco mit Rekordverlust

          Der Betreiber des Katastrophen-Kraftwerkes Fukushima in Japan hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordverlust verbucht. Unter dem Strich sei im Jahr bis Ende März ein Fehlbetrag von mehr als einer Billion Yen (umgerechnet 8,6 Milliarden Euro) verzeichnet worden, teilte Tokyo Electric Power (Tepco) am Mittwoch mit. Das ist der größte Verlust, den ein Konzern außerhalb des Finanzsektors jemals in Japan gemacht hat. Vor allem die Kosten fürs Herunterfahren der Unglücks-Reaktoren und Abschreibungen auf Vermögenswerte drückten das Ergebnis in die roten Zahlen. Tepco steht kurz davor, Staatshilfen zu erhalten. (Reuters)

          K+S ist zuversichtlich

          Der Salz- und Düngemittelkonzern K+S rechnet dank der hohen Nachfrage der Landwirte mit einem guten Geschäftsverlauf in den nächsten Monaten. „Der Start in das neue Geschäftsjahr ist uns gelungen“, sagt Firmenchef Norbert Steiner am Mittwoch im Vorfeld der Hauptversammlung des Unternehmens in Kassel. „Dies lässt uns zuversichtlich auf die kommenden Quartale blicken.“ K+S hatte bereits in der vergangenen Woche vorläufige Zahlen vorgelegt und seine Prognose für 2011 nach oben geschraubt. Das Unternehmen rechnet demnach mit einem kräftigen Ebit- und einem deutlichen Umsatzanstieg. Im ersten Quartal stieg der Betriebsgewinn (Ebit I) um 44 Prozent auf 384 Millionen Euro und der Umsatz um 16 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. (Reuters)

          Disney steigert Umsatz nur leicht

          Der Unterhaltungskonzern Walt Disney hat im zweiten Quartal die Erwartungen des Marktes verfehlt. Gestiegene Werbeeinnahmen seines Sportkabelsenders ESPN und mehr Einnahmen in den Themenparks konnten den Umsatzrückgang in der Filmsparte nicht wettmachen, wie der Konzern am Dienstag nach amerikanische Börsenschluss bekanntgab. Vor allem der Zeichentrickfilm „Milo und Mars“ floppte an den Kinokassen. Der Umsatz legte um sechs Prozent auf 9,08 Milliarden Dollar zu. Der Markt hatte Disney jedoch 9,12 Milliarden Dollar zugetraut. Die Aktien gaben nachbörslich um drei Prozent nach. (Reuters)

          Axel Springer wächst digital und international

          Der Medienkonzern Axel Springer hat zum Jahresauftakt die Schwäche im deutschen Zeitungsmarkt mit einem deutlichen Wachstum im digitalen und internationalen Geschäft mehr als wett gemacht. Der Umsatz legte unter anderem auch dank Übernahmen um elf Prozent auf 736,7 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte in den ersten drei Monaten um 6,5 Prozent auf 126,9 Millionen Euro zu. Unterm Strich stand mit 63 Millionen Euro ein praktisch unverändertes Ergebnis. Damit schnitt das im MDax notierte Unternehmen etwas besser ab als von Experten erwartet. Im laufenden Jahr peilt Springer-Chef Mathias Döpfner beim Umsatz weiter ein Plus im einstelligen Prozentbereich an. Der operative Gewinn soll etwas stärker steigen. Hier erwartet der Konzern ein niedriges zweistelliges Plus. Döpfner geht davon aus, dass die digitalen und internationalen Aktivitäten innerhalb des Konzerns weiter an Gewicht gewinnen. In den ersten drei Monaten legten diese Sparten um 26 beziehungsweise 58 Prozent zu. Wegen des Ausbaus des Osteuropa-Geschäft und der Expansion der digitalen Aktivitäten im Ausland sprang der Auslandsumsatz über die Marke von 30 Prozent. Das Zeitungsgeschäft im Inland schrumpfte im ersten Quartal, blieb aber trotz eines Gewinnrückgangs die profitabelste Sparte des Konzerns. Dabei konnte das Unternehmen die Vertriebserlöse unter anderem dank Preiserhöhungen bei der Welt und der Berliner Morgenpost leicht steigern. Die Werbeeinnahmen gingen jedoch stark zurück. (dpa-AFX)

