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Medienschau : Deutsche Inflationsrate auf höchstem Stand seit Oktober 2008

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Der Medienkonzern Axel Springer hat zum Jahresauftakt die Schwäche im deutschen Zeitungsmarkt mit einem deutlichen Wachstum im digitalen und internationalen Geschäft mehr als wett gemacht. Der Umsatz legte unter anderem auch dank Übernahmen um elf Prozent auf 736,7 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte in den ersten drei Monaten um 6,5 Prozent auf 126,9 Millionen Euro zu. Unterm Strich stand mit 63 Millionen Euro ein praktisch unverändertes Ergebnis. Damit schnitt das im MDax notierte Unternehmen etwas besser ab als von Experten erwartet. Im laufenden Jahr peilt Springer-Chef Mathias Döpfner beim Umsatz weiter ein Plus im einstelligen Prozentbereich an. Der operative Gewinn soll etwas stärker steigen. Hier erwartet der Konzern ein niedriges zweistelliges Plus. Döpfner geht davon aus, dass die digitalen und internationalen Aktivitäten innerhalb des Konzerns weiter an Gewicht gewinnen. In den ersten drei Monaten legten diese Sparten um 26 beziehungsweise 58 Prozent zu. Wegen des Ausbaus des Osteuropa-Geschäft und der Expansion der digitalen Aktivitäten im Ausland sprang der Auslandsumsatz über die Marke von 30 Prozent. Das Zeitungsgeschäft im Inland schrumpfte im ersten Quartal, blieb aber trotz eines Gewinnrückgangs die profitabelste Sparte des Konzerns. Dabei konnte das Unternehmen die Vertriebserlöse unter anderem dank Preiserhöhungen bei der Welt und der Berliner Morgenpost leicht steigern. Die Werbeeinnahmen gingen jedoch stark zurück. (dpa-AFX)

Postbank verdient im ersten Quartal trotz Sonderbelastungen mehr

Die Postbank hat die Finanzkrise vorerst hinter sich gelassen. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Krise hätten die riskanten Kreditpapiere in den Büchern das Ergebnis im ersten Quartal in Summe nicht mehr belastet, teilte die Bonner Deutsche-Bank-Tochter am Mittwoch mit. Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 142 (Vorjahr: 131) Millionen Euro, obwohl die Postbank 155 Millionen Euro an Sonderbelastungen für eine vereinheitlichte Bilanzierung ihrer Altersteilzeit-Programme und für den geplanten Abbau von 2000 Stellen bis Ende 2012 verbuchte. Dem stand ein Gewinn aus dem Verkauf der indischen Baufinanzierungstochter Postbank Home Finance von 55 Millionen Euro gegenüber. Die Deutsche Bank hatte in ihrem Quartalsbericht für die Postbank einen höheren Ergebnisbeitrag von 221 Millionen Euro vor Steuern genannt. Die Differenz ergibt sich aus den unterschiedlichen Bilanzansätzen, wie ein Sprecher erläuterte: Während die Deutsche Bank die Vermögenswerte der Postbank mit dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Übernahme im Herbst ansetzt, werden die selben Positionen bei der Postbank überwiegend zu Anschaffungspreisen bewertet. Postbank-Chef Stefan Jütte erklärte, das mit 14 Millionen Kunden größte deutsche Filialinstitut werde sich in diesem und im nächsten Jahr in der Gewinnzone halten. Allerdings könnten die toxischen Papiere, deren Bestand weiter abgebaut werden soll, im Jahresverlauf noch Belastungen bringen. Filial- und Firmenkundengeschäft liefen jedoch besser als erwartet und könnten ein eher schwächeres Finanzmarkt-Geschäft wettmachen. (Reuters)

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