https://www.faz.net/-gv6-15b0x

Medienschau : Automarkt verliert an Schwung

  • Aktualisiert am

Kreise - Bank of China plant Aktienausgabe über 4,8 Milliarden Euro, Google setzt auf den Verkauf von Flugtickets, Motorola stellt Weichen für Aufspaltung, Toyota erwägt große Rückrufaktion, Grenkeleasing wächst deutlich, WSJ: AIG will mit Verkauf japanischer Sparten 5 Milliarden Dollar erlösen, Qiagen will deutlich wachsen, Bahn offen für Verkauf von Arriva-Sparten, amerikanischer Automarkt verliert an Schwung, deutsche Reallöhne steigen im 1. Quartal, Rohstoffsteuer in Australien unter Dach und Fach

          10 Min.

          Unternehmen

          Kreise - Bank of China plant Aktienausgabe über 4,8 Milliarden Euro

          Die Bank of China plant Kreisen zufolge die Ausgabe von Aktien in Höhe von umgerechnet bis zu 4,8 Milliarden Euro. Das Geldhaus werde das Vorhaben in Kürze vorstellen, sagten drei mit der Angelegenheit Vertraute am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Aktien des Instituts wurden in Hongkong vom Handel ausgesetzt. Grund sei eine bevorstehende Mitteilung, die sich auf den Preis niederschlagen könnte, hieß es in einer Mitteilung der dortigen Börse. Eine Sprecherin der Bank of China wollte sich nicht äußern. Das Institut hatte aber bereits im März erklärt, über eine Platzierung von bis zu 20 Prozent des Aktienkapitals der BOC nachzudenken. Zu dem Zeitpunkt hätte dies einem Volumen von 60 Milliarden Hongkong-Dollar oder 5,7 Milliarden Euro entsprochen. Durch das Vorhaben will die Bank härtere Kapitalvorschriften der Regierung erfüllen. Insgesamt sollten nach früheren Angaben aus Investmentkreisen bis zu 15 Milliarden Dollar (etwa zwölf Milliarden Euro) eingesammelt werden. Dazu sollte auch eine Wandelanleihe beitragen. Das Geldhaus mit Sitz in Peking ist eine der vier größten Banken der Volksrepublik. (Reuters)

          Google setzt auf den Verkauf von Flugtickets

          Fliegen mit Google: Der Internet-Riese setzt in großem Stil auf das Online-Geschäft mit Flugtickets. Der Suchmaschinen-Primus kauft für stolze 700 Millionen Dollar (rund 560 Millionen Euro) den amerikanischen Software-Anbieter ITA, der auf das Sammeln und Auswerten von Flugreise-Informationen spezialisiert ist. Google wolle Internet-Nutzern die Suche nach passenden Flugtickets erleichtern, kündigte der Konzern am Donnerstag an. Der hohe Kaufpreis zeugt unmissverständlich davon, dass Google mit glänzenden Geschäftsaussichten in diesem Bereich rechnet. Heute werde knapp jedes zweite Flugticket Online gekauft, betonte Google-Managerin Marissa Mayer. Es würden schnell immer mehr werden. ITA Software aus Boston sammelt Informationen über verfügbare Flüge und ihre Preise. Die Firma ist vor allem in den Vereinigten Staaten aktiv. Das Geschäftsvolumen in Europa sei so gering, dass die Übernahme nicht bei den Wettbewerbshütern angemeldet werden müsse, hieß es. (dpa-AFX)

          Motorola stellt Weichen für Aufspaltung

          Das amerikanische Telekom-Urgestein Motorola treibt seine Aufspaltung voran. Am Donnerstag legte der Konzern einen detaillierten Fahrplan vor. Am Ende der Reise stehen zwei eigenständige Unternehmen mit Produkten für Privat- und für Firmenkunden. Als erstes wird das Geschäft mit Handys und Empfangsgeräten fürs Kabelfernsehen unter dem Namen SpinCo aus dem Konzern herausgelöst. Das verbliebene Geschäft mit Firmenkunden benennt sich in Motorola Solutions um. Die Angebotspalette hier umfasst Barcode-Scanner, Funketiketten-Lesegeräte, Rundfunktechnik, Sicherheitssysteme und Handy-Netztechnik. Nach der Trennung im ersten Quartal 2011 sollen die Motorola-Aktionäre Anteile an beiden Unternehmen halten. Motorola reichte einen entsprechenden Antrag bei der Börsenaufsicht SEC ein. Motorola plant die Aufspaltung bereits seit längerer Zeit, musste das Projekt in der Finanzkrise jedoch zeitweise auf Eis legen. Zudem hatte der Mobilfunk-Pionier massiv Anteile am Handy-Markt verloren. Erst in jüngster Zeit konnten die Amerikaner mit neuen Smartphones auf Basis des Google-Betriebssystems Android wieder etwas aufholen. Beide Konzernteile machten inzwischen gute Fortschritte, lobte Verwaltungsratschef David Dorman. (dpa-AFX)