          Postbank verdient im ersten Quartal trotz Sonderbelastungen mehr

          Die Postbank hat die Finanzkrise vorerst hinter sich gelassen. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Krise hätten die riskanten Kreditpapiere in den Büchern das Ergebnis im ersten Quartal in Summe nicht mehr belastet, teilte die Bonner Deutsche-Bank-Tochter am Mittwoch mit. Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 142 (Vorjahr: 131) Millionen Euro, obwohl die Postbank 155 Millionen Euro an Sonderbelastungen für eine vereinheitlichte Bilanzierung ihrer Altersteilzeit-Programme und für den geplanten Abbau von 2000 Stellen bis Ende 2012 verbuchte. Dem stand ein Gewinn aus dem Verkauf der indischen Baufinanzierungstochter Postbank Home Finance von 55 Millionen Euro gegenüber. Die Deutsche Bank hatte in ihrem Quartalsbericht für die Postbank einen höheren Ergebnisbeitrag von 221 Millionen Euro vor Steuern genannt. Die Differenz ergibt sich aus den unterschiedlichen Bilanzansätzen, wie ein Sprecher erläuterte: Während die Deutsche Bank die Vermögenswerte der Postbank mit dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Übernahme im Herbst ansetzt, werden die selben Positionen bei der Postbank überwiegend zu Anschaffungspreisen bewertet. Postbank-Chef Stefan Jütte erklärte, das mit 14 Millionen Kunden größte deutsche Filialinstitut werde sich in diesem und im nächsten Jahr in der Gewinnzone halten. Allerdings könnten die toxischen Papiere, deren Bestand weiter abgebaut werden soll, im Jahresverlauf noch Belastungen bringen. Filial- und Firmenkundengeschäft liefen jedoch besser als erwartet und könnten ein eher schwächeres Finanzmarkt-Geschäft wettmachen. (Reuters)

          Lanxess wächst deutlich

          Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat nach einem Rekordquartal seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr konkretisiert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen dürften sich 2011 um 10 bis 15 Prozent erhöhen, teilte der MDax-Konzern am Mittwoch in Leverkusen mit. Damit werde erstmals die Marke von einer Milliarde Euro übertroffen. Bisher hatte der Konzern lediglich eine Steigerung in Aussicht gestellt. Für den Umsatz rechnen die Leverkusener weiter mit einem Umsatzanstieg. Im ersten Quartal legte das Ebitda vor Sonderposten überproportional um 38 Prozent auf 322 Millionen Euro zu, während sich der Umsatz um 29 Prozent auf 2,073 Milliarden Euro erhöhte. Unter dem Strich verdienten die Leverkusener 166 (104) Millionen Euro. Der Autoboom und die kräftige Erholung im Agrochemiegeschäft sorgten für ein kräftiges Wachstum. Alle Segmente und Regionen verzeichneten zweistellige Zuwachsraten. (dpa-AFX)

          Symrise legt leicht zu

          Der Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise hat nach einem robusten Jahresstart seine Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Wie der MDax-Konzern am Mittwoch in Holzminden mitteilte, ist im laufenden Jahr weiter ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent zu erwarten. Im ersten Quartal erhöhte sich der Umsatz um 6,6 Prozent auf 416,8 Millionen Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 4,3 Prozent. Der Gewinn legte auf 41,1 (Vorjahreszeitraum 40,4) Millionen Euro zu. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um zwei Prozent auf 85,2 Millionen Euro. Trotz höhere Rohstoffkosten lag die Ertragsmarge mit 20,5 Prozent (Vorjahreszeitraum: 21,3) auf hohem Niveau. Der Konzern übertraf die Erwartungen der Analysten. (dpa-AFX)

          Kapitalerhöhung bei KlöCo

          Der Stahlhandelskonzern Klöckner & Co zapft erneut den Kapitalmarkt an, um sich für seinen aggressiven Wachstumskurs mit frischem Geld zu versorgen. Im Sommer solle das Kapital um bis zu 50 Prozent erhöht werden, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Mittwoch in Duisburg mit. Nach der Übernahme des amerikanische Konkurrenten Macsteel zum ersten Mai und der Mehrheitsübernahme des brasilianischen Metallhändlers Frefer sei die zuletzt mit 700 Millionen Euro gefüllte Übernahmekasse weitgehend leer. Im vergangenen Jahr hatte sich Klöckner über ein Schuldscheindarlehen und eine Wandelanleihe bereits frisches Geld besorgt, 2009 über eine Kapitalerhöhung. Klöckner ist ein Übernahmeexperte. Seit dem Börsengang 2006 hat das Unternehmen nunmehr bereits 24 Zukäufe unter Dach und Fach gebracht. Vorstandschef Gisbert Rühl hat sich zum Ziel gesetzt, sein Unternehmen bis 2020 zum weltweit führenden Stahl- und Metalldistributor zu machen und den Absatz zu verdrei- bis zu vervierfachen. Als nächster Wachstumsschritt steht nun China auf dem Programm. Dort wollen die Duisburger aber zunächst keine Zukäufe wagen, sondern aus eigener Kraft ein Distributionslager eröffnen. (dpa-AFX)

          Grammer wächst deutlich

          Der Automobilzulieferer Grammer hat im ersten Quartal sein Ergebnis dank einer verbesserten Kostenstruktur deutlich überproportional zum Umsatz gesteigert. Wie die im SDax notierte Grammer AG am Mittwoch mitteilte, stieg das Ergebnis nach Steuern auf 4,9 Millionen Euro nach lediglich 0,1 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ebit kletterte auf 12,1 (Vorjahr 3,5) Millionen Euro. Ein besseres Geschäft in Übersee lies den Umsatz des Amberger Unternehmens um knapp 30 Prozent auf 263 Millionen Euro ansteigen. Für das laufende Gesamtjahr ist Grammer weiter positiv eingestellt. Das Umsatzplus sollte im mittleren einstelligen Prozent-Bereich liegen. Das operative Ergebnis sieht der Anbieter von Automobil-Interieur, wie bereits Ende März angekündigt, über dem des Vorjahres. Die Ertragslage werde allerdings von den Entwicklungen der Rohstoffmärkte und der Wechselkurse beeinflusst werden, was sich auf die Profitabilität auswirken könnte, gibt Grammer zu bedenken. (Dow Jones Newswires)

