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Medienschau : Automarkt verliert an Schwung

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Kreise - deutscher Pkw-Absatz im Juni abermals im Rückwärtsgang

Der Autoabsatz ist im Juni in Deutschland nach Aussagen aus Branchenkreisen um rund 30 Prozent gesunken. Damit liege der Rückgang etwa auf Höhe der vorangegangenen Monate, sagte ein Person mit Kenntnis der Zulassungszahlen. Zur Jahresmitte belaufe sich das Minus binnen Jahresfrist voraussichtlich auf 25 bis 27 Prozent. Die zweite Jahreshälfte werde „eher besser als die erste ausfallen“, allerdings sei mit einem deutlichen Rückgang zum Vorjahr zur rechnen. 2009 hatte die Abwrackprämie für hohe Verkaufszahlen der Hersteller gesorgt. (Reuters)

Deutsche Reallöhne steigen im 1. Quartal wieder

Die deutschen Reallöhne haben im ersten Quartal 2010 um 0,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums gelegen. Wie das Statistische Bundsamt (Destatis) am Freitag mitteilte, war das der höchste Anstieg seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise im vierten Quartal 2008. Im vierten Quartal 2009 waren die Reallöhne auf Jahressicht noch um 0,4 Prozent gesunken. Die Bruttomonatsverdienste erhöhten sich im ersten Quartal um 1,6 Prozent, die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 0,8 Prozent. Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Deutschland im ersten Quartal ohne Sonderzahlungen durchschnittlich brutto 3.178 Euro im Monat. Die höchsten Durchschnittsverdienste erzielten die Beschäftigten in den Wirtschaftszweigen Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (4.224 Euro) und Information und Kommunikation (4.212 Euro). Dagegen wurden die niedrigsten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste im Gastgewerbe (1.914 Euro) gezahlt. (Dow Jones Newswires)

Umstrittene Rohstoffsteuer in Australien unter Dach und Fach

Rohstoffkonzerne müssen in Australien künftig eine Sondersteuer auf ihre Gewinne entrichten. Die Bergbauindustrie stimmte den lange umstrittenen Plänen der Regierung zu, teilte die neue Premierministerin Julia Gillard am Freitag mit. Der Streit um die Steuerpläne und der vehemente Widerstand der Industrie hatten vergangene Woche zum Sturz von Gillards Vorgänger Kevin Rudd beigetragen. Gillard forderte ihn als Chef der Labor-Partei heraus, und als sich innerhalb der Partei eine Mehrheit für Gillard abzeichnete, warf er das Handtuch. Gillard ging sofort mit Kompromissvorschlägen auf die Branchenvertreter zu. Kohle- und Eisenerzförderer müssen ab 2012 ab einer bestimmten Gewinnhöhe eine Sondersteuer in Höhe von 30 Prozent abführen. Rudd wollte 40 Prozent kassieren. Die Regierung will damit unter anderem die Rentenkassen stärken. Betroffen sind Firmen, die mehr als 50 Millionen australische Dollar (knapp 34 Millionen Euro) Jahresgewinne im Jahr machen. Die oppositionelle Liberale Partei will die neue Steuer abschaffen, wenn sie die in den nächsten Monaten erwarteten Wahlen gewinnt. (Reuters)

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