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Medienschau : BayernLB gibt Goldman Sachs den Laufpass

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Ebay enttäuscht mit seinem Ausblick, Amgen senkt ihn. Starbucks floriert dafür in Amerika. Ein FDP-Finanzexperte will den Daimler-Gewinn prüfen lassen, Fiat spaltet sein PKW-Geschäft ab. Der Gesetzentwurf zu Derivate-Regulierung geht im amerikanischen Senat durch.

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          Unternehmen

          Ebay enttäuscht mit Ausblick

          Das Internet-Auktionshaus Ebay hat trotz eines höheren Quartalsgewinns die Anleger mit seiner Jahresprognose enttäuscht. Für das Gesamtjahr rechnet der Konkurrent des Onlinehändlers Amazon nach Angaben vom Mittwoch weiterhin mit einem Umsatz von 8,8 bis 9,1 Milliarden Dollar und einem bereinigten Gewinn von 1,63 bis 1,68 Dollar je Aktie. Analysten hatten einen Umsatz von 9,1 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,67 Dollar je Anteilsschein erwartet. Im nachbörslichen Handel fiel die Ebay-Aktie um fast sechs Prozent.

          Im ersten Quartal stieg der Überschuss auf 398 Millionen Dollar von 357 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Auf bereinigter Basis betrug der Gewinn 42 Cent je Aktie und lag damit knapp über den Schätzungen der Analysten von 41 Cent. Der Umsatz erhöhte sich um neun Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. (Reuters)

          BayernLB gibt Goldman Sachs den Laufpass

          Die BayernLB hat nach Informationen des „Handelsblatts“ ihre Geschäftsbeziehung zu der mit Betrugsvorwürfen konfrontierten Investmentbank Goldman Sachs mit sofortiger Wirkung gekündigt. Ein entsprechendes Schreiben habe der neue BayernLB-Chef Gerd Häusler Anfang der Woche verschickt. Als Grund soll Häusler explizit die Betrugsklage der amerikanischen Börsenaufsicht SEC genannt haben, berichtet das Blatt (Donnerstag) unter Berufung auf Finanzkreise.

          Die Vertragskündigung treffe die Investmentbank empfindlich, gehörten doch die öffentlichen Banken und die Bundesregierung bisher zu ihren treuen Kunden, heißt es in dem Bericht weiter. (dpa-AFX)

          Phoenix Solar deutet starkes Ergebnis im ersten Quartal an

          Das Photovoltaik-Unternehmen Phoenix Solar hat ein starkes Ergebnis für das erste Quartal in Aussicht gestellt. Die von der Bundesregierung geplante zusätzliche Absenkung der Solarförderung zur Jahresmitte habe Vorzieheffekte ausgelöst, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage seiner Bilanz für das vergangene Jahr in Sulzemoos bei München an. Trotz eines langen und schneereichen Winters habe es in den ersten drei Monaten eine deutlich stärkere Installationstätigkeit als vor einem Jahr gegeben.

          Eine konkrete Jahresprognose wollte Vorstandschef Andreas Hänel angesichts der immer noch nicht feststehenden Änderungen bei der Solarförderung erneut nicht geben. Er erwartet aber einen steigenden Umsatz und eine verbesserte Ertragslage, wie er bereits Anfang März mitgeteilt hatte. (dpa-AFX)

          Goldman-Chef Blankfein geht Aufsichtsbehörde SEC scharf an

          Goldman Sachs-Vorstandschef Lloyd Blankfein hat die Betrugsvorwürfe gegen seine Bank einem Zeitungsbericht zufolge in Gesprächen mit Kunden scharf kritisiert. „Er war sehr aggressiv“, berichtete die „Financial Times“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf eine Person, die Blankfein am Mittwoch angerufen hatte. „Er hat das Gefühl, dass die Regierung ihn erledigen will, dass sie angegriffen werden und das Ganze komplett politisch motiviert ist.“ Blankfein meine, die Klage der Börsenaufsicht SEC „schadet Amerika“.

          Auf andere habe er kämpferisch gewirkt und den Eindruck erweckt, als wolle er den Fall vor Gericht ausfechten, berichtete das Blatt weiter. Ziel der Gespräche sei es gewesen, bei den Geschäftspartnern um Vertrauen zu werben. Goldman war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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