          Bertrandt profitiert von boomender Autoindustrie

          Der Bertrandt-Konzern hat in seinem ersten Halbjahr alle Ergebniskennziffern deutlich gesteigert. Der Umsatz legte um 37,6 Prozent auf 267,8 Millionen Euro zu, das Betriebsergebnis kletterte auf 27,9 (19,9) Millionen Euro, wie der Entwicklungspartner der Autoindustrie am Mittwoch mitteilte. Nach Steuern verdiente Bertrandt 19,9 (15,3) Millionen Euro. Der Konzern unterstützt die Autohersteller bei der Entwicklung von Autoteilen und profitiert dabei von der guten Entwicklung der Branche. Wegen der Erhöhung der Investitionen auf 11 (4,7) Millionen Euro verzeichnete Bertrandt im Halbjahr allerdings einen negativen Cashflow von minus 14 Millionen Euro. Zum Ausblick äußert sich das Unternehmen nur schwammig. Die Zielbranchen von Bertrandt würden sich positiv entwickeln, und entsprechend gehe der Konzern von einer erfolgreichen Unternehmensentwicklung aus. (Dow Jones Newswires)

          Umsatzstagnation bei Freenet

          Der Mobilfunkbetreiber Freenet hat im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen. Dank des höheren Datengeschäfts mit Smartphone-Nutzern erhöhte sich der monatliche Durchschnittsumsatz pro Vertragskunde von 22,8 Euro auf 23,3 Euro. „Wir liegen mit allen wesentlichen Kennzahlen für die ersten drei Monate des Jahres im Rahmen unserer internen Quartalsplanungen“, sagte Vorstandschef Christoph Vilanek am Mittwoch. Der Umsatz sank um 1,8 Prozent auf 788 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem höheren Rückgang gerechnet. Für 2011 stellt Freenet eine Verringerung des Vertragskundenstammes um weniger als 500.000 und einen Anstieg der Prepaid-Kundenzahl in Aussicht. Daher bekräftigte Freenet das Jahresziel eines Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 325 Millionen Euro und eines Free Cashflows von über 200 Millionen Euro. (dpa-AFX)

          Bechtle mit starkem Auftragseingang

          Der IT-Dienstleister Bechtle hat seine vorläufigen Quartalszahlen weitgehend bestätigt und sieht positive Vorzeichen für das zweite Quartal. Auch zu Beginn des zweiten Quartals verzeichnete das im TecDax notierte Unternehmen einen starken Auftragseingang. „Bislang weisen alle Indikatoren darauf hin, dass uns im Geschäftsjahr 2011 ein deutliches Umsatz- und Ertragswachstum gelingen wird“, sagte Unternehmenschef Thomas Olemotz am Mittwoch. Im ersten Quartal stieg der Umsatz von 355 auf 456 Millionen Euro. Vor einer Woche hatte Bechtle einen Umsatzanstieg auf 450 Millionen Euro mitgeteilt. Der Vorsteuergewinn legte wie angekündigt von 10,2 auf 18 Millionen Euro zu. Dadurch stieg die Vorsteuergewinnmarge von 2,9 auf 4,0 Prozent. (dpa-AFX)

          Brenntag entwickelt sich robust

          Der Chemikalienhändler Brenntag ist dank anhaltend starker Nachfrage und jüngsten Übernahmen mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis ins neue Jahr gestartet. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei um 17,1 Prozent auf 158,1 Millionen Euro gestiegen, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Mittwoch in Mülheim an der Ruhr mit. Die von dpa-AFX befragten Analysten hatten im Schnitt mit 156,6 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich blieben beim Gewinn 66,9 Millionen Euro.Dazu beigetragen haben vor allem geringere Abschreibungen und niedrigere Finanzierungskosten, hieß es. Im ersten Quartal hatte das Nettoergebnis nur 2,2 Millionen Euro betragen. Der Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten um 22,7 Prozent auf 2,13 Milliarden Euro. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Brenntag. (dpa-AFX)

