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Medienschau : Bankenriese HSBC mit Gewinneinbruch - Rekord-Kapitalerhöhung

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

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          Unternehmen

          Bankenriese HSBC mit Gewinneinbruch - Rekord-Kapitalerhöhung

          Die Wirtschaftskrise hat Europas größter Bank HSBC einen kräftigen Gewinneinbruch beschert und zwingt den britischen Bankenriesen zu einer Rekord-Kapitalerhöhung. Der Vorsteuergewinn brach 2008 um 62 Prozent auf 6,5 Milliarden Pfund (7,4 Milliarden Euro) ein, wie HSBC am Montag in London mitteilte. Die Großbank will sich nun frisches Kapital im Volumen von 12,5 Milliarden Pfund besorgen. Das ist die größte Kapitalerhöhung in der Geschichte des Königreichs. Grund für den Gewinnrückgang seien vor allem Verluste im amerikanische Kredit- und Hypothekengeschäft. Von einem Großteil dieses Geschäfts will sich HSBC nun trennen. (dpa)

          AIG erhält angeblich weitere 30 Milliarden Dollar

          as Direktorium des schwer angeschlagenen amerikanischen Versicherers AIG hat sich Kreisen zufolge auf ein überarbeitetes Rettungspaket verständigt. Das neue Konzept sehe eine weitere Finanzspritze der amerikanische Regierung in Höhe von 30 Milliarden Dollar vor, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Sonntag. Zudem beinhalte das Paket, über das das Direktorium abstimmte, auch Abschnitte, in denen es um eine Erleichterung der Bedingungen für bisher gewährte staatliche Hilfen gehe sowie einen Plan zur Verringerung der Schulden des Versicherers bei der Regierung. Im Gegenzug für die Hilfsleistungen werde AIG der amerikanische Notenbank Fed die Mehrheitsanteile an den beiden hoch geschätzten Lebensversicherungssparten AIA und Alico übertragen, sagte die Person. AIA gilt als Kronjuwel unter den asiatischen AIG-Sparten. Der Konzern mit etwa 100.000 Beschäftigten hatte sich am amerikanische Immobilienmarkt verzockt hat droht nun im Strudel der Finanzkrise unterzugehen. Er steckt tief in den roten Zahlen. Der Staat musste AIG bereits zwei Mal mit milliardenschweren Hilfen retten. Am Montag werden die Zahlen für das vierte Quartal erwartet. Kreisen zufolge hat AIG allein in dem Vierteljahr einen beispiellosen Verlust von 60 Milliarden Dollar erlitten - dies würde einem Minus von 460.000 Dollar pro Minute entsprechen und wäre der größte Verlust einer Firma in der Wirtschaftsgeschichte. Er sei vor allem auf Abschreibungen zurückzuführen, hieß es. Am Freitag hatte die amerikanische Regierung angekündigt, ihren Anteil an der einst weltgrößten Bank Citigroup auf bis zu 36 Prozent zu erhöhen. Die Teilverstaatlichung der Citigroup zog Börsen weltweit nach unten. Die Wall Street brach auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren ein. Anleger fürchteten, dass der Staat nun auch bei anderen amerikanische Banken einsteigen muss. (Reuters)

          Moody's senkt Citigroup-Rating auf „A3“ („A2“)

          Moody's Investors Service hat das Rating für die vorrangig unbesicherten Verbindlichkeiten der Citigroup Inc auf „A3“ von „A2“ gesenkt. Wie die Ratingagentur am Freitagabend mitteilte, wurde das Kurzfristrating mit „Prime-1“ bestätigt. Ungeachtet der derzeitigen Unterstützung durch die amerikanische Regierung werde die Citigroup nach der Krise über ein kleineres Kerngeschäft verfügen, dass sich zudem anderes zusammensetzt als vor den Turbulenzen. Dadurch könnte langfristig die Bedeutung des Instituts für das amerikanische Bankensystem sinken, argumentieren die Kreditanalysten. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) senkte unterdessen ihren Ausblick für die Ratings der Citigroup auf „negativ“. Das Counterparty-Rating wurde mit „A/A-1“ bestätigt. Sollte der Turnaround-Plan des Instituts scheitern, müssten Gläubiger möglicherweise an weiteren von der Regierung ausgehenden Restrukturierungsmaßnahmen teilnehmen, begründen die Kreditanalysten die Ausblicksenkung. Die New Yorker Bank hatte am Freitag mitgeteilt, bestehende Vorzugsaktien in Stammkapital umzuwandeln, um sich dadurch Standfestigkeit zu verschaffen. Bei erfolgreicher Umsetzung hielte die amerikanische Regierung mehr als ein Drittel der Anteile an der Bank. Der Anteil der derzeitigen Aktionäre würde entsprechend verwässert und auf rund ein Viertel sinken. (Dow Jones Newswires)

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