          Toyota erwägt große Rückrufaktion

          Der japanische Autohersteller Toyota erwägt den Rückruf von weltweit bis zu 270.000 Fahrzeugen wegen Motorproblemen. Dies könnte das Unternehmen bis zu 228 Millionen Dollar kosten, berichtete die Zeitung „Asahi“ am Freitag. Toyota bestätigte, am Montag würden in Japan 90.000 Limousinen zurückgerufen. Ein Vertreter des Verkehrsministeriums sagte, nach seinen Informationen plane der Autohersteller auch Rückrufaktionen in Nordamerika und Europa. Seit September vergangenen Jahres musste Toyota wegen Sicherheitsmängeln mehr als zehn Millionen Autos zurückrufen, davon 7,3 Millionen in den Vereinigten Staaten . Toyota-Aktien notierten an der Tokioter Börse unverändert. (Reuters)

          Grenkeleasing beschleunigt Wachstum im 2. Quartal

          Der IT-Finanzierungsspezialist Grenkeleasing hat inklusive der Franchisepartner sein Neugeschäft im ersten Halbjahr um 42,5 Prozent gesteigert. Der Wert, das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände und Factoringvolumen, erreichte 325,6 (228,5) Millionen Euro, wie die Grenkeleasing AG aus Baden-Baden am Freitag mitteilte. Damit beschleunigte sich das Wachstum, im ersten Quartal hatte das SDax-Unternehmen lediglich 26,6 Prozent zugelegt. Wegen des guten ersten Halbjahres hob Grenke ihr Wachstumsziel für das Gesamtjahr an und hält 2010 nun ein Wachstum des Neugeschäfts von deutlich über 20 Prozent für erreichbar. Bislang hatte das Unternehmen hier 15 Prozent in Aussicht gestellt. Die derzeitige Wettbewerbssituation und die steigende Nachfrage nach Leasingfinanzierungen würden das neue Wachstumsziel mit begrenztem Risiko und überdurchschnittlichen Deckungsbeiträgen erlauben. Auch bei den Margen legte Grenke im ersten Halbjahr zu. Die DB1-Marge des Leasinggeschäftes (Deckungsbeitrag 1 zu Anschaffungswerten) übertraf im ersten Halbjahr mit 11,2 Prozent die Zielmarge von 10 Prozent und erreichte 34,8 (27,7) Millionen Euro. Der entsprechende DB2 lag bei 49,9 Millionen Euro und stieg damit gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 um 26,5 Prozent. (Dow Jones Newswires)

          WSJ: AIG will mit Verkauf japanischer Sparten 5 Milliarden Dollar erlösen

          Die American International Group (AIG) will laut Kreisen zwei japanische Lebensversicherungssparten erneut zum Verkauf stellen und hofft auf Erlöse von rund 5 Milliarden Dollar. Zudem habe das Management interne Differenzen über die geplante Veräußerung der größten ausländischen Lebensversicherungssparte AIA geklärt, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. AIG trennt sich von Vermögenswerten, um ihren hohen Schuldenberg gegenüber der amerikanische Regierung abzutragen. Der Versicherungskonzern mit Sitz in New York war Ende 2008 und Anfang 2009 mit umfangreichen Staatshilfen vor dem Zusammenbruch gerettet worden. Gegen Ende des vergangenen Jahres hatte AIG jedoch den Verkauf der japanischen Lebensversicherungsgeschäfte AIG Star Life Insurance Co and AIG Edison Life Insurance Co ausgesetzt. Die beiden Töchter hätten sich zunächst stabilisieren müssen. Seitdem habe sich die Geschäftsentwicklung von AIG Star und AIG Edison zusammen mit dem wirtschaftlichen Umfeld aber verbessert, zitiert die Zeitung eine Person mit entsprechenden Informationen. Laut Analysten wäre der amerikanische Versicherer Prudential Financial ein naheliegender Käufer der beiden Sparten. Ungeachtet der Namensähnlichkeit hängt der Lebensversicherungs- und Pensionsspezialist aus dem Bundesstaat New York nicht mit dem britischen Versicherer Prudential zusammen, dessen geplante Akquisition der AIG-Sparte AIA vor Kurzem gescheitert ist. Prudential Financial ist bereits in Japan vertreten und hat ihr Interesse auch öffentlich bekundet. Nach Einschätzung von Angelo Graci, Managing Director bei Chapedaine Credit Partners in New York, könnten die beiden japanischen Sparten auf Basis ihres Buchwertes zwischen 4 Milliarden und 6 Milliarden Dollar wert sein. Im März hatte sich AIG mit dem britischen Wettbewerber Prudential über den Verkauf der Sparte American International Assurance Ltd (AIA) für 35,5 Millionen Dollar geeinigt. Einige Aktionäre der Prudential hatten allerdings den hohen Übernahmepreis kritisiert und einer geplanten Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Transaktion ihre Zustimmung verweigert. Das Management hatte daraufhin erneut über den Preis verhandelt. AIG-CEO Robert Benmosche drängte trotzdem auf einen Verkauf an die Briten zu einem niedrigeren Preis, wurde jedoch vom größten Teil des restlichen Managements überstimmt. Nach den gescheiterten Preisverhandlungen sagte Prudential Anfang Juni die Übernahme schließlich ab. Nachdem die Spannungen im Konzernmanagement von AIG zunächst zunahmen, hätten sich Benmosche und Chairman Harvey Golub nun versöhnt, hieß es. Die Manager wollten nun auf einen Börsengang von AIA bis Ende des Jahres hinarbeiten. Ein Sprecher von Prudential wolle mögliche Akquisitionen nicht kommentieren. Auch eine AIG-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. (Dow Jones Newswires)

          Qiagen will jährlich um mindestens zehn Prozent wachsen

          Der Biotechnologie-Konzern Qiagen will organisch jährlich mindestens um zehn Prozent wachsen. Vorstandschef Peer Schatz sagte in einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu den Wachstumszielen des TecDax-Konzerns: „Im Vordergrund steht das organische Wachstum aus eigener Kraft. Hier wollen wir jedes Jahr prozentual zweistellig zulegen.“ Zudem seien punktuelle Zukäufe vorgesehen, „wo es strategisch passt und technologisch sinnvoll ist“. (dpa-AFX)

          Bahn-Chef Grube offen für Verkauf von Arriva-Sparten

          Die Deutsche Bahn ist offen für einen Weiterverkauf des Bus- und Schienengeschäfts der geplanten britischen Neuerwerbung Arriva. „Falls die Kartellbehörden das fordern, verkaufen wir beides“, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube der Zeitung „Die Welt“ (Freitagausgabe). Er gehe davon aus, dass die Bahn den Bereich Schienenunternehmen dort auf jeden Fall abgeben müsse. Beide Sparten zusammen kämen auf rund 500 Millionen Euro Umsatz. Insgesamt gehe es um 50 Gesellschaften, die die Bahn im Paket verkaufen wolle. Dafür gebe es eine zweistellige Zahl an Interessenten. Die Branche stehe vor einer großen Welle der Konsolidierung, sagte Grube. In etwa zehn Jahren würden vielleicht noch fünf oder sechs große Bahnkonzerne übrig bleiben. „Und da wollen wir natürlich dabei sein.“ Schritt eins werde sein, gemeinsam mit anderen Bahnen grenzüberschreitenden Verkehr zu organisieren. Später erschließe man sich die Märkte eigenständig. „Da für uns der Wettbewerb auf dem Heimatmarkt immer schärfer wird, müssen wir in Europa wachsen.“ Die Deutsche Bahn will den britischen Verkehrskonzern Arriva für 2,8 Milliarden Euro kaufen. Vorbehaltlich der Freigabe durch die Kartellbehörden ist der Vollzug für Ende August geplant. Arriva ist im Bus- und Schienenverkehr in insgesamt zwölf europäischen Ländern aktiv. (Reuters)


          Wirtschaftsnachrichten

          Amerikanischer Automarkt verliert an Schwung

          Die Erholung auf dem amerikanische Automarkt hat sich im Juni erheblich abgeschwächt. Mit insgesamt knapp 984.000 verkauften Fahrzeugen wurden nach Angaben der Marktforscher von Autodata zwar 14 Prozent mehr abgesetzt als noch in dem von der Krise gezeichneten Vorjahresmonat. Verglichen mit dem Monat Mai haben die Hersteller aber zwischen 5 Prozent und 23 Prozent weniger verkauft. Marktführer General Motors legte um 12 Prozent auf gut 195.000 Einheiten zu, kurz dahinter kam Ford mit einem Plus von 13 Prozent auf 176.000. Beide Hersteller haben sich inzwischen von Automarken getrennt oder lassen sie auslaufen. Ohne die verkaufte Marke Volvo lag das Wachstum von Ford sogar bei 15 Prozent. Auch der dritte große amerikanische Hersteller Chrysler scheint sich gefangen zu haben. Mit gut 92.000 verkauften Fahrzeugen verbuchte das inzwischen zum Fiat-Konzern gehörende Unternehmen im Juni ein Plus von 35 Prozent zum Vorjahr. Schwächer fiel das Wachstum bei den japanischen Konzernen aus. Toyota legte lediglich um 7 Prozent auf knapp 141.000 Fahrzeuge zu, bei Honda fiel das Plus mit 6 Prozent noch knapper aus. Mit einem Absatz von etwas weniger als 107.000 Autos behauptete Honda aber Platz vier auf dem amerikanische Markt. Händler beklagten, dass die Amerikaner aus Sorge vor wirtschaftlicher Verschlechterung auf Autokäufe verzichteten. Tammy Darvish vom Autohändler Dar-Cars in Silver Spring im amerikanische Bundesstaat Maryland verbuchte ein 20-prozentiges Absatzminus in allen 25 Autohäusern: „Bei der Aussicht auf irgendetwas Negatives lehnen sich die Leute zurück und fragen: Betrifft das auch mich?“ Zu der Abschwächung trugen auch geringere Rabatte bei. Gefragt waren im Juni vor allem Geländewagen und Pick-ups. Die von Qualitätsmängeln gebeutelte Marke Toyota etwa erzielte ausschließlich in diesem Segment Wachstum. Auch für GM waren schwere Pick-ups der Schlüssel zum Erfolg im Juni: Hier lag das Wachstum bei 27 Prozent. Aus Sicht des Konzerns ist das ein positives Zeichen, da hinter Pick-up-Käufen häufig kleinere Unternehmen stecken. Bei Ford verkauften sich die schweren Modelle der F-Serie-Pickups sogar 58 Prozent besser als noch vor einem Jahr. Ein guter Monat war der Juni für die deutschen Automobilhersteller. Allen voran Porsche: Der Sportwagenhersteller konnte seinen Absatz mit Hilfe des neuen Geländewagens Cayenne auf 2.141 Fahrzeuge steigern, das entspricht einer Verdoppelung gegenüber dem verheerenden Vorjahresmonat, aber auch einer Steigerung gegenüber Mai. Der Viersitzer Panamera verbuchte mit 739 Stück die bisher höchste Verkaufszahl in einem Monat, vermeldete Porsche. Um gut ein Fünftel konnte Mercedes-Benz seinen Absatz steigern. Die Stuttgarter verkauften knapp 18.300 Pkw und Geländewagen mit dem Stern. Besonders stark zeigten sich E- und S-Klasse. Der Kleinwagen smart erwies sich mit 577 verkauften Einheiten einmal mehr als schwach. BMW legte in der Kernmarke mit 14,6 Prozent deutlich zu, bei Mini fiel das Wachstum mit 1,1 Prozent dagegen bescheiden aus. Insgesamt 23.300 Fahrzeuge setzte der Konzern aus München ab. BMW profitierte von der Markteinführung der neuen 5er-Serie, die sich gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent besser verkaufte. Die Konkurrenz von Audi legte um 14,3 Prozent auf 8.600 Einheiten zu und profitierte dabei vom Geländewagen Q5, vom Kleinwagen A3 und vom Sportwagen A5. Volkswagen verkaufte gut 21.000 Fahrzeuge, ein Plus von 11 Prozent, das vornehmlich den Modellen Golf, Tiguan und Passat CC geschuldet ist. Verglichen mit Mai ging der Absatz der Wolfsburger um knapp 2.500 Einheiten zurück. (Dow Jones Newswires)

          Kreise - deutscher Pkw-Absatz im Juni abermals im Rückwärtsgang

          Der Autoabsatz ist im Juni in Deutschland nach Aussagen aus Branchenkreisen um rund 30 Prozent gesunken. Damit liege der Rückgang etwa auf Höhe der vorangegangenen Monate, sagte ein Person mit Kenntnis der Zulassungszahlen. Zur Jahresmitte belaufe sich das Minus binnen Jahresfrist voraussichtlich auf 25 bis 27 Prozent. Die zweite Jahreshälfte werde „eher besser als die erste ausfallen“, allerdings sei mit einem deutlichen Rückgang zum Vorjahr zur rechnen. 2009 hatte die Abwrackprämie für hohe Verkaufszahlen der Hersteller gesorgt. (Reuters)

          Deutsche Reallöhne steigen im 1. Quartal wieder

          Die deutschen Reallöhne haben im ersten Quartal 2010 um 0,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums gelegen. Wie das Statistische Bundsamt (Destatis) am Freitag mitteilte, war das der höchste Anstieg seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise im vierten Quartal 2008. Im vierten Quartal 2009 waren die Reallöhne auf Jahressicht noch um 0,4 Prozent gesunken. Die Bruttomonatsverdienste erhöhten sich im ersten Quartal um 1,6 Prozent, die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 0,8 Prozent. Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Deutschland im ersten Quartal ohne Sonderzahlungen durchschnittlich brutto 3.178 Euro im Monat. Die höchsten Durchschnittsverdienste erzielten die Beschäftigten in den Wirtschaftszweigen Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (4.224 Euro) und Information und Kommunikation (4.212 Euro). Dagegen wurden die niedrigsten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste im Gastgewerbe (1.914 Euro) gezahlt. (Dow Jones Newswires)

          Umstrittene Rohstoffsteuer in Australien unter Dach und Fach

          Rohstoffkonzerne müssen in Australien künftig eine Sondersteuer auf ihre Gewinne entrichten. Die Bergbauindustrie stimmte den lange umstrittenen Plänen der Regierung zu, teilte die neue Premierministerin Julia Gillard am Freitag mit. Der Streit um die Steuerpläne und der vehemente Widerstand der Industrie hatten vergangene Woche zum Sturz von Gillards Vorgänger Kevin Rudd beigetragen. Gillard forderte ihn als Chef der Labor-Partei heraus, und als sich innerhalb der Partei eine Mehrheit für Gillard abzeichnete, warf er das Handtuch. Gillard ging sofort mit Kompromissvorschlägen auf die Branchenvertreter zu. Kohle- und Eisenerzförderer müssen ab 2012 ab einer bestimmten Gewinnhöhe eine Sondersteuer in Höhe von 30 Prozent abführen. Rudd wollte 40 Prozent kassieren. Die Regierung will damit unter anderem die Rentenkassen stärken. Betroffen sind Firmen, die mehr als 50 Millionen australische Dollar (knapp 34 Millionen Euro) Jahresgewinne im Jahr machen. Die oppositionelle Liberale Partei will die neue Steuer abschaffen, wenn sie die in den nächsten Monaten erwarteten Wahlen gewinnt. (Reuters)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der von Biontech und Pfizer entwickelte Impfstoff könnte bald massenhaft verabreicht werden.

          Erstes Vakzin genehmigt : Biontech-Impfstoff wird in Großbritannien zugelassen

          Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein Partner Pfizer haben in Großbritannien eine temporäre Notfallzulassung für ihr Corona-Vakzin erhalten. Die ersten Lieferungen sollen innerhalb weniger Tage vor Ort eintreffen, dann kann geimpft werden.

          Fünf Tote in Trier : Mutmaßlicher Amokfahrer muss vor Haftrichter

          Einen Tag nach der schrecklichen Amokfahrt in Trier entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob sie für den festgenommenen Autofahrer Untersuchungshaft oder eine Unterbringung in der Psychiatrie beantragt. Fünf Menschen wurden am Dienstag in der Innenstadt getötet.
          Fragwürdige Ehrung: „Ahnengalerie“ im Bundesarbeitsgericht in Erfurt

          Frühere Bundesrichter : Tief verstrickt in NS-Verbrechen

          Das Bundesarbeitsgericht hat seine Vergangenheit nie aufarbeiten lassen. Jetzt zeigt sich: Etliche seiner Richter hatten in der NS-Zeit Todesurteile zu verantworten oder sich auf andere Weise schwer belastet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.