          Graphit Kropfmühl mit Rekordumsatz

          Die Graphit Kropfmühl-Gruppe hat im ersten Quartal 2011 an die erfolgreiche Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres angeknüpft und konnte sowohl in Umsatz als auch Ertrag überproportional zulegen. In einem äußerst dynamischen wirtschaftlichen Umfeld konnten beide Sparten die operativen Kennzahlen deutlich verbessern. Die seit dem vergangenen Jahr andauernde äußerst rege Nachfrage führte in beiden Sparten zu einer nachhaltigen Absatzsteigerung. Vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Rohstoffpreise wurden zudem höhere Verkaufspreise durchgesetzt. Insgesamt führten diese Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahresquartal zu einem Umsatzsprung von 42,9 Prozent auf Euro 30,9 Millionen In der Geschichte der Graphit Kropfmühl-Gruppe wurde damit der höchste Quartalsumsatz markiert. Eine sehr gute Auslastung der Kapazitäten in beiden Sparten dämpfte die Entwicklung der weiter gestiegenen Beschaffungspreise ab, so dass die Ergebniskennzahlen des Graphit Kropfmühl-Konzerns überproportional zulegen konnten. Das bereinigte (adjusted) Ebitda beträgt Euro 4,6 Millionen und hat sich gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdreifacht. Das Ebit mit Euro 3,9 Millionen hat sich analog entwickelt und gegenüber dem schwachen Vorjahreswert in Höhe von Euro 0,4 Millionen mehr als verzehnfacht. (Ad-hoc)

          Schwacher Jahresauftakt für Phoenix Solar

          Das Photovoltaik-Unternehmen Phoenix Solar ist angesichts einer abflauenden Nachfrage zum Jahresauftakt deutlicher als erwartet in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz brach in den ersten drei Monate um fast 60 Prozent auf 32,4 Millionen Euro ein, teilte das TecDax-Unternehmen aus Sulzemoos am Mittwoch mit. In Anbetracht von geplanten Fördereinschnitten in den europäischen Kernmärkten und der unsicheren politischen Lage, verstärkt durch die Atomkatastrophe in Japan, hatte sich die Nachfrage in den ersten drei Monaten sehr zaghaft entwickelt. Phoenix Solar ist Großhändler und baut als Projektgesellschaft große Solarparks. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) drehte mit 16,9 Millionen Euro ins Minus (Vorjahr: plus 4,62 Millionen Euro). Unter dem Strich stand ein Verlust von 12,9 Millionen Euro, nach zuvor plus 2,8 Millionen Euro. Mit allen Kennzahlen verfehlte Phoenix Solar die Erwartungen der Experten deutlich, die mit moderaten Verlusten gerechnet hatten. Entsprechend rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr weiterhin nicht mit großen Wachstumssprüngen. Wegen der besonderen Marktsituation im Jahr 2010 in Deutschland werde das laufende Quartal sowohl bei Umsatz als auch Ebit nicht an das Rekordquartal des Vorjahres anschließen können. (dpa-AFX)

          Singulus dämmt Quartalsverlust ein

          Der Spezialanlagenbauer Singulus hat seinen Quartalsverlust stärker eingedämmt als erwartet. Der Fehlbetrag des Herstellers von BluRay- und Solarzellenmaschinen sei im Auftaktquartal auf 3,9 Millionen Euro von 5,7 Millionen im Vorjahr zurückgegangen, teilte das fränkische Unternehmen am Mittwoch mit. Analysten hatten mit einem höheren Verlust gerechnet. Der Umsatz stagnierte allerdings in etwa bei 21,6 Millionen Euro. Für die Zukunft zeigte sich der lange verlustträchtige Maschinenbauer allerdings angesichts prall gefüllter Auftragsbücher zuversichtlich. Das Volumen der neuen Bestellungen sei binnen Jahresfrist um zwei Drittel auf 65,9 Million Euro gestiegen. „Ein Ausbau der stark ausgelasteten Produktionskapazitäten im Markt führt bei Singulus zu deutlich steigenden Auftragseingängen und zu einem deutlichen Wachstum im Optical Disc Segment“, hieß es. Weitere Aufträge für Produktionsstraßen des DVD-Nachfolgers Blu-ray seien in Sicht. „Singulus ist für die Zukunft optimal aufgestellt und hat gute Chancen, wieder in eine Phase stabiler Erträge zurückzukehren.“ (Reuters)

          Cenit entwickelt sich robust

          Im Vergleich zum Vorjahr beginnt das Geschäftsjahr für die Cenit mit einem deutlichen Wachstum in allen Bereichen. Damit setzt sich der positive Trend vom letzten Jahr fort. Sowohl die Umsätze mit Cenit-eigener Software als auch die Erlöse mit dem Verkauf von Fremdsoftware legten deutlich zu. Auch im Beratungsgeschäft gibt es einen leicht positiven Trend. Wenn der wirtschaftliche Aufschwung und die gute Stimmung in der Industrie weiterhin vorherrschen, hoffen wir auch die folgenden Quartale mit soliden Zuwächsen abschließen zu können. Der Cenit Konzern erwirtschaftete im 1. Quartal 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 24,31 Millionen Euro (2010: 20,71 Millionen Euro/+17 Prozent). Die Umsätze mit Fremdsoftware erreichten 8,78 Millionen Euro an (2010: 6,04 Millionen Euro /+45 Prozent). Der Umsatz mit Cenit-eigener Software konnte von 1,75 Millionen Euro auf 2,43 Millionen Euro (+39 Prozent) gesteigert werden. Der Service- und Beratungsumsatz betrug 13,08 Millionen Euro (2010: 12,52 Millionen Euro/+4 Prozent). Sonstige Umsätze belaufen sich auf 0,02 Millionen Euro (2010: 0,41 Millionen Euro /-95 Prozent). Der Rohertrag (Gross Profit) betrug 16,30 Millionen Euro (2010: 14,37 Millionen Euro/+13 Prozent). Die Cenit erreichte ein Ebitda in Höhe von 1,39 Millionen Euro (2010: 0,99 Millionen Euro/+40 Prozent) und ein Ebit von 0,95 Millionen Euro (2010: 0,64 Millionen Euro/+48 Prozent). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,09 Euro (2010: 0,06 Euro/+50 Prozent). (Ad-hoc)

          Douglas wächst kaum

          Die deutschen Osterhasen haben sich dieses Jahr spendabel gezeigt und damit dem Handelskonzern Douglas das Ostergeschäft gerettet. Durch die Nachfrage nach Parfüms, Pralinen und Büchern in seinem Heimatmarkt steigerte der Konzern in den ersten sieben Monaten seines Geschäftsjahres 2010/11 per Ende April seine Umsätze. Im Ausland verbuchte Douglas indes ein leichtes Minus. Die Jahresprognose bekräftigte der Konzern. In den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres habe Douglas per Ende April ein Umsatzplus von 2,8 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro verbucht, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Auch auf vergleichbarer Fläche stand ein leichtes Plus in den Büchern. Im zweiten Quartal von Januar bis März musste Douglas indes einen im Jahresvergleich höheren Verlust verbuchen - und verfehlte damit die Erwartungen des Marktes. Ohne die Einnahmen aus dem Ostergeschäft sank der Umsatz im Quartal wegen deutlicher Einbußen außerhalb Deutschlands auf 695,6 (706,5) Millionen Euro. Vor Steuern schrieb Douglas einen Verlust von 20,7 (5,4) Millionen Euro, unter dem Strich blieb ein Minus von 15,3 Millionen Euro. Analysten hatten einen Umsatz von 707 Millionen Euro und einen Verlust vor Steuern von 12,8 Millionen Euro erwartet. Seine Jahresprognose bekräftigte der Konzern, der den Löwenanteil seines Gewinns bereits im Weihnachtsquartal eingefahren hatte. Douglas erwartet im Geschäftsjahr 2010/11 weiter ein Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent sowie ein Ergebnis vor Steuern von rund 140 Millionen Euro. (Reuters)

          Tom Tailor expandiert - Fehlbetrag

          Die Tom Tailor Holding AG profitiert vom Ausbau des eigenen Einzelhandels. Die Erlöse stiegen im ersten Quartal um 13 Prozent auf 86,3 Millionen Euro, wie der Modekonzern am Mittwoch mitteilte. Der eigene Einzelhandel wuchs um 35 Prozent, das Segment Wholesale legte um 5 Prozent zu. Nach Steuern blieb ein Fehlbetrag, der dank verbesserter Finanzierungsstrukturen aber auf 1,9 (Vorjahr: 10,6) Millionen Euro verringert wurde. Operativ schrieb das Unternehmen schwarze Zahlen. Das Ebitda legte auf 4 (2,9) Millionen Euro zu. Den Ausblick bekräftigte Tom Tailor. So strebt das im SDax notierte Unternehmen 2011 einen Umsatz von mindestens 400 Millionen Euro sowie einen Anstieg des Ebitda auf 48 Millionen bis 51 Millionen Euro an. Das zweite Quartal habe vielversprechend begonnen, berichtete Vorstandsvorsitzender Dieter Holzer. Im April, in den das üblicherweise starke Ostergeschäft fiel, erzielte das Segment Retail ein flächenbereinigtes Wachstum von 27,4 Prozent. Im laufenden Jahr strebt Tom Tailor die Eröffnung von insgesamt 60 bis 70 Läden an. Per Ende März betrieb das Unternehmen 173 eigene Läden. (Dow Jones Newswires)

          Patrizia rechnet sich schön

          Der Immobilienhändler Patrizia hat dank positiver Effekte aus Zinsderivaten wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Überschuss im ersten Quartal 2011 habe sich auf 9,8 Millionen Euro summiert, nach einem Verlust von 4,6 Millionen im Jahr zuvor, teilte das Augsburger Unternehmen am Mittwoch mit. Die Derivate, mit denen sich Patrizia auf Jahre niedrige Zinsen sichert, brachten dabei einen Ertrag von 12,1 Millionen Euro ein, nachdem vor Jahresfrist noch eine Belastung von 7,2 Millionen zu Buche stand. Patrizia verkaufte von Januar bis März 195 Wohnungen und damit zwölf mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr bekräftigte Vorstandschef Wolfgang Egger, einen operativen Vorsteuergewinn, der nicht die Zinssicherungsderivate enthält, von 16 bis 17 Millionen Euro erzielen zu wollen. Nach dem ersten Quartal ist es aber noch nicht einmal eine Million Euro. Den Großteil des Gewinns fährt Patrizia in der Regel im zweiten Halbjahr ein. (Reuters)

          Nordafrika-Unruhen belasten OMV - Geringere Produktion erwartet

          Der österreichische Mineralöl- und Gaskonzern OMVhat im ersten Quartal wegen des stark gestiegenen Ölpreises operativ mehr verdient. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) stieg um zwölf Prozent auf 726 Millionen Euro, wie das Untenehmen am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten mit 708 Millionen Euro etwas weniger erwartet. Der bereinigte Überschuss ging allerdings entgegen den Analystenschätzungen um neun Prozent auf 272 Millionen Euro zurück. Wegen der Unruhen in Nordafrika hat die OMV ihre Prognose für die Produktion im laufenden Jahr gesenkt und rechnet nun mit einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Vor dem Ausbruch der Umwälzungen in Libyen und Jemen, wo das Unternehmen wichtige Standorte hat, war die OMV noch von einer Produktion auf Vorjahresniveau ausgegangen. „Das erste Quartal 2011 erwies sich als sehr schwierig - eine starke operative Leistung war von politischen Unruhen in Nordafrika und im Mittleren Osten überschattet, was auch Einfluss auf unsere Produktion hatte“, sagte der seit Anfang April amtierende Firmenchef Gerhard Roiss. Die Übernahme des türkischen Tankstellenbetreibers Petrol Ofisi werde sich jedoch positiv auf die Ergebnisentwicklung in 2011 auswirken. (Reuters)

          Stellenabbau drückt Telekom Austria in Verlustzone

          Die Telekom Austria ist zu Jahresbeginn wegen hoher Kosten eines Stellenabbaus in die Verlustzone gerutscht. Unter dem Strich stand von Januar bis März ein Minus von 79,2 Millionen Euro nach einem Gewinn von 91,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Damit schnitt der österreichische Telekomkonzern schlechter ab als von Analysten erwartet. Neben Sonderkosten von gut 184 Millionen Euro für den Abbau von rund 500 Arbeitsplätzen lasteten Ausgaben - vor allem für die Vermarktung von Smartphones - auf dem Unternehmen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) schrumpfte daher um gut sieben Prozent auf 396,7 Millionen Euro. Für das laufende Jahr geht die Telekom Austria weiterhin von stagnierenden Umsätzen von bis zu 4,6 Milliarden Euro und einem bereinigten Gewinn von bis zu 1,6 Milliarden Euro aus. Bei ihren jüngsten Expansionsplänen am Balkan hatte die Telekom Austria vorerst einen Rückschlag einstecken müssen: Die serbische Regierung hatte ihr bis zu 1,1 Milliarden Euro schweres Angebot für die Telekom Srbija abgelehnt. Die Telekom hatte jedoch betont, das Angebot gelte drei Monate lang. (Reuters)

          Staatlich gestützte Dexia bleibt unter Druck

          Die Aufarbeitung der Finanzkrise bremst noch immer das Geschäft der belgischen Bank Dexia. Verluste aus dem Verkauf und der Abschreibung auf Wertpapiere sowie faule Kredite schmälerten im ersten Quartal den Gewinn des halbstaatlichen Instituts überraschend deutlich. Netto machte das Haus nur noch einen Überschuss von 69 Millionen Euro und damit fast 70 Prozent weniger als vor einem Jahr. Analysten hatten 92,4 Millionen Euro erwartet. Die Einnahmen erreichten 1,127 Milliarden Euro. Dexia wurde zum Höhepunkt der Finanzkrise mit sechs Milliarden Euro gestützt. (Reuters)

          GM investiert zwei Milliarden Dollar in amerikanische Autowerke

          Der amerikanische Autobauer General Motors will zwei Milliarden Dollar in Produktionsstandorte auf dem Heimatmarkt investieren. Mit dem Modernisierungsprogramm sollten mehr als 4000 Arbeitsplätze geschaffen oder gehalten werden, teilte der Opel-Mutterkonzern am Dienstag mit. Insgesamt würden 17 Produktionsstandorte in den Vereinigten Staaten von den Plänen profitieren. „Wir machen das, weil wir zuversichtlich sind mit Blick auf die Nachfrage nach unseren Autos und auf die Wirtschaft insgesamt“, sagte GM-Chef Daniel Akerson. Einen Zeitrahmen für die angekündigten Investitionen nannte GM nicht. (Reuters)

          US Postal warnt vor möglicher Insolvenz

          Der amerikanische Briefzusteller US Postal mit mehr als einer halben Million Mitarbeitern schließt angesichts anhaltender Verluste seine Zahlungsunfähigkeit nicht aus. Das Unternehmen werde seine Kreditlinien Ende September ausgeschöpft haben und dann seine Schulden nicht mehr bedienen können, teilte der US Postal am Dienstag mit. Daher müsse der amerikanische Kongress helfend eingreifen. Der Konzern, der nach eigenen Angaben 40 Prozent der weltweit verschickten Briefe zustellt, steht im scharfen Wettbewerb mit FedEx und UPS. Zwar gebe es ein Programm zur Kostenkürzung, erklärte US Postal. Dem stünden aber unter anderem steigende Benzinpreise gegenüber. US Postal wies am Dienstag für das abgelaufene Quartal einen Verlust von 2,2 Milliarden Dollar aus. Im Geschäftsjahr 2010 hatte der Verlust 8,5 Milliarden Dollar betragen. Dies war das vierte Jahr in Folge mit roten Zahlen. Der Postzusteller mit zuletzt noch rund 571.000 Mitarbeitern ist nach eigenen Angaben der einzige Anbieter, der in den Vereinigten Staaten landesweit Briefe zustellt. US Postal ist ein Staatsunternehmen, das aber keine Steuergelder erhält. (Reuters)

          HSBC will bis zu 3,5 Milliarden Dollar sparen

          Europas größte Bank, die britische HSBC Holdings schlägt einen harten Sparkurs ein. Das Institut werde seine Kosten um 2,5 bis 3,5 Milliarden Dollar senken, um die Geschäftsziele bis 2013 zu erreichen, kündigte das Geldhaus am Mittwoch in einer Mitteilung an die Börse Hongkong an. Zudem werde die Kreditkartensparte in den Vereinigten Staaten überprüft und das Privatkundengeschäft auf profitable Märkte beschränkt. Bankchef Stuart Gulliver hat erklärt, die Bereiche zu verschlanken und das Wachstum des Hauses wieder in Schwung zu bringen. Für das erste Quartal wies das Institut am Montag einen Rückgang des Vorsteuergewinns um 14 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar (rund 3,4 Milliarden Euro) aus. (Reuters)

          Wirtschaftsnachrichten

          Deutschland: Inflationsrate steigt auf den höchsten Stand seit Oktober 2008

          In Deutschland ist die Jahresinflationsrate im April auf den höchsten Stand seit Oktober 2008 gestiegen. Die Jahresinflationsrate sei von 2,1 Prozent im Vormonat auf 2,4 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden auf Basis endgültiger Daten mit. Damit wurde die erste Schätzung bestätigt. Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise im April um 0,2 Prozent. Auch hier wurden die Erwartungen getroffen. Wie in den vergangenen Monaten, werde die Teuerung maßgeblich durch starke Preiserhöhungen bei Energieprodukten bestimmt. Insbesondere die Preise für leichtes Heizöl und Kraftstoffe sind abermals gestiegen. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für europäische Vergleichszwecke berechnet wird, erhöhte sich im April auf Jahressicht um revidiert 2,7 Prozent, nach 2,3 Prozent im Vormonat. Damit hat sich die Rate weiter von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent entfernt. Zum Vormonat stieg der HVPI um revidiert 0,3 Prozent. Die erste Schätzung wurde damit um jeweils 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert. (dpa-AFX)

          Landesweite Streiks lähmen Griechenland

          Um gegen die drastischen Sparpläne der Regierung zu protestieren, sind am Mittwochmorgen in Griechenland hunderttausende Arbeitnehmer in den Streik getreten. Betroffen ist vor allem der staatliche Sektor. Ministerien, Steuerämter, viele Schulen und die Behörden der Städte und Gemeinden blieben geschlossen. Auch der Fährverkehr war betroffen. Am Morgen lief keine Fähre aus Piräus zu den Inseln aus. Ausfälle und Verzögerungen stehen auch im Flugverkehr an. Wegen einer vierstündigen Arbeitsniederlegung der Flutlotsen zwischen 12 Uhr und 16 Uhr Ortszeit (11 Uhr und 15 Uhr MESZ) fallen dutzende Inlandsflüge aus. Im internationalen Verkehr sind Verzögerungen zu erwarten. Zudem streiken in Griechenland die Journalisten für 24 Stunden. Im Radio und Fernsehen gibt es bis 06.00 Uhr am Donnerstag keine Nachrichten. Im Zentrum Athens und anderer Städte des Landes sind am Mittwoch Kundgebungen geplant. Zu den Streiks haben die beiden größten Gewerkschaftsverbände des privaten (GSEE) und des staatlichen Sektors (ADEDY) aufgerufen. Es ist der zehnte umfangreiche Streik seit Einführung des harten Spar- und Reformprogramms vor etwa einem Jahr, berichtete die griechische Presse. Im Gegenzug zum Milliarden-Rettungsprogramm für das hoch verschuldete Griechenland hatte die Regierung umfangreiche Sparauflagen akzeptiert. Griechenland soll nach Medienberichten ein weiteres Hilfspaket im Umfang von bis zu 60 Milliarden Euro erhalten, um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden. (dpa-AFX)

          Chinas Inflation bleibt hoch

          Der Preisauftrieb in China hat sich im April nur leicht abgeschwächt. Wie die nationale Statistikbehörde am Mittwoch berichtete, stiegen die Verbraucherpreise um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im März hatte die Jahresinflation 5,4 Prozent betragen, Ökonomen hatten für April einen etwas stärkeren Rückgang auf 5,2 Prozent erwartet. Vor allem die Lebensmittelpreise, die in den vergangenen Monaten stark angezogen hatten, stiegen im April nicht mehr so kräftig. Doch trotz der Inflationsabschwächung sagten Experten, es sei zu früh für die chinesischen Behörden, ihre restriktiven Maßnahmen zu beenden. Das Inflationsrisiko bestehe vorerst fort. HSBC-Volkswirtin Ma Xiaoping sagte in Reaktion auf die Daten, die People's Bank of China könnte ihre Anforderungen für die Mindestreservesätze bereits am kommenden Wochenende erneut anheben. „Das Kreditwachstum ist immer noch sehr stark, daher könnte die Zentralbank die Reservesätze erneut erhöhen, um die Kreditvergabe der Banken zu bremsen.“ Im Juni dürften die Reserveanforderungen dann nochmals verschärft werden, sagte Ma. (Dow Jones Newswires)

          Irland besteuert Pensionsfonds

          Mit einer Reihe von Steuersenkungen im Dienstleistungsbereich will Irland den Arbeitsmarkt ankurbeln und der Konjunktur auf die Sprünge helfen. Die Regierung wolle mit einem Maßnahmenpaket, das auch die Abschaffung der Flugreisesteuer umfasst, die Wettbewerbsfähigkeit wichtiger Wirtschaftssektoren stärken, sagte Finanzminister Michael Noonan am Dienstag im Parlament. Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds hätten als Gläubiger dem Programm unter der Bedingung zugestimmt, dass es nicht den Sparkurs zur Verringerung des Haushaltsdefizits torpediert. Damit die Senkung der Umsatzsteuer auf neun Prozent von derzeit 13,5 Prozent für bestimmte Dienstleistungen keine neuen Löcher in den Haushalt reißt, nimmt die irische Regierung die Pensionsfonds in die Pflicht. Diese müssen in den nächsten vier Jahren eine Abgabe in Höhe von 0,6 Prozent leisten, was jährlich 470 Millionen Euro in die Staatskasse spülen soll. Die Kosten für die Steuersenkungen bezifferte Noonan auf 350 Millionen Euro jährlich. Für Ende des Jahres kündigte der Finanzminister einen Gesetzentwurf an, mit dem die Fiskalpolitik des Landes grundsätzlich neuen Haushaltsregeln unterworfen werden soll. Irland hat wegen seiner massiven Schuldenprobleme Hilfszusagen von der Europäischen Union und IWF in Höhe von 85 Milliarden Euro erhalten. Im Gegenzug muss das Land ein Sparprogramm zur Verringerung seines Haushaltsdefizits umsetzen. (Reuters)

          Zeitung - amerikanische Banken bieten Vergleich zu Zwangsversteigerungen an

          Die großen amerikanischen Banken sind einem Zeitungsbericht zufolge zu einem milliardenschweren Vergleich im Konflikt um Zwangsversteigerungen bereit. Die Institute hätten bis zu fünf Milliarden Dollar angeboten, um die Verfahren von Bundesstaaten und des Justizministeriums beizulegen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Den Geldinstituten wird vorgeworfen, bei Zwangsversteigerungen übermäßigen Druck ausgeübt und Schnellverfahren eingeführt zu haben. Der Geldbetrag soll demnach zur Entschädigung von Betroffenen genutzt werden. (Reuters)

          Deutsche Stahlproduktion im April rückläufig

          Die deutschen Stahlhersteller haben beim Produktionswachstum im April eine Pause eingelegt. In dem Monat wurden hierzulande 3,8 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Dienstag mitteilte. Das waren 1,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und bereinigt um saisonale Einflüsse 2,5 Prozent weniger als im März. Die Produktion befinde sich jedoch weiterhin auf überdurchschnittlich hohem Niveau, erklärte der Industrieverband. Wegen der verbesserten Auftragslage sei für das zweite Quartal insgesamt mit einer Ausweitung der Erzeugung zu rechnen. Von Januar bis März hatten die Stahlproduzenten 11,4 Millionen Tonnen hergestellt, was den höchsten Wert seit Sommer 2008 bedeutet hatte. (Dow Jones Newswires)

          Brasilien- Fed und EZB für Rohstoff-Preissturz mitverantwortlich

          Brasilien macht die lockere Geldpolitik in den Vereinigten Staaten und Europa für den jüngsten Kurssturz an den internationalen Rohstoffmärkten mitverantwortlich. „Die (amerikanische Notenbank) Fed und die EZB überschwemmen den Markt mit Dollar und Euro“, sagte Brasiliens Finanzminister Guido Mantega der „Financial Times Deutschland“ laut Vorab-Bericht aus der Mittwoch-Ausgabe. Aus Mangel an Anlagemöglichkeiten sei das Geld in die Rohstoffmärkte gewandert. Deswegen seien beispielsweise die Preise für Rohöl in die Höhe geschossen. „Zuletzt hat der Markt nur auf ein Signal gewartet, um die Blase platzen zu lassen und Gewinne mitzunehmen. Ich glaube, dass der Tod Osama bin Ladens ein solches Signal gewesen ist.“ Ende vergangener Woche hatten die Preise für Öl, Silber und andere Rohstoffe teilweise drastisch nachgegeben. Das Interview führte der Minister dem Bericht zufolge mit der brasilianischen Tageszeitung „Folha de Sao Paulo“. Die „FTD“ nahm daran nach eigenen Angaben teil. (Reuters)

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