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Medienschau : Banken erweisen sich in EU-Stresstest als robust

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Die deutschen Autobauer schneiden in Amerika vergleichsweise gut ab, doch in Deutschland tritt Flaute ein. Bundesbankpräsident Weber sieht das deutsche Wachstumspotential nur noch bei 1 Prozent und die geplanten EU-Aufsichtsbehörden kritisch.

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          Unternehmen

          Banken erweisen sich in EU-Stresstest als robust

          Die Großbanken in Europa wären nach Ansicht der EU-Finanzminister und Notenbankchefs gegen einen erneuten wirtschaftlichen Einbruch gut gewappnet. Das ist das Ergebnis des Belastungstests, dem die Aufsichtsbehörden in der EU insgesamt 22 Institute unterzogen. „Die Großbanken sind offenbar ausreichend kapitalisiert, eine schwere gesamtwirtschaftliche Verschlechterung abzuwehren“, erklärten die EU-Finanzminister am Donnerstag nach ihrem Treffen mit den Notenbankchefs der 27 EU-Staaten in Göteborg.

          Bundesbankpräsident Axel Weber sagte, dies sei eine gute Nachricht und signalisiere eine gewisse Entspannung im Bankensystem. Doch um künftigen Krisen vorzubeugen, müsse das haftende Eigenkapital in den Banken steigen. Die Gewinne der Banken müssten in erster Linie dazu genutzt werden, um die Kapitalbasis zu stärken.

          Wenn sich die Wirtschaft so entwickelt wie jetzt angenommen - also ein geringfügiges Wachstum im kommenden Jahr nach dem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um vier Prozent 2009 - wären alle Banken reichlich mit Eigenkapital ausgestattet. Die Kernkapitalquote läge deutlich über neun Prozent und damit weit über der Mindestanforderung der Bankenaufsicht von vier Prozent. Die Banken hätten sich durch die staatlichen Kapitalspritzen erholt, erklärten die Minister. Die Ertragsaussichten hätten sich außerdem verbessert.

          Die Finanzminister und Notenbankchefs wiesen allerdings darauf hin, dass das Ergebnis der Großbanken nicht auf das gesamte Bankensystem in der EU übertragbar sei. Die Geldhäuser müssten ihre Kapitalausstattung weiter stärken und die Wirtschaft ausreichend mit Krediten versorgen. (Reuters)

          Deutsche Autobauer kommen auf amerikanischen Markt glimpflich davon

          Die deutschen Autobauer haben sich auf dem schwächelnden amerikanischen Markt im September besser als ihre ausländischen Rivalen geschlagen. Porsche verbuchte mit einem Zuwachs von acht Prozent das deutlichste Plus unter den deutschen Herstellern. Auch VW und BMW konnten sich behaupten, während Daimler ein Minus von 13,4 Prozent verbuchte. Die VW-Tochter Audi schlug 4,9 Prozent weniger Fahrzeuge los. Insgesamt leidet die Branche in Amerika mit einem Rückgang von mehr als 20 Prozent weiter unter der Absatzkrise.

          Vor allem die angeschlagenen amerikanischen Hersteller General Motors und Chrysler bekamen das Ende der Abwrackprämie in den Vereinigten Staaten zu spüren. Die Absatzzahlen der Opel-Mutter GM brachen um 45 Prozent ein, Chrysler verkaufte 42 Prozent weniger Fahrzeuge. Ford kam mit einem Minus von 5,1 Prozent vergleichsweise glimpflich davon. Dagegen profitierte der koreanische Hersteller Hyundai Motor mit einem Zuwachs von 27 Prozent von dem Trend nach spritsparenden Kleinwagen. Enttäuschend verlief der Vormonat für den japanischen Hersteller Toyota, der ein Minus von 13 Prozent einfuhr. (Reuters)

          Flaute bei Autohändlern nach Ende der Abwrackprämie

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