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Medienschau : Bankenaufsicht warnt vor Risiken durch Schattenbanken

  • Aktualisiert am

Porsche bietet seine neuen Aktien mit hohem Abschlag an, die Norma Group will mit ihrem Börsengang 430 Millionen Euro erlösen, die Euro-Rettung könnte 15 Milliarden Euro kosten und Heidelberger Druck will sich vorzeitig von der staatlichen Hilfe lösen

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          Unternehmensnachrichten

          Porsche bietet neue Aktien mit hohem Abschlag an

          Die stark verschuldete Porsche-Holding bietet bei ihrer dringend benötigten Kapitalerhöhung über knapp fünf Milliarden Euro die Aktien mit einem hohen Abschlag an. Die bis zu 131,25 Millionen neuen Anteile - je zur Hälfte Stamm- und Vorzugsaktien - können von den Altaktionären für 38 Euro gekauft werden. Bei den börsennotierten Vorzugsaktien liegt der Bezugspreis damit rund ein Drittel unter dem Kurs vom Freitag.

          Die Anteilseigner haben ein Vorkaufsrecht. Je einer gehaltenen Aktie dürfen sie 0,75 neue kaufen - die Zahl der Aktien steigt damit um 75 Prozent auf 306,25 Millionen. Die Familien Piëch und Porsche sowie der Golf-Staat Katar, die alle Stammaktien besitzen, haben sich verpflichtet, ihre Bezugsrechte auszuüben. Sollten die Eigentümer von Vorzugsaktien bei dem Angebot nicht komplett zugreifen, garantieren die Banken die Abnahme der Anteile. Porsche wird voraussichtlich rund 4,89 Milliarden Euro einnehmen. Das Geld soll für den Schuldenabbau verwendet werden. (dpa-AFX)

          Norma Group will mit Börsengang 430 Millionen Euro erlösen

          Mit dem hessischen Industrieausrüster Norma Group wagt sich ein Unternehmen auf das Frankfurter Parkett. Mit einem angepeilten Volumen von 430 Millionen Euro könnte es der größte Börsengang seit einem Jahr werden. Die Altaktionäre wollen dabei Anteile von bis zu 280 Millionen Euro verkaufen. Dem Unternehmen selbst sollen etwa 150 Millionen Euro zufließen. Die Erstnotiz ist für den 8. April geplant.

          Die Norma Group will bis zu knapp 19,8 Millionen Anteile für 19 bis 24 Euro das Stück anbieten. Inklusive der Gebühren für die Banken und anderen Ausgaben könnte sich das Volumen folglich auf fast 475 Millionen Euro belaufen. Investoren und Anleger können die Aktien ab dem 28. März zeichnen. Die Zeichnungsfrist endet voraussichtlich am 7. April.

          Norma stellt unter anderem Befestigungsschellen und Verbindungselemente her und vertreibt seine Produkte in mehr als 80 Ländern an rund 10.000 Kunden aus den verschiedensten Industrien. Die rund 150 Millionen Euro Erlös, die direkt für das Unternehmen bestimmt sind, sollen für den Ausbau des Geschäfts genutzt werden. Dabei seien auch Zukäufe möglich. (dpa-AFX)

          Heidelberger Druck will sich vorzeitig von staatlicher Hilfe lösen

          Der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck will sich mit Hilfe einer Umschichtung seiner Finanzierung vorzeitig komplett von der staatlichen Unterstützung lösen. Geplant sei die Ausgabe einer hochverzinslichen Anleihe in Höhe von mindestens 300 Millionen Euro. Zudem soll ein neuer Kredit zu besseren Bedingungen alte Kredite ablösen. Heidelberger Druck will den Nettoemissionserlös nutzen, um die bestehenden, teilweise durch staatliche Bürgschaften abgesicherten Kredite vorzeitig abzulösen. Diese hätten eine Laufzeit bis Juli 2012 gehabt. Darüber hinaus sei zur weiteren Refinanzierung ein neuer Kredit mit einem Bankenkonsortium über 500 Millionen Euro geplant. Dieser soll bis Ende 2014 laufen. (dpa-AFX)

          Kabel Deutschland peilt Dividende an

          Der Börsenneuling Kabel Deutschland könnte nach dem kommenden Geschäftsjahr zum ersten Mal eine Dividende an die Aktionäre ausschütten, sagte eine Unternehmenssprecherin der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“. Der Finanzinvestor Providence hatte den Kabelnetzbetreiber 2003 zusammen mit anderen Investoren von der Deutschen Telekom übernommen und im vergangenen Jahr erfolgreich an die Börse gebracht. Das Unternehmen war am Samstag zunächst nicht zu erreichen. (dpa-AFX